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Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
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Band 75: Denise Rudolph Band 74: Sophia Paplowski Band 73: Carmen Krause Band 72:
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21. September 2026
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In der Ausgabe 07/2026 (September 2026) lesen Sie u.a.:

  • Je früher Kinder Social Media nutzen, desto schlechter sind ihre schulischen Leistungen
  • Wie KI-gestützte Datenkompetenz-Schulungen das Selbstvertrauen von Ingenieurstudierenden verändern
  • Wie rechtsalternative Medien
    systematisch Klimaskepsis verbreiten
  • Über 15 Mrd. Dollar für Open-Access-Gebühren an nur 14 Verlage
  • Verlage ringen um Regeln,
    während KI-Verdacht
    ganze Buchveröffentlichungen stoppt
  • Wenn ChatGPT zum Bibliothekskatalog wird
  • US-Bibliotheksverband
    veröffentlicht Leitfaden
    zum Umgang mit künstlicher Intelligenz
  • Warum viele Zeitschriftenredaktionen
    trotz Sympathie für Open Access
    bei kommerziellen Verlagen bleiben
  • Über zehntausend Paper-Mill-Artikel zurückgezogen
  • Warum KI nach Ansicht eines US-Forschers einen neuen Informationsschock auslöst
  • IFLA meldet Mitgliederwachstum
    und blickt auf ihr Jubiläumsjahr 2027
  • Warum das Ende physischer Medien
    auch Bibliotheken betrifft
  • Antiquarische Bücher werden für KI-Training gekauft und danach zerstört
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Ein erster Schritt für ein offenes Netz

SUMA-EV begrüßt Weichenstellung der EU

Als einen ersten Schritt für ein offenes und wettbewerbliches Internet sieht der SUMA-EV, Verein für freien Wissenszugang (1), die Ankündigung der EU-Kommission, dem "Quasi-Monopol Google" künftig Auflagen zu machen. "In einer freien Welt darf es nicht sein, dass die DNA der Wissensgesellschaft, nämlich, das Wissen, wo was im Netz zu finden ist, in den Händen nur eines Unternehmens liegt", so Wolfgang Sander-Beuermann (2), geschäftsführender Vorstand des SUMA-EV. Google habe sich seine führende Position durch eigene Leistung, eine kluge M&A-Strategie und eine gut gefüllte Innovationspipeline erarbeitet. "Inzwischen ist Google aber zu einer Marktabschottungsstrategie übergegangen", so Sander Beuermann weiter: "Wir sind gespannt, welche Auflagen die EU-Kommission im Einzelnen machen wird".

Die EU-Auflagen könnten aber nur ein erster Schritt sein. Der SUMA-EV, der vor einigen Monaten gemeinsam mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) einen Kongress zum Thema "Das Internet im Zeitalter von Überwachung und Manipulation - Der Offene Web-Index und andere Gegenmittel" (3) durchgeführt hat, will, gemeinsam Prof. Dirk Lewandowski (HAW), und anderen Initiativen noch vor der Sommerpause ein Konzept für einen Offenen Web-Index vorlegen.

Mit dem Offenen Web-Index (4) könne es gelingen könne, sowohl dem Thema Suchen und Finden, als auch neuen und bahnbrechenden Anwendungen im Netz wieder Chancen und wettbewerbliche Impulse zu geben. "Wir haben aus der Vergangenheit gelernt", so Sander-Beuermann, der das Scheitern des mit EU-Mitteln geförderten deutsch-französischen Suchmaschinen-Projektes Quaero (5) in den Jahren 2005 bis 2013 direkt mitverfolgt hat. Die Dynamik des Netzes erfordert eine differenzierte Aufgabenteilung. Ein öffentlich verfügbarer Web-Index könnte die Lösung sein, die "hoheitliche Aufgabe, zu wissen, wo Wissen zu finden ist", allen zugänglich zu machen. Der Index könne dann und über entsprechende Schnittstellen für Suchmaschinenbetreiber und andere Dienste, wie beispielsweise Geo-Location-Services, verfügbar gemacht werden und damit die Perspektive öffnen, auch gänzliche neue Internetdienste disruptiv zu generieren. "Ein Offener Web-Index ist ein Kreativitätsgenerator: er ermöglicht Anwendungen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können", so Sander-Beuermann.

Erste Überlegungen zur notwendigen Rechenkapazität wurden auf dem Kongress (3) bereits vorgetragen. In weiteren Schritten sollen jetzt, so Sander-Beuermann abschließend, bis in den Sommer ein umsetzungsfähiges Konzept und eine Realisierungsroadmap erarbeitet werden, die dann Teil einer europäischen digitalen Agena sein könnte.

http://suma-ev.de