3. Dezember 2022
  WEITERE NEWS
Aktuelles aus
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ibrary
Essentials

In der Ausgabe 7/2022 (Oktober 2022) lesen Sie u.a.:

  • Aus Informations­kompetenz wird Digital Literacy
  • Neue Chance für Chatbots in Bibliotheken?
  • Enterprise Search bleibt eine Herausforderung für Unternehmen
  • Die führenden Wissenschaftsverlage
    haben ihre Geschäftsmodelle
    an Open Access angepasst
  • Empfehlungen, um die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft zu stärken
  • Zum Wert von Informationen
  • Internet Economy Report 2022:
    Europa droht digital den Anschluss
    an die USA und China zu verlieren
  • Weiterverkauf von E-Books mittels NFTs?
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 5 / 2022

AUSSTELLUNGEN

  • Islam in Europa 1000–1250
  • Die Normannen

AUTOBIOGRAFIE
Uwe Wesel: Wozu Latein, wenn man gesund ist? Ein Bildungsbericht

RECHT
Jura für Nichtjuristen | Strafrecht | Strafvollzug | Straßen- und Schienenwegerecht | Zivilprozessrecht | Insolvenzrecht | Notarrecht

BIOGRAFIEN

PSYCHOLOGIE

MEDIZIN | GESUNDHEIT

BETRIEBSWIRTSCHAFT

uvm

Neues aus der Digitalisierung:
Handschriften aus dem Kloster Reichenau ab sofort vollständig online verfügbar

Die Badische Landesbibliothek wählt jedes Jahr bestimmte Segmente ihres einzigartigen Bestandes für umfangreiche Digitalisierungsprojekte aus, um das nach Handschriften, Musikalien und Regionalia gegliederte Angebot ihrer „Digitalen Sammlungen“ kontinuierlich auszubauen.

Vor kurzem konnte die Badische Landesbibliothek nun die im Jahr 2016 begonnene Digitalisierung sämtlicher mittelalterlicher Handschriften aus dem ehemaligen Benediktinerkloster Reichenau abschließen. Zusammen mit der Sammlung von 212 bereits im 19. Jahrhundert aus Reichenauer Einbänden ausgelösten Fragmenten ist damit der gesamte Handschriftenbestand der Reichenauer Klosterbibliothek mit insgesamt über 130.000 Seiten digitalisiert. Er ist weltweit unter https://digital.blb-karlsruhe.de/21210 zu erreichen.

Die insgesamt 164 Papier-und 267 Pergamentcodices stammen größtenteils aus der Blütezeit des im 8. Jahrhundert gegründeten Klosters, das sich im frühen und hohen Mittelalter zu einem monastischen Zentrum mit großer Strahlkraft innerhalb von Europa entwickelte. Im Jahr 1757 wurde die Reichenauer Abtei, die seit dem späten Mittelalter immer stärker an Bedeutung verloren hatte, schließlich aufgehoben. Nach der Säkularisation gelangte der vollständige noch erhaltene Handschriftenbestand im Jahr 1805 in die Großherzogliche Hofbibliothek nach Karlsruhe.

Schon im 18. Jahrhundert hatte man die besondere kulturhistorische Bedeutung der Sammlung erkannt: Noch auf der Insel Reichenau inventarisierte Martin Gerbert (1720–1793), späterer Für-stabt der Benediktinerabtei St. Blasien, im Jahr 1760 sämtliche Handschriften des Klosters. Alfred Holder (1840–1916), Leiter der Handschriftenabteilung der Großherzoglichen Hof- und Landes-bibliothek von 1904 bis 1916, beschrieb die Handschriften dann später für den Karlsruher Handschriftenkatalog detailliert in drei Bänden, die ebenfalls online unter https://digital.blb-karlsruhe.de/95143 zugänglich sind.