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Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
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Band 75: Denise Rudolph Band 74: Sophia Paplowski Band 73: Carmen Krause Band 72:
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27. April 2026
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In der Ausgabe 03/2026 (April 2026) lesen Sie u.a.:

  • Nationales Kultur­erbe unter Druck: Der Stopp des DNB-Erweiterungsbaus und seine Folgen
  • Entwicklungen im Medienalltag
  • Vom Datenhype zur Datenkompetenz: Warum Data Literacy zur Kernaufgabe
    von Bibliotheken wird
  • Warum Bibliotheken bei KI, Lizenzen
    und Fair Use mitreden müssen
  • Entwicklungen für die Zukunft
    von Bibliotheken
  • Forschungsdaten als Publikationsform
  • Wie Forschende mit KI-gestützten Recherchetools arbeiten
  • KI-Erschöpfung und „Vocational Awe“
    in wissenschaftlichen Bibliotheken
  • Aufmerksamkeitskrise oder Designproblem? Was Bibliotheken aus der Debatte über Lesen und Bildschirme lernen können
  • Die Stiftsbibliothek St. Gallen:
    Ein 1.300 Jahre altes Wissensarchiv
  • Bibliotheken als Räume für Wohlbefinden
    im Gesundheitswesen
  • Das Ende eines Formats: Der Niedergang des Massenmarkt-Paperbacks
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Dr. Hannelore Vogt erhält die Karl-Preusker-Medaille 2019

Der Dachverband der Bibliotheksverbände, Bibliothek & Information Deutschland (BID) e.V., verleiht die Karl-Preusker-Medaille 2019 an die Direktorin der Stadtbibliothek Köln, Dr. Hannelore Vogt. Die Bundesvereinigung würdigt damit Hannelore Vogts innovatives Denken und Handeln, mit dem sie die Stadtbibliothek Köln zu einer der attraktivsten Kultur- und Bildungsreinrichtungen vergleichbarer Art in Europa gemacht hat. Sie hat dadurch der gesamten deutschen Bibliotheksszene wichtige Impulse gegeben. Die Auszeichnung wird am 31. Oktober 2019 in Köln verliehen.

In ihrer Begründung hebt die Jury hervor, dass Dr. Hannelore Vogt risikofreudig und mit unkonventionellen Denkansätzen viele innovative Entwicklungen angestoßen hat, die eine große Resonanz bei den Nutzerinnen und Nutzern bewirkt haben. Sie betrachte diese als teilnehmende Akteurinnen und Akteure – so gäben beispielsweise junge Menschen als „Junior Experten“ ihr Wissen an Erwachsene weiter. Bürgerbeteiligung und aktive Teilhabe stünden für sie im Vordergrund.

Sie initiierte das deutschlandweit erste MINT-Festival und etablierte den ersten Makerspace, ein öffentlich zugängliches Experimentierlabor, in einer deutschen Bibliothek. Gerade der kollaborative Ansatz der Makerspace-Initiative hat große Strahlkraft in das gesamte öffentliche Bibliothekswesen hinein entfaltet und wurde mittlerweile an vielen Standorten umgesetzt oder weiterentwickelt. Auch neu konzipierte Veranstaltungsreihen wie MINT-Vorlesepaten, Virtual Reality Kurse oder „Science Slams“, gehen mutig über traditionelle Lernformate hinaus und nehmen auch die digitale Bildung in den Fokus.

Mit der Stadtteilbibliothek in Köln-Kalk realisierte sie einen idealen „Dritten Ort“, einen Wohlfühlort mit hoher Aufenthaltsqualität, der weit über Deutschlands Grenzen hinaus Aufmerksamkeit erregt. Mit partizipativen Angeboten und digitalen Services nimmt sie mediale und gesellschaftliche Entwicklungen auf und positioniert die Stadtbibliothek als öffentlichen Ort mitten in der Stadtgesellschaft.

Hannelore Vogