2. Dezember 2020

Fachmedienangebote an der Spitze
der genutzten Informationsquellen

LAE-Sonderauswertung der Deutschen Fachpresse
zur Nutzung von B2B-Informationsquellen

Angebote von Fachmedien stehen ganz oben bei den regelmäßig genutzten B2B-Informationsquellen. Das geht aus einer LAE-Sonderauswertung hervor, die die Deutsche Fachpresse in Auftrag gegeben hat und mit der LAE 2020 erhoben wurde. Gefragt wurde konkret, welche Informationsquellen Entscheider in Wirtschaft und Verwaltung regelmäßig sowie regelmäßig oder gelegentlich nutzen. Fachzeitschriften (Print oder E-Paper) erreichen mit deutlichem Abstand den ersten Platz in der Nutzung. Veranstaltungen und digitale Angebote von Fachmedien belegen nahezu gleichauf Platz zwei und drei. Insgesamt zeichnet sich damit ein positives Bild für die Fachmedienbranche als Kommunikations-Allrounder und zeigt ihre wichtige Rolle als Partner der Wirtschaft, Marktplatz und zuverlässige Informationsquelle mit fachjournalistischer Expertise. Auf Platz vier und fünf folgen schließlich Außendienstbesuche sowie Fachmessen im In- und Ausland. Die Corona-Pandemie zeigt in den Zahlen der Sonderauswertung noch keinen signifikant großen Effekt. Die Umfrage lief bis 6. März und endete damit wenige Tage vor dem Lockdown.

Fachzeitschriften sind Informationsquelle Nummer 1
Mit klarem Abstand belegt die Nutzung von Fachzeitschriften in gedruckter Form oder als E-Paper den ersten Platz unter den Informationsquellen. 57,4 Prozent der Befragten gaben an, eine oder mehrere Fachzeitschriften regelmäßig zu nutzen. Mindestens gelegentlich nutzen sie sogar 89,8 Prozent und damit rund 9 von 10 Entscheidern in Wirtschaft und Verwaltung. In Zeiten der Digitalisierung unterstreichen die Fachzeitschriften Ihre Relevanz und Bedeutung. Dieses Bild bestätigt auch die LAE 2020-Hauptumfrage, wonach branchenspezifische Fachzeitschriften mit 73 Prozent die wichtigste Mediengruppe für die berufliche Tätigkeit sind.

Digitale Angebote und Veranstaltungen
bilden wichtige Informationsangebote

Webseiten, Social-Media-Kanäle, Newsletter, Apps: die digitalen Angebote der Fachmedienhäuser überzeugen. Über ein Viertel (29,6 Prozent) nutzen sie regelmäßig. Mindestens gelegentlich sind es sogar 76,2 Prozent. Den positiven Trend zum Vorjahr bei den Digitalangeboten zeigen auch die von der Deutschen Fachpresse monatlich ausgewerteten IVW-Zahlen zu den Top 30 Online-Fachmedienangeboten (Mitgliedsunternehmen der Deutschen Fachpresse). Der allgemein positive Wachstumstrend der digitalen Angebote erlebt aktuell durch die Corona-Pandemie noch einmal einen Schub. Die Krise und der wochenlange Lockdown verstärkten die Nachfrage deutlich. Gerade in Krisenzeiten sind zuverlässige Informationen zur Lage allgemein sowie in den verschiedenen Wirtschaftsbranchen für Entscheider in Wirtschaft und Verwaltung wichtiger denn je. Als verlässlicher Partner bieten Fachmedien als Branchenkenner auch in dieser Zeit Orientierung und relevante Informationen.

