19. Juli 2024
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Aktuelles aus
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ibrary
Essentials

In der Ausgabe 4/2024 (Juni-Juli 2024) lesen Sie u.a.:

  • Forensische Szien­to­metrik (FoSci) – Wäch­ter der wissen­schaftlichen Integrität
  • NIST Research Data Framework 2.0: Zukunftsweisendes Werkzeug für das Forschungsdatenmanagement
  • Artificial Intelligence in the News: How AI Retools, Rationalizes, and Reshapes Journalism and the Public Arena
  • Large Language Models und ihre Potenziale im Bildungssystem
  • The Use Case Observatory:
    Dreijährige Analyse der wirtschaftlichen, staatlichen, sozialen und ökologischen Auswirkungen von Open Data
  • Die Aufteilung der Kosten einer Volltextdatenbank auf die enthaltenen Zeitschriften: Sechs Methoden
  • Flexibles Arbeiten im Bibliotheksbereich: in die Zukunft und darüber hinaus
  • Die Zukunft der Wissenschaftlichen Monografien: Neue Geschäftsmodelle und der Einfluss der Politik
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 6 / 2023

BIOGRAFIEN
Vergessene Frauen werden sichtbar

FOTOGRAFIE
„In Lothars Bücherwelt walten magische Kräfte.“
Glamour Collection, Lothar Schirmer, Katalog einer Sammlung

WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Hingabe an die Sache des Wissens

MUSIK
Klaus Pringsheim aus Tokyo
Ein Wanderer zwischen den Welten

MAKE METAL SMALL AGAIN
20 Jahre Malmzeit

ASTRONOMIE
Sonne, Mond, Sterne

LANDESKUNDE
Vietnam – der aufsteigende Drache

MEDIZIN | FOTOGRAFIE
„Und ja, mein einziger Bezugspunkt
bin ich jetzt selbst“

RECHT
Stiftungsrecht und Steuerrecht I Verfassungsrecht I Medizinrecht I Strafprozessrecht

uvm

Digital Detox: Ein Zehntel möchte 2022
auf digitale Medien verzichten

43 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer
haben mindestens einmal bewusst die Nutzung reduziert

Anruf statt Chat-Nachricht, Buch statt Smartphone, Einkaufsbummel statt Online-Shopping: Beim Digital Detox wird für eine bestimmte Zeit gezielt auf Internet und digitale Medien verzichtet, um den Konsum insgesamt zu reduzieren und wieder mehr Zeit bewusst offline zu verbringen. Knapp ein Zehntel (9 Prozent) der Internetnutzerinnen und -nutzer hat sich dies für das neue Jahr vorgenommen. Das zeigt eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Personen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 887 Internetnutzerinnen und -nutzer. Demnach haben 43 Prozent der Onliner in der Vergangenheit bereits mindestens einmal zeitweise bewusst auf Internet oder digitale Medien verzichtet – doch nicht immer bedeutete das einen Komplettverzicht. So hat ein Drittel (35 Prozent) lediglich eine Auszeit von bestimmten digitalen Anwendungen genommen, nur 14 Prozent haben sich komplett aus der digitalen Welt zurückgezogen. Nur sehr wenige (6 Prozent) haben bereits in mehreren Versuchen beide Varianten probiert.

Unter jenen, die auf digitale Medien verzichtet haben, gibt es große Unterschiede: Knapp ein Drittel hat Geräte wie Smartphone, Tablet oder Laptop bewusst beiseitegelegt (31 Prozent) oder auf Video- und Computerspiele oder Gaming-Apps verzichtet (30 Prozent). Ein Fünftel hat für eine gewisse Zeit aufgehört zu chatten (20 Prozent) oder soziale Netzwerke zu nutzen (19 Prozent). 17 Prozent haben bewusst auf Online-Shopping verzichtet. Etwas weniger schauten nicht in ihr E-Mail-Postfach (8 Prozent) oder nutzten keine Streaming-Dienste wie Prime Video, Netflix oder YouTube (6 Prozent). „Durch die Einschränkungen in der Pandemie haben viele Menschen mehr als jemals zuvor auf digitale Medien zurückgegriffen und die Nutzungszeiten sind massiv in die Höhe gegangen. Digital Detox war wohl noch nie so schwer wie in Zeiten des Social Distancing“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Bewusster Verzicht hält oft nur wenige Stunden an

Insgesamt ist der bewusste Verzicht auf digitale Medien für viele Menschen eher eine einmalige Sache – und dabei halten die meisten nicht lange durch. So hat knapp die Hälfte (48 Prozent) derjenigen, die schon einmal eine bewusste Auszeit von digitalen Medien und dem Internet genommen haben, dies erst ein einziges Mal ausprobiert. Die Auszeit ist insgesamt auch eher von kurzer Dauer: So hielten die meisten maximal einige Stunden ohne Unterbrechung durch (53 Prozent). Ein Fünftel (21 Prozent) verzichtete zwar länger, aber nicht mehr als einen Tag. Weitere 15 Prozent verbrachten mehrere Tage ohne digitale Medien und nur 6 Prozent haben eine Woche oder länger durchgehend darauf verzichtet.

Die Befragung zeigt außerdem: Männer halten die digitale Entgiftung länger aus als Frauen. So hat es jeder vierte Mann (25 Prozent) bereits geschafft, mehrere Tage bis mehrere Wochen durchzuhalten. Bei den Frauen ist es nur jede Sechste (17 Prozent). Allerdings ist es im Kreis der Befragten niemandem gelungen, sich einen Monat oder länger von digitalen Medien fernzuhalten.