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Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
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26. April 2026
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In der Ausgabe 03/2026 (April 2026) lesen Sie u.a.:

  • Nationales Kultur­erbe unter Druck: Der Stopp des DNB-Erweiterungsbaus und seine Folgen
  • Entwicklungen im Medienalltag
  • Vom Datenhype zur Datenkompetenz: Warum Data Literacy zur Kernaufgabe
    von Bibliotheken wird
  • Warum Bibliotheken bei KI, Lizenzen
    und Fair Use mitreden müssen
  • Entwicklungen für die Zukunft
    von Bibliotheken
  • Forschungsdaten als Publikationsform
  • Wie Forschende mit KI-gestützten Recherchetools arbeiten
  • KI-Erschöpfung und „Vocational Awe“
    in wissenschaftlichen Bibliotheken
  • Aufmerksamkeitskrise oder Designproblem? Was Bibliotheken aus der Debatte über Lesen und Bildschirme lernen können
  • Die Stiftsbibliothek St. Gallen:
    Ein 1.300 Jahre altes Wissensarchiv
  • Bibliotheken als Räume für Wohlbefinden
    im Gesundheitswesen
  • Das Ende eines Formats: Der Niedergang des Massenmarkt-Paperbacks
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Globale Vernetzung deutscher Wissenschaft:
Geisteswissenschaften International zeichnet zwölf Werke aus

13 geisteswissenschaftliche Werke erhalten Übersetzungsförderung

 

Im Rahmen des Programms „Geisteswissenschaften International“ werden in diesem Jahr 13 Werke ausgezeichnet. Eine besondere Würdigung erhält mit dem Preis zur Förderung exzellenter geistes- und sozialwissenschaftlicher Publikationen Stefan M. Maul für sein Buch „Die Wahrsagekunst im alten Orient. Zeichen des Himmels und der Erde“ (C.H. Beck Verlag). Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, die Fritz Thyssen Stiftung, die VG WORT und das Auswärtige Amt zeichnen jedes Jahr hervorragende geistes- und sozialwissenschaftliche Werke aus und finanzieren deren Übersetzung ins Englische.  

In ihrer Begründung sagt die Jury: „Wie und warum konnten altbabylonische Gelehrte die Zukunft aus einer frischen Schafsleber herauslesen? Welche Zeichen der Zeit ließen sich aus den Innereien eines Opfervogels, mit einer Handvoll Mehl oder ein paar Tropfen Öl heraufbeschwören? Der Heidelberger Assyriologe und Leibniz-Preisträger Stefan M. Maul beantwortet diese Fragen keinesfalls in Form eines Kuriositätenkabinetts altorientalischer Kaffeesatzleserei. Die ebenso materialreiche wie anschauliche Studie eröffnet vielmehr ein nuanciertes vorchristliches Panorama von Möglichkeiten, aus Gegenständen, Opfertieren und Naturphänomenen die Zukunft von Individuen und Kollektiven zu bestimmen. Maul präpariert mit seiner sorgfältigen Rekonstruktion dieser oft rituell fundierten Wahrsagekunst zudem Grundlagen einer Zeichen deutenden Wissenschaft heraus, die sich zu prognostischer Staatskunst und Politikberatung weiter entwickelt hat. Die ausgezeichnete Monographie liefert damit eine Archäologie von Zukunftskonzepten und temporalisierenden Praktiken, die zahlreiche politik-, kultur- und wissenschaftsgeschichtliche Spuren in unsere gegenwärtige Zeiterfahrung legt.“  

Die Übersetzung der ausgezeichneten Werke ins Englische wird mit der Summe von insgesamt 200.000 Euro finanziert. Ziel der Auszeichnung ist die stärkere internationale Verbreitung deutscher Forschungsergebnisse in den Sozial- und Geisteswissenschaften, die globale Vernetzung deutscher Wissenschaft sowie die Förderung deutschsprachiger Erstpublikationen. Die Zahl der in den englischen Sprachraum vergebenen Lizenzen soll so dauerhaft erhöht werden.  

Neben Stefan M. Maul wurden im Herbst 2013 ausgezeichnet:

  • Michael Brenner: Geschichte der Juden in Deutschland von 1945 bis zur Gegenwart. Politik, Kultur und Gesellschaft (Verlag C.H. Beck)
  • Arndt Engelhardt: Arsenale jüdischen Wissens. Zur Entstehungsgeschichte der „Encyclopaedia Judaica“ (Vandenhoeck & Ruprecht)
  • Rahel Jaeggi: Kritik von Lebensformen (Suhrkamp Verlag)
  • Matthias Jestaedt, Oliver Lepsius, Christoph Möllers, Christoph Schönberger: Das entgrenzte Gericht. Eine kritische Bilanz nach sechzig Jahren Bundesverfassungsgericht (Suhrkamp Verlag)
  • Andreas Mayer: Die Wissenschaft vom Gehen. Die Erforschung der Bewegung im 19. Jahrhundert (S. Fischer Verlag)
  • Gert Melville: Die Welt der mittelalterlichen Klöster. Geschichte und Lebensformen (Verlag C. H. Beck)
  • Andreas Reckwitz: Die Erfindung der Kreativität. Zum Prozess gesellschaftlicher Ästhetisierung (Suhrkamp Verlag)
  • Jörn Rüsen: Historik. Theorie der Geschichtswissenschaft (Böhlau Verlag)
  • Rüdiger Safranski: Goethe – Kunstwerk des Lebens (Carl Hanser Verlag)
  • Martin Seel: Die Künste des Kinos (S. Fischer Verlag)
  • Ronen Steinke: Fritz Bauer oder Auschwitz vor Gericht (Piper Verlag)
  • Fritz Trümpi: Politisierte Orchester. Die Wiener Philharmoniker und das Berliner Philharmonische Orchester im Nationalsozialismus  (Böhlau Verlag)

Neben dem Juryvorsitzenden Prof. Dr. Luca Giuliani (Wissenschaftskolleg zu Berlin) gehören der Jury an: Prof. Dr. Tilmann Allert (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Julika Griem (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Hans Günter Hockerts (Universität München, emeritiert), Prof. Dr. Doris Kaufmann (Universität Bremen), Prof. Dr. Christoph Menke (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Claus Pias (Universität Lüneburg), Dr. Thomas Sparr (Suhrkamp Verlag), Dr. Julia Voss (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Dr. Judith Wilke-Primavesi (Campus Verlag).  

Die nächste Ausschreibung startet am 1. November 2014 und endet am 31. Januar 2015. Dann stehen wieder Fördermittel in Höhe von 200.000 Euro zur Verfügung. Im Sommer 2014 werden keine Anträge entgegen genommen.