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Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
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Sabine Wolf (Hrsg.)
Band 75: Denise Rudolph Band 74: Sophia Paplowski Band 73: Carmen Krause Band 72:
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23. Januar 2026
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In der Ausgabe 10/202501/2026 (Dezember – Januar 2025–2026) lesen Sie u.a.:

  • Soziale Medien und Aufmerksamkeits­entwicklung bei Kindern: Neue Lang­zeitdaten zur ADHS-Risikodiskussion
  • Repositorien im Wandel: Analyse zentraler Einflussfaktoren für die nächsten Jahre
  • Wie inklusiv Sammlungen in Bibliotheken und Archiven wirklich sind
  • Synergien von KI-Chat und Suche:
    Wie unterschiedliche Altersgruppen
    Information Retrieval neu gestalten
  • Kulturerbe-Daten im Zeitalter der KI:
    Ein neues Zugangsmodell für Institutionen
  • Jugendliche, soziale Medien und KI-Chatbots: Digitale Nutzungsrealitäten 2025
  • Buchclubs als unterschätzte Brücke zwischen Campusleben und Bibliothek: Neue Impulse aus US-Hochschulbibliotheken
  • AI Librarian in Japan
  • Altersgrenzen für soziale Medien:
    Europas nächste Regulierungsdebatte
  • KI und Journalismus:
    Neue Machtverschiebungen
    im Markt für Nachrichteninhalte
  • Print ist tot, es lebe Print!
u.v.m.
  fachbuchjournal

3. Internationale Chamisso-Konferenz, 25.-27.2. in der Staatsbibliothek zu Berlin

Am 25. Februar 2016 begrüßt Barbara Schneider-Kempf, Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, über 200 Vertreter von Universitäten, Akademien, Museen und Archiven in Paris, Oslo, Indianapolis, Tromso, München, Trier, Dortmund, Bielefeld, Vechta, Potsdam und Berlin zur 3. Internationalen Chamisso-Konferenz.

In 28 wissenschaftlichen Vorträgen und Gesprächsrunden befassen sich die Wissenschaftler mit den großen Welt- und Forschungsreisen, die um 1800 von Deutschland aus unternommen wurden. Derzeit beleuchtet die Forschung unter anderem die gemeinsamen Interessen der großen Entdeckungsreisenden Forster, Humboldt, Chamisso und anderer, dabei auch ihre damals bestehenden oder heute mit Mitteln der digitalen Verknüpfungen konstruierbaren Vernetzungen im Denken und Handeln. Mit eben diesen Forschern verbindet sich eine Horizonterweiterung des intellektuellen Feldes im deutschsprachigen Raum, sie bestimmten den Eintritt in die Moderne wesentlich mit. Ihre Erkenntnisse und Aufzeichnungen als ‚Reisende‘, als ‚Fremde‘, als ‚Nomaden‘ und als ‚Migranten‘ sind nicht nur hinsichtlich der Genese moderner Wissensordnungen relevant, sie können auch Schwerpunktverschiebungen im Verständnis von eigener Gegenwart und Zukunft verdeutlichen.

Den Eröffnungsvortrag „[…] aber auch da fehlen mir die Worte. Chamissos Weltreise und Humboldts Schatten“ hält Walter Erhart, Professor für Germanistische Literaturwissenschaft an der Universität Bielefeld. Dort leitet er u. a. das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Forschungsprojekt „Die Aneignung des Weltwissens – Adelbert von Chamissos Weltreise. Materialerschließung, Transkription, Analyse“.

Mit „Johann Reinhold Forsters Beobachtungen während der zweiten Cookschen Weltumsegelung“ – Forster begleitete Cook von 1772 bis 1775 – befasst sich der Literaturwissenschaftler Michael Ewert von der Universität München.

Am Freitagnachmittag geht der Literaturwissenschaftler Johannes Görbert auf „Forster, Humboldt, Chamisso. Verbindendes und Trennendes ihrer Korrespondenz untereinander“ ein, Dorit Müller stellt am Samstag „Vergleichen als epistemische Praxis bei Georg Forster und Adelbert von Chamisso“ vor – beide jungen Wissenschaftler arbeiten an der Freien Universität Berlin.

Ottmar Ette, Professor für Romanische Literaturwissenschaft an der Universität Potsdam, schließt mit dem Vortrag „WeltErleben / WeiterLeben: Zu Georg Forster, Alexander von Humboldt und Adelbert von Chamisso“ die Konferenz ab. Ette leitet an der Universität Potsdam wie auch an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften die umfassenden Projekte zur Erforschung der Amerikanischen Tagebücher Alexander von Humboldts. Diese Tagebücher Humboldts wurden im Jahr 2013 von der Staatsbibliothek zu Berlin erworben; umfassende Informationen zum Berlin-Potsdamer Forschungsverbund, der mit erheblichen Mitteln des Bundesforschungsministeriums gefördert wird, wie auch die digitalen Abbildungen aller Seiten der Tagebücher und sukzessive des gesamten Nachlasses Alexander von Humboldts sind auf der Website http://humboldt.staatsbibliothek-berlin.de/ präsentiert.

Die Vorsitzende der Chamisso-Gesellschaft e.V. und zugleich Leiterin des Referates Autographen und Nachlässe in der Staatsbibliothek zu Berlin, Jutta Weber, hat die Konferenz gemeinsam mit den Projektpartnern konzipiert und moderiert mehrere Panels.

Die 3. Internationale Chamisso-Konferenz wird von der Staatsbibliothek zu Berlin, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Universität Potsdam und der Chamisso-Gesellschaft e.V. veranstaltet, nähere Informationen ebenfalls unter http://humboldt.staatsbibliothek-berlin.de.

Mit der Konferenz schließt auch die Ausstellung „Weltreise. Forster – Humboldt – Chamisso – Ottinger“, die von der Staatsbibliothek zu Berlin zusammen mit der Künstlerin und Filmemacherin Ulrike Ottinger eingerichtet wurde. Im Jahr 2014 begab diese sich auf den Spuren Chamissos auf eine ausgedehnte Reise um die Beringsee. Die von dort mitgebrachten Filme werden zusammen mit den Original-Reisetagebüchern und Briefen Forsters, Humboldts und Chamissos noch bis zum 27. Februar 19 Uhr in der Staatsbibliothek zu Berlin, Potsdamer Straße 33, gezeigt.

Donnerstag-Samstag, 25.-27. Februar 2016
Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Otto-Braun-Saal, Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin

Programm