24. Februar 2024
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ibrary
Essentials

In der Ausgabe 10/2023-1/2024 (Dez. 2023/Jan. 2024) lesen Sie u.a.:

  • AI Literacy in Bibliotheken und Wissenschaft
  • Bibliotheken und das Metaversum
  • Library Publishing und das Problem der Langzeitarchivierung von
    Open-Access-Publikationen
  • Gender und Sexualität in Bibliotheken
  • Entwicklungen im Bereich Open Science
    im Jahr 2023
  • Auskunfts- und Informationsdienste
    in Bibliotheken
  • Die transparente Dokumentation
    von Cultural Heritage Datasets
  • Die Rolle der Bibliotheken
    im Bereich reproduzierbarer Forschung
  • Bibliothekstrends 2023 in UK
  • Open Acces und DEAL
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 6 / 2023

BIOGRAFIEN
Vergessene Frauen werden sichtbar

FOTOGRAFIE
„In Lothars Bücherwelt walten magische Kräfte.“
Glamour Collection, Lothar Schirmer, Katalog einer Sammlung

WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Hingabe an die Sache des Wissens

MUSIK
Klaus Pringsheim aus Tokyo
Ein Wanderer zwischen den Welten

MAKE METAL SMALL AGAIN
20 Jahre Malmzeit

ASTRONOMIE
Sonne, Mond, Sterne

LANDESKUNDE
Vietnam – der aufsteigende Drache

MEDIZIN | FOTOGRAFIE
„Und ja, mein einziger Bezugspunkt
bin ich jetzt selbst“

RECHT
Stiftungsrecht und Steuerrecht I Verfassungsrecht I Medizinrecht I Strafprozessrecht

uvm

Max-Herrmann Preis 2009 an Günter de Bruyn

In diesem Jahr erhält der Schriftsteller Günter de Bruyn die wichtigste Auszeichnung, die in Deutschland für Verdienste um das Bibliothekswesen vergeben wird. Seit dem Jahr 2000 verleihen die Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e.V. mindestens alle zwei Jahre den undotierten Max-Herrmann-Preis an eine Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise um das Bibliothekswesen und die Staatsbibliothek zu Berlin verdient gemacht hat. Zu den von einer Jury ausgewählten Preisträgern gehörten bislang neben anderen die Historikerin und Gründerin der Mendelssohn-Gesellschaft, Cécilie Lowenthal-Hensel, der langjährige Direktor der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel und Retter der Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale), Paul Raabe, sowie zuletzt die frühere Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder, Karin von Welck.

Mit Günter de Bruyn erhält erstmals einer der großen Schriftsteller unseres Landes diesen Preis. Er wurde 1926 in Berlin geboren und hat, abgesehen von den Kriegsjahren, ausschließlich in Berlin und Brandenburg gelebt und gearbeitet, geschrieben und gelesen. Zunächst war er als Lehrer und Bibliothekar in Berlin (Ost) tätig, bevor er sich 1961 entschloss, freier Autor zu sein. In seinen zahlreichen literarischen und essayistischen Werken – vielfach preisgekrönt – hat er sich immer wieder Berlin und seinem märkischen Umland gewidmet. Die Berliner Staatsbibliothek hat er stets als großartige wissenschaftliche Quelle zu nutzen verstanden. Seine nachdrückliche Verbundenheit mit dieser Institution bekundete er im Jahr 1997 als Gründungsmitglied des Vereins Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e.V.

Der Preis ist nach dem bedeutenden Literaturwissenschaftler Max Hermann benannt, der 1923 an der Humboldt-Universität zu Berlin das weltweit erste Theaterwissenschaftliche Institut gründete. Bereits 1933 wurde der brillante Forscher zwangsemeritiert. In der Staatsbibliothek durfte er keine Bücher mehr ausleihen, durfte diese lediglich – über siebzigjährig – am Stehpult einsehen. Im Jahr 1942 wurde er im KZ Theresienstadt ermordet. Im Gedenken an Max Herrmann wird der Preis in der Regel am 10. Mai vergeben, jenem Tag, an dem im Jahr 1933 in unmittelbarer Nähe der Staatsbibliothek öffentlich Bücher verbrannt wurden.

Verleihung des Max-Herrmann-Preises 2009 an Günter de Bruyn

Samstag, 9. Mai 2009; 18 Uhr
Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Otto-Braun-Saal; Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin