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Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
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11. Juli 2026
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In der Ausgabe 05/2026 (Juni/Juli 2026) lesen Sie u.a.:

  • Bürgerforum fordert mehr Medienbildung, Plattformregeln und lokale Öffentlichkeit
  • Jugendliche wollen besseren Schutz, aber keine einfachen Social-Media-Verbote
  • Digitale Langzeit­archi­vierung braucht klare Regeln
  • KI-Chatbots werden Teil der wissenschaftlichen Informationssuche
  • Offene Infrastrukturen für
    wissenschaftliche Informationssysteme
  • Warum die Debatte über KI-Texte
    zu kurz greift
  • Lesen als Grundlage
    demokratischer Resilienz
  • Erfundene Quellen
  • US-Bibliotheken neue Lieferwege
  • Warum Hardcover mehr sind
    als schöne Schutzumschläge
  • Lesen auf Papier oder auf dem Bildschirm?
  • Bibliotheksverbände fordern neue
    E-Book-Modelle von großen Verlagen
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Große Mehrheit wünscht sich digitale Technik,
Software und Services aus Europa

Ein Drittel hat sich bereits bewusst für europäische Anbieter entschieden

Ob KI, Software, Messenger oder Smartphones: Viele digitale Angebote des Alltags kommen meist von Unternehmen außerhalb Europas. Eine aktuelle Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zeigt, dass die Deutschen den Aufbau eigener digitaler Kapazitäten und Angebote für dringend notwendig halten. 93 Prozent halten Deutschland bei digitalen Technologien für abhängig von anderen Ländern. 79 Prozent fordern, Deutschland solle stärker in digitale Schlüsseltechnologien investieren. Und so gut wie alle (99 Prozent) finden es wichtig, dass Deutschland bei digitalen Technologien insgesamt unabhängiger wird. Befragt wurden 1.004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren.

„Die Menschen in Deutschland wünschen sich, dass Europa bei digitalen Technologien unabhängiger wird. Dafür braucht es mehr Investitionen und weniger Regulierung. Mehr Investitionen in digitale Schlüsseltechnologien durch die Unternehmen und einen Abbau der überbordenden Regulierung durch die Politik in Berlin und Brüssel“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst.

„Kritische Technologien, die nicht aus Deutschland oder Europa kommen, müssen auf jeden Fall unsere Anforderungen an Sicherheit und Souveränität in der praktischen Anwendung erfüllen. Klar ist auch: Wir brauchen Kooperationen mit internationalen Tech-Unternehmen auf Augenhöhe, im Alleingang lässt sich digitale Souveränität nicht erreichen. Aus Investitionen, maßvoller Regulierung und strategischen Partnerschaften entsteht mehr digitale Souveränität.“

Ein Drittel der Menschen in Deutschland (34 Prozent) hat sich bereits bewusst für einen digitalen Dienst oder ein digitales Gerät aus Europa entschieden. Weitere 27 Prozent haben sich darüber zumindest schon einmal Gedanken gemacht. 34 Prozent sagen, dass sie darüber bislang noch nicht nachgedacht haben. Zugleich werden die Verbraucherinnen und Verbraucher in der Verantwortung gesehen: 87 Prozent meinen, dass sich auch die Menschen anpassen müssen, wenn Deutschland digital unabhängiger werden soll. 62 Prozent sind zudem der Ansicht, dass auch kurzfristige Nachteile in Kauf genommen werden sollten, wenn Deutschland bei der Digitalisierung dadurch unabhängiger würde. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, wo es in der Praxis häufig hakt: 55 Prozent erscheint der Wechsel zu europäischen Anbietern oft zu aufwändig.

Nur in einzelnen Bereichen sind europäische Anwendungen und Technologien im Alltag der Menschen bereits angekommen. Die Befragung liefert dabei eine erste Orientierung, wo europäische Angebote aus Sicht der Verbraucherinnen und Verbraucher aktuell genutzt werden: 14 Prozent sagen, sie nutzten bereits europäische soziale Netzwerke, 13 Prozent eine europäische Suchmaschine oder einen europäischen Browser und 11 Prozent einen europäischen Messenger.

6 Prozent setzen auf europäische KI-Anwendungen oder Chatbots, 5 Prozent auf Smartphones europäischer Anbieter. Wintergerst: „Das Interesse an europäischen Angeboten ist da. Europa muss digitale Technologien nicht nur entwickeln, sondern auch schneller skalieren und in die breite Anwendung bringen. Dafür braucht es eine innovationsfreundliche Regulierung, mehr Wachstumskapital und eine öffentliche Beschaffung, die auch jungen Unternehmen eine echte Chance gibt.“

Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 9 bis KW 12 2026 statt. Die Umfrage ist repräsentativ.

Die Fragestellungen lauteten: „Wie stark ist Deutschland Ihrer Meinung nach abhängig von anderen Ländern, was den Import solcher Technologien angeht?“, „Wie wichtig ist es aus Ihrer Sicht, dass Deutschland bei digitalen Technologien unabhängiger von anderen Ländern wird?“, „Haben Sie sich schon einmal bewusst für einen digitalen Dienst oder ein digitales Gerät aus Europa entschieden anstelle eines Gerätes oder eines Dienstes, der nicht aus Europa stammt?“, „Bei welchen der folgenden digitalen Geräte oder Dienste nutzen sie einen europäischen Anbieter oder können es sich vorstellen?“ und „Welche der folgenden Aussagen treffen auf Sie oder Ihrer Meinung nach zu?“