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15. Dezember 2025
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  • Gen Z und Gen Alpha: Wie junge Zielgruppen Medien zwischen TikTok und Haltung neu definieren
  • Ethische Verantwortung im Umgang mit biomedizinischen Archiven
  • Open-Research-Plattformen im Praxistest
  • Digitale Technologien im Kulturerbe: Forschungsentwicklung zwischen Datenanalyse und KI-Unterstützung
  • KI-Texte beliebter als Originale
  • Zines als Impuls für soziale Gerechtigkeit in Bibliotheken
  • Ein dezentrales Fundament für Open Science: Warum Forschungsdaten neue Infrastrukturen brauchen
  • Vergessenes Wissen auf Disketten: Cambridge rettet digitale Geschichte
  • Europas Bibliotheken im Visier von Kunstraub
  • Nach dem Aus von Baker & Taylor: US-Bibliotheken suchen neue Buchgroßhändler
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Bibliotheken als offene und sichere Diskursorte schützen

Zum „Tag der offenen Gesellschaft“ ruft der Deutsche Bibliotheksverband
zum Austausch und zur Meinungsfreiheit auf

Am 17. Juni heißt es wieder in ganz Deutschland: Stühle und Tische rausstellen! Unter dem Motto „fairplappert euch!“ beteiligen sich zahlreiche Initiativen, Institutionen, Privatpersonen und Organisationen am „Tag der offenen Gesellschaft“, um einen Raum für Begegnungen zu schaffen und ein Zeichen für Vielfalt und Zusammenhalt zu setzen. Auch Bibliotheken als Orte der Information, des Austausches und der Meinungsfreiheit sind dabei. Ihr Ziel – wie an den 364 anderen Tagen im Jahr auch: Menschen ins Gespräch zu bringen und zum Diskurs anzuregen.

Zum „Tag der offenen Gesellschaft“ sagt Dr. Holger Krimmer, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv): „Bibliotheken sind Orte für demokratische Teilhabe, Meinungsfreiheit, Begegnungen auf Augenhöhe und gegenseitige Unterstützung. Sie sind Pfeiler einer lebendigen demokratischen Kultur und stehen für einen informierten Diskurs in zivilisierter Atmosphäre. Die Bedeutung von Bibliotheken nimmt gerade in ländlichen Regionen zu, je mehr private, öffentliche und gemeinnützige Räume und Zusammenschlüsse dem demographischen Wandel zum Opfer fallen.

Gleichzeitig beobachtet der dbv besorgt, wenn Meinungsfreiheit und kulturelle Vielfalt in Bibliotheken angegriffen werden, wie etwa die Proteste gegen eine geplante Drag-Lesung in der Münchner Stadtbibliothek Bogenhausen uns vor Augen geführt hat. Auch hat es in den letzten Jahren wiederholt Fälle der mutwilligen Zerstörung von Büchern in Bibliotheken gegeben. Wir wollen den ‚Tag der offenen Gesellschaft‘ zum Anlass nehmen und deutlich machen, dass Bibliotheken offene und sichere Diskursorte sind, die es gesellschaftlich und politisch zu schützen gilt. Es stimmt: Demokratie braucht Streit. Aber eben auch eine Haltung der Verständigungsorientierung statt der Anfeindung und Ausgrenzung.“

Zum Hintergrund

Am 13. Juni 2023 hat die Stadtbibliothek München eine Drag-Lesung für Kinder ab vier Jahren organisiert. Bereits im Vorfeld gingen daraufhin bei der Bibliothek Drohungen ein. Verschiedene Parteien kritisierten zudem die Veranstaltung und forderten die Bibliothek auf, diese abzusagen. Eine Einmischung ganz anderer Art musste die Berliner Stadtbibliothek Tempelhof-Schöneberg erleben. Unbekannte hatten im Jahr 2021 Bücher, die sich kritisch mit rechten Tendenzen sowie mit linken Theorien und der Geschichte des Sozialismus befassen, mutwillig zerstört. Die Bibliothek hat daraufhin die Veranstaltungsreihe „Starke Seiten“ ins Leben gerufen.

Tag der offenen Gesellschaft

Seit 2017 findet jährlich im Juni der „Tag der offenen Gesellschaft“ statt. Unter dem Motto „Tische und Stühle raus” veranstalten Menschen und Einrichtungen wie Bibliotheken überall in Deutschland Austauschformate, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Initiiert wird der Tag von der Initiative Offene Gesellschaft. https://offenegesellschaft.org/tdog/

www.bibliotheksverband.de