Veranstaltungen – Kongresse, Tagungen oder Seminare – sind genauso relevant wie digitale Angebote: 29,7 Prozent der Entscheider aus Wirtschaft und Verwaltung besuchen sie regelmäßig, 80,4 Prozent mindestens gelegentlich. Grund hierfür dürfte unter anderem die Qualität der Austauschmöglichkeiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander, mit Ausstellern oder Referenten sein, die digital nicht im selben Maße abgebildet werden können. Die Bedeutung von B2B-Veranstaltungen für Fachmedienhäuser hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Dies zeigen auch die Ergebnisse der vergangenen Fachpresse-Statistiken: Viele hatten dieses Geschäftsfeld ausgebaut und setzten Veranstaltungen erfolgreich um. Das Veranstaltungsgeschäft kam mit dem Lockdown zunächst komplett zum Erliegen. Kreativ, innovativ und schnell haben Fachmedienhäuser alternative virtuelle Lösungen bieten können – von virtuellen und hybriden Kongressen bis zu einzelnen Web-Seminaren.

Intensive Fachmediennutzung über mehrere Kanäle
Befragte Entscheider, die regelmäßig Fachzeitschriften und/oder digitale Angebote von Fachmedienhäusern nutzen, sind auch verstärkt an weiteren Fachmedienangeboten interessiert. Entscheider, die sich regelmäßig über eine oder mehrere Fachzeitschriften informieren, nutzen zu 41,2 Prozent auch regelmäßig digitale Fachmedienangebote und 39,9 Prozent von ihnen besuchen auch regelmäßig Veranstaltungen. Das sind 11,6 bzw. 10,2 Prozent mehr als der Durchschnitt der Befragten. Noch deutlicher wird die Nutzungsintensität bei den regelmäßigen Nutzern digitaler Fachmedienangebote: 80 Prozent – und damit 22,6 Prozent mehr als der Durchschnitt – greifen auch regelmäßig auf Fachzeitschriften zurück. Von ihnen besuchen zudem 39,7 Prozent ebenfalls regelmäßig B2B-Veranstaltungen, das sind 10 Prozent mehr als der Durchschnitt. Die Nutzungsintensität der Leser und Nutzer über verschiedene Formate hinweg unterstreicht den Bedarf an Fachinformationen und die Verfügbarkeit über mehrere Kanäle.

Jüngere Zielgruppe bei Fachmediennutzung vorne
Wie die Umfrage weiterhin zeigt, fühlt sich auch klar die jüngere Zielgruppe von Fachmedienangeboten angesprochen. 40 Prozent der Befragten bis 39 Jahren nutzen regelmäßig digitale Angebote von Fachmedien, 63,9 Prozent eine oder auch mehrere Fachzeitschriften. Damit liegen sie bei beiden Informationsquellen vor der Zielgruppe ab 40 Jahren, von denen 55,9 Prozent Fachzeitschriften und 27,1 Prozent digitale Fachmedienangebote regelmäßig nutzen. Ein umgekehrtes Bild zeigt sich beim regelmäßigen Besuch von B2B-Veranstaltungen: hier sind es 30,7 Prozent der 40-Jährigen und älter und 25,5 Prozent bei der Gruppe bis 39 Jahren. Bei mindestens gelegentlicher Nutzung liegen die Altersgruppen jeweils deutlich näher beieinander, wobei auch hier der Anteil der Jüngeren größer ist (bis 39/ab 40): eine oder mehrere Fachzeitschriften 91,7/89,4 Prozent, digitale Angebote von Fachmedien 79,5/75,4 Prozent; Veranstaltungen 85,1/79,3 Prozent.

 


Die LAE 2020 Sonderauswertung für die Deutsche Fachpresse wurde erhoben mit der LAE 2020. Die Grundgesamtheit der LAE stellen 2,96 Mio. Entscheidungsträger in Wirtschaft und Verwaltung in Deutschland aus den folgenden Berufsgruppen: Selbstständige/ Freiberufler mit Betrieben ab 6 Beschäftigten außerhalb der Wirtschaftszweige der ‚klassischen‘ Freien Berufe; selbstständig/freiberuflich Tätige mit Arbeitgeberfunktion (mindestens 1 zusätzlich Beschäftigter) in den Wirtschaftszweigen der ‚klassischen‘ Freien Berufe; Leitende Angestellte mit einem persönlichen Monatsnettoeinkommen von 3.500 Euro und mehr mit selbstständigen, (begrenzt) verantwortlichen Tätigkeiten; Beamte ab Besoldungsgruppe A14. www.lae.de

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