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Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
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30. August 2025
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In der Ausgabe 5/2025 (Juli-Aug. 2025) lesen Sie u.a.:

  • Europäischer Flickenteppich
    bei Open-Access-Büchern
  • Automatisierte Metadaten für Webarchive mit GPT-4o im Praxistest: Kostenersparnis und Risiken
  • Die Deutsche Nationalbibliothek
    auf Zukunftskurs –
    der Strategische Kompass 2035
  • Jenseits von Reskilling, Silodenken
    und Stellenplänen: Was wir aus den
    Human Capital Trends 2025
    von Deloitte lernen können
  • Zwischen Tradition und Innovation:
    Wo steht die Bibliometrie heute?
  • Podcasting in der Wissenschaft:
    Chancen für Bibliotheken
  • Einsatzmöglichkeiten von Sprachmodellen bei der Forschungsbewertung
  • Bibliotherapie und Mental Health
  • Mehr Transparenz in der Wissenschaft: Nature veröffentlicht künftig standardmäßig Peer-Review-Berichte
  • Versteckte KI-Prompts in wissenschaftlicher Forschung: Manipulation im Peer Review
  • Open-Access-Tage 2025, Konstanz
  • European Conference on Information Literacy (ECIL), Bamberg
  • Open Science Conference, Hamburg
u.v.m.
  fachbuchjournal

Fünf Jahre DataCite:
Forschungsdaten im Netz für jedermann zugänglich machen

Fast vier Millionen vergebene Digital Object Identifier /
Technische Informationsbibliothek als Gründungsmitglied von Anfang an dabei

Hannover – Der nachhaltige Zugriff auf Forschungsdaten spielt eine wichtige Rolle in der Wissenschaft. Die am 1. Dezember 2009 gegründete Non-Profit-Organisation DataCite (http://www.datacite.org/) sammelt Forschungsdaten im Netz und macht sie dort für jedermann dauerhaft zugänglich und zitierbar. Dafür vergibt DataCite eindeutige und dauerhafte Identifikatoren für digitale Objekte – sogenannte Digital Object Identifier (DOI). Vergleichbar sind die DOI-Namen mit der ISBN bei Büchern – mit einem DOI-Namen sind digitale wissenschaftliche Objekte so einfach zitierbar wie die Seite eines Buchs: Der DOI-Name identifiziert digitale wissenschaftliche Objekte wie Forschungsdaten, Publikationen oder Videos und ist ihnen permanent zugeordnet. Die DOI-Vergabe ist für akademische Einrichtungen in Deutschland seit 2013 kostenlos, in anderen Ländern entstehen für diese Dienstleistung geringe Kosten.

"DOIs in der Wissenschaft akzeptiert und etabliert"

Nach fünf Jahren ist DataCite mit heute 30 Mitgliedern aus 18 Ländern weltweit anerkannt. "War zu Beginn noch viel Überzeugungsarbeit nötig, sind DOI-Namen als entscheidendes Werkzeug für die Wissenschaftscommunity heute akzeptiert und etabliert", erklärt Jan Brase, Geschäftsführer von DataCite. Diesen Erfolg spiegelt auch die Zahl der vergebenen DOI-Namen wider: Ihre Zahl stieg von 800.000 registrierten DOI-Namen im Jahr 2010 bis Ende November 2014 auf mehr als 3,9 Millionen. DataCite ist inzwischen nicht nur namhafter Partner bei der DOI-Vergabe, sondern auch wichtiger Interessenvertreter, wenn es um Datenpublikationen und Datenzitierung geht. DataCite fungiert hier als neutrales Bindeglied zwischen Wissenschaft, Bibliotheken und Verlagen. "Zukünftig wollen wir stetig neue Mitglieder gewinnen, das Auffinden von Forschungsdaten weiter erleichtern und ihre Akzeptanz als eigenständige, zitierfähige digitale wissenschaftliche Objekte steigern", so Brase.

Verbreitung wissenschaftlicher Forschungsdaten erleichtern

DataCite arbeitet im Bereich Forschungsdatenmanagement mit verschiedenen Partnern wie dem World Data System (WDS), der Vereinigung der wissenschaftlichen Verlage STM Association, der internationalen Initiative Research Data Alliance (RDA) oder CrossRef – der DOI-Registrierungsagentur für wissenschaftliche Publikationen – zusammen. Ziel dieser Kooperationen ist es, durch intensiven Datenaustausch und verbesserte Abläufe bei der Datenpublikation den Zugang zu Forschungsdaten zu erleichtern und deren Verbreitung zu unterstützen. Mit dem EU-Projekt ODIN (http://odin-project.eu/) ist das Thema Forschungsdatenmanagement in der EU angekommen. ODIN unterstützt die eindeutige Verknüpfung von Forschenden mit den von ihnen erzeugten Datensätzen. Hierfür werden die Informationen von DataCite und der Open Researcher Contributor Identification Initiative (ORCID), die permanente Identifikatoren für wissenschaftliche Autorinnen und Autoren vergibt, miteinander verbunden.

Technische Informationsbibliothek ist DataCite-Gründungsmitglied

Das internationale Konsortium DataCite hat sich aus einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierten Projekt, das an der Technischen Informationsbibliothek (TIB) angesiedelt war, entwickelt. Gründungsmitglieder der Non-Profit-Organisation sind neben der TIB die British Library, das Technical Information Centre of Denmark, die TU Delft Library, das National Research Council's Canada Institute for Scientific and Technical Information (NRC-CISTI), die California Digital Library und die Purdue University. Seit der Gründung am 1. Dezember 2009 in London sind weitere Forschungsbibliotheken und Wissenschaftsorganisationen DataCite beigetreten. 2014 begrüßte DataCite die estnische Universität Tartu, das Japan Link Center (JaLC), das South African Environmental Observation Network (SAEON) und das CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, als Neumitglieder. Weltweit arbeitet DataCite mit rund 370 Datenzentren zusammen, bei denen Forschende ihre Daten hinterlegen müssen, wenn sie einen DOI-Namen registrieren wollen. DataCite ist offizielle DOI-Registrierungsagentur und Mitglied der International DOI Foundation (IDF). Die Geschäftsstelle von DataCite wird von der TIB in Hannover geführt.

Mehr zu DataCite: www.datacite.org

Ansprechpartner
Technische Informationsbibliothek (TIB)
Dr. Sandra Niemeyer, Pressereferentin
Kommunikation und Marketing
Welfengarten 1 B, 30167 Hannover, Telefon: 0511 762-2772
sandra.niemeyer@tib.uni-hannover.de
www.tib-hannover.de