24. Februar 2024
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ibrary
Essentials

In der Ausgabe 10/2023-1/2024 (Dez. 2023/Jan. 2024) lesen Sie u.a.:

  • AI Literacy in Bibliotheken und Wissenschaft
  • Bibliotheken und das Metaversum
  • Library Publishing und das Problem der Langzeitarchivierung von
    Open-Access-Publikationen
  • Gender und Sexualität in Bibliotheken
  • Entwicklungen im Bereich Open Science
    im Jahr 2023
  • Auskunfts- und Informationsdienste
    in Bibliotheken
  • Die transparente Dokumentation
    von Cultural Heritage Datasets
  • Die Rolle der Bibliotheken
    im Bereich reproduzierbarer Forschung
  • Bibliothekstrends 2023 in UK
  • Open Acces und DEAL
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 6 / 2023

BIOGRAFIEN
Vergessene Frauen werden sichtbar

FOTOGRAFIE
„In Lothars Bücherwelt walten magische Kräfte.“
Glamour Collection, Lothar Schirmer, Katalog einer Sammlung

WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Hingabe an die Sache des Wissens

MUSIK
Klaus Pringsheim aus Tokyo
Ein Wanderer zwischen den Welten

MAKE METAL SMALL AGAIN
20 Jahre Malmzeit

ASTRONOMIE
Sonne, Mond, Sterne

LANDESKUNDE
Vietnam – der aufsteigende Drache

MEDIZIN | FOTOGRAFIE
„Und ja, mein einziger Bezugspunkt
bin ich jetzt selbst“

RECHT
Stiftungsrecht und Steuerrecht I Verfassungsrecht I Medizinrecht I Strafprozessrecht

uvm

Was lesen Sie denn da?

Bücherlesen im öffentlichen Raum macht neugierig

Ist es neugierig, kontaktfreudig oder einfach nur indiskret und peinlich, einen Leser am Strand, im Schwimmbad oder im Zug auf das dicke Buch anzusprechen? Neugierige Baden-Württemberger schlagen dabei gehemmte Saarländer. „Was lesen Sie denn da?“ – Immerhin 16,6 Prozent der Baden-Württemberger finden diese Frage gar nicht peinlich und erkundigen sich nach dem Inhalt des gelesenen Buches. In feiner Zurückhaltung üben sich dagegen die Saarländer mit mageren 4,7 Prozent, der Bundesdurchschnitt liegt bei 13,5 Prozent. Das ergab eine Umfrage unter 5.000 Deutschen ab 14 Jahren im Auftrag von Vorsicht Buch!, der Kampagne der deutschen Buchbranche.

Muss man sich um das Saarland Sorgen machen? „Ganz und gar nicht“, meint Brigitte Gode, Inhaberin der Buchhandlung Gollenstein in der saarländischen Kur- und Barockstadt Blieskastel. „Man muss den Saarländern nur laut vorlesen, dann steigen sie ein! Am Welttag des Buches haben wir in der Stadt Schüler vorlesen lassen: Jeder blieb stehen und fing ein Gespräch an!“

Prinzipiell neugierig auf den Lesestoff der anderen sind eine ganze Menge der Befragten. 57,5 Prozent versuchen wenigstens, den Buchtitel zu erspähen. Frauen sind mit 62,4 Prozent dabei deutlich neugieriger als Männer, die es auf einen Durchschnitt von 52,3 Prozent bringen. Die Teenager sind beim heimlichen Erspähen Spitzenreiter mit 70,5 Prozent, die über 60-Jährigen sind mit einem Anteil von 48,2 Prozent gelassener geworden.

Wie ist denn das Buch? Ist es wirklich so gut? Am Urteil der Lesenden interessiert sind viele der Befragten. Doch, so zeigt sich, wünschen ist hier stärker als tun: Fragen, ob das Buch denn gut ist, würden gerne 24,6 Prozent aller Befragten. Es tatsächlich tun, das machen dann aber nur 16,5 Prozent. Am direktesten sind dabei die Rheinland-Pfälzer: Hier schreiten 20,5 Prozent der Befragten zur Tat und sprechen den Lesenden an. Die zurückhaltenden Thüringer oder auch die Hamburger können sich da eine Scheibe Kontaktfreudigkeit abschneiden. In Hamburg ist man mit 9,7 Prozent nämlich nur ein kleines bisschen weniger zurückgenommen als Schlusslicht Thüringen mit 9,6 Prozent der Befragten.

Richtig gern nach der Qualität der Lektüre fragen, das würden 31,7 Prozent der Befragten in Mecklenburg-Vorpommern. Wesentlich weniger scharf auf das Urteil der Lesenden sind die Bayern, die mit grade mal 20,9 Prozent hier das Schlusslicht bilden. Ist den Bayern also alles Wurscht? Beate Laufer-Johannes, Inhaberin der Bücherinsel in Frauenaurach bei Erlangen: „Aber nein! Den Bayern ist natürlich nicht alles wurscht. Wir leben nur nach dem Motto ‚Lesen und Lesen lassen‘!“

Die Umfrage wurde im Mai 2015 im Rahmen der Kampagne Vorsicht Buch!, einer Initiative der deutschen Buchbranche, von Research Now® durchgeführt. Auftraggeber ist der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.