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Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
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Sabine Wolf (Hrsg.)
Band 75: Denise Rudolph Band 74: Sophia Paplowski Band 73: Carmen Krause Band 72:
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14. März 2026
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In der Ausgabe 02/2026 (März 2026) lesen Sie u.a.:

  • Seniorinnen und Senioren entdecken soziale Netzwerke – Chancen und Aufgaben für Bibliotheken
  • Chatbots im Auskunftsdienst wissenschaftlicher Bibliotheken
  • Bibliotheken unter Druck – Was der Hamburger Sparkurs über den Zustand
    des Wissenschaftssystems verrät
  • Die „Big Three“ der Wissenschaftsinformation – Web of Science, Scopus und OpenAlex im systematischen Vergleich
  • Der Strukturwandel im italienischen Buchmarkt – Lehren für Europa,
    die Leseförderung, den Buchhandel
    und Künstliche Intelligenz
  • GenAI in der Hochschulbildung –
    Wer forscht weltweit zu ChatGPT und Co.?
  • Jenseits des Akronyms –
    Wie wissenschaftliche Bibliotheken DEI
    unter politischem Druck neu verankern
  • Kann Bibliotherapie helfen, die Krisen
    der Gegenwart zu bewältigen?
  • Web-Barrierefreiheit pragmatisch umsetzen – Kleine Schritte mit großer Wirkung
  • Wenn die KI die Nachrichten auswählt, verändert sich die öffentliche Wahrnehmung
  • Zwischen Plattformökonomie und kulturellem Gedächtnis – Hat das physische Medium noch eine Zukunft?
u.v.m.
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Vom „Teilen“ wissenschaftlicher Information: Die Open-Access-Tage 2018

© Lunghammer – TU Graz
Expertinnen und Experten aus Deutschand, Österreich und der Schweiz treffen sich zu den Open-Access-Tagen an der TU Graz.

300 Expertinnen und Experten treffen sich von 24. bis 26. September bei den Open-Access-Tagen an der TU Graz. Zentrale Themen neben vielfältigen Aspekten von Open Access: die European Open Science Cloud und der Umgang mit Open Educational Resources, also lizenzfreien Lehr- und Lernmaterialien.

Viele Wege führen zu Open Access, dem freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen: der grüne, der goldene oder auch der hybride Weg. Sie alle bezeichnen unterschiedliche Strategien der Open-Access-Publikation, und sie alle stellen sicher, dass die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung offen und öffentlich zugänglich sind. Der grüne Weg etwa meint die parallele Veröffentlichung in einem Verlag und als Open-Access-Publikation, der goldene die primäre Veröffentlichung des wissenschaftlichen Textes in einem Open-Access-Medium. Im Rahmen der Tagung in Graz diskutieren Vertreterinnen und Vertreter von Bibliotheken und Verlagen, aus Wissenschaft und forschungsnaher Kommunikation aus Österreich, Deutschland und der Schweiz aktuelle und zukünftige Open-Access-Strategien, Veränderungen in der Publikationspraxis, sich daraus ergebende Herausforderungen sowie die Verknüpfung etwa mit Open Science.

Ulrike Krießmann, Leiterin von Bibliothek und Archiv der TU Graz, freut sich über die Programmvielfalt der heurigen Tagung: „Neben den vielen Aspekten von Open Access diskutieren wir heuer als einen Schwerpunkt die Bedeutung frei zugänglicher wissenschaftlicher Publikationen für den offenen Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft im Kontext von Citizen Science. Auch die Finanzierung von Open Access ist ein zentrales Thema und wir beleuchten verschiedenste Open-Access-Geschäftsmodelle, Publikationsfonds oder Read & Publish-Modelle. Und – das freut mich als Vertreterin der TU Graz besonders – wir setzen heuer erstmals einen Programmschwerpunkt auf Open Educational Resources, also auf die öffentliche Bereitstellung von lizenzfreien Lehr- und Lernmaterialien, ein Bereich, in dem die TU Graz ganz besonders aktiv ist und einen essenziellen Beitrag leistet.“

Auf dem Weg zu einer European Open Science Cloud

Im Rahmen der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft liegt eine Initiative im Bereich Wissenschaft und Forschung auf der Umsetzung der European Open Science Cloud, kurz EOSC. Diese soll für die wissenschaftliche Gemeinschaft und ihre Netzwerke den europaweiten offenen und rechtssicheren Austausch und die Nachnutzung von Forschungsdaten und Ergebnissen aus vielen Disziplinen sicherstellen. Paolo Budroni von der Universität Wien wird dieses ambitionierte Projekt im Rahmen der Tagung vorstellen und erklärt: „Ziel dieser Initiative ist die weltweite Führung der EU im Bereich der wissenschaftlichen Dateninfrastruktur, damit europäische Forschende das Potenzial der datengesteuerten Wissenschaft voll nutzen können und dabei möglichst unabhängig von internationalen kommerziellen Anbietern bleiben.“ Welche Implikationen eine solche Datenbank für Forschende hat, wie das Zusammenspiel von Open Science mit Open Access, Open Data und Open Educational Resources (OER) aussieht und was sich die Politik davon erhofft, diskutieren Expertinnen und Experten anlässlich der Tagung in Graz.

Lehr- und Lernmaterialien frei zugänglich machen

Nicht nur im Bereich der wissenschaftlichen Publikation, auch im Bereich der Lehre geht der Trend in Richtung Open Educational Resources. Freie Lehr- und Lernmaterialien mit einer offenen Lizenz werden eingeschränkt (etwa nur innerhalb der Universität) oder uneingeschränkt einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Wie der Aufbau einer nationalen OER-Infrastruktur am Beispiel des Open-Education-Austria-Projektes aussehen kann und welche Strategie Österreich zur Verwendung und Verbreitung von OER an österreichischen Universitäten verfolgt, stellen im Rahmen der Tagung Vertreterinnen und Vertreter von TU Graz und Universität Wien vor.

Open Access, quo vadis?

Nicht zu kurz kommen in den Vorträgen, Workshops und Diskussionen natürlich die verschiedensten aktuellen Aspekte von Open Access in Verschränkung mit anderen Disziplinen. Vertreterinnen und Vertreter der TU9-Universitäten, der neun führenden technischen Universitäten Deutschlands, stellen den Open-Access-Publikationsfonds als ein zentrales Förderinstrument für Open-Access-Veröffentlichungen vor. Diskutiert werden auch neue Subskriptionsmodelle wie das Publish & Read Modell, oder die sich verbreitende Publikationskultur, wissenschaftliche Texte schon vor dem abgeschlossenen Begutachtungsverfahren, dem sogenannten Peer Review, als Preprint oder Working Paper zu veröffentlichen und welche Auswirkungen dies auf Publikationspraxis und die universitätseigenen Repositorien hat. Und schließlich wird die Zukunft des eingangs beschriebenen „Grünen Weges“ beleuchtet und die damit verbundenen Zweitveröffentlichungsrechte thematisiert.

Für Wissenschafterinnen und Wissenschafter, die nicht am gesamten Tagungsprogramm teilnehmen können, hat das Organisationsteam ein halbtägiges, kostenloses Programm zusammengestellt, das sich speziell an Forschende richtet. Wissenswertes rund um das Publizieren in Open Access wird dabei ebenso vorgestellt wie ein Ausblick auf die Zukunft von Open Science gegeben.

https://ub.tugraz.at/