13. April 2024
  WEITERE NEWS
Aktuelles aus
L
ibrary
Essentials

In der Ausgabe 2/2024 (März 2024) lesen Sie u.a.:

  • „Need to have”
    statt „nice to have”.
    Die Evolution
    der Daten in der Forschungsliteratur
  • Open-Access-Publikationen: Schlüssel zu höheren Zitationsraten
  • Gen Z und Millennials lieben
    digitale Medien UND Bibliotheken
  • Verliert Google seinen Kompass?
    Durch SEO-Spam werden
    Suchmaschinen zum Bingospiel
  • Die Renaissance des gedruckten Buches: Warum physische Bücher in der digitalen Welt relevant bleiben
  • KI-Halluzinationen: Ein Verwirrspiel
  • Die Technologie-Trends des Jahres 2024
  • KI-Policies und Bibliotheken: Ein globaler Überblick und Handlungsempfehlungen
  • Warum Bücherklauen aus der Mode gekommen ist
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 6 / 2023

BIOGRAFIEN
Vergessene Frauen werden sichtbar

FOTOGRAFIE
„In Lothars Bücherwelt walten magische Kräfte.“
Glamour Collection, Lothar Schirmer, Katalog einer Sammlung

WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Hingabe an die Sache des Wissens

MUSIK
Klaus Pringsheim aus Tokyo
Ein Wanderer zwischen den Welten

MAKE METAL SMALL AGAIN
20 Jahre Malmzeit

ASTRONOMIE
Sonne, Mond, Sterne

LANDESKUNDE
Vietnam – der aufsteigende Drache

MEDIZIN | FOTOGRAFIE
„Und ja, mein einziger Bezugspunkt
bin ich jetzt selbst“

RECHT
Stiftungsrecht und Steuerrecht I Verfassungsrecht I Medizinrecht I Strafprozessrecht

uvm

Neues aus der Digitalisierung:
Handschriften aus dem Kloster Reichenau ab sofort vollständig online verfügbar

Die Badische Landesbibliothek wählt jedes Jahr bestimmte Segmente ihres einzigartigen Bestandes für umfangreiche Digitalisierungsprojekte aus, um das nach Handschriften, Musikalien und Regionalia gegliederte Angebot ihrer „Digitalen Sammlungen“ kontinuierlich auszubauen.

Vor kurzem konnte die Badische Landesbibliothek nun die im Jahr 2016 begonnene Digitalisierung sämtlicher mittelalterlicher Handschriften aus dem ehemaligen Benediktinerkloster Reichenau abschließen. Zusammen mit der Sammlung von 212 bereits im 19. Jahrhundert aus Reichenauer Einbänden ausgelösten Fragmenten ist damit der gesamte Handschriftenbestand der Reichenauer Klosterbibliothek mit insgesamt über 130.000 Seiten digitalisiert. Er ist weltweit unter https://digital.blb-karlsruhe.de/21210 zu erreichen.

Die insgesamt 164 Papier-und 267 Pergamentcodices stammen größtenteils aus der Blütezeit des im 8. Jahrhundert gegründeten Klosters, das sich im frühen und hohen Mittelalter zu einem monastischen Zentrum mit großer Strahlkraft innerhalb von Europa entwickelte. Im Jahr 1757 wurde die Reichenauer Abtei, die seit dem späten Mittelalter immer stärker an Bedeutung verloren hatte, schließlich aufgehoben. Nach der Säkularisation gelangte der vollständige noch erhaltene Handschriftenbestand im Jahr 1805 in die Großherzogliche Hofbibliothek nach Karlsruhe.

Schon im 18. Jahrhundert hatte man die besondere kulturhistorische Bedeutung der Sammlung erkannt: Noch auf der Insel Reichenau inventarisierte Martin Gerbert (1720–1793), späterer Für-stabt der Benediktinerabtei St. Blasien, im Jahr 1760 sämtliche Handschriften des Klosters. Alfred Holder (1840–1916), Leiter der Handschriftenabteilung der Großherzoglichen Hof- und Landes-bibliothek von 1904 bis 1916, beschrieb die Handschriften dann später für den Karlsruher Handschriftenkatalog detailliert in drei Bänden, die ebenfalls online unter https://digital.blb-karlsruhe.de/95143 zugänglich sind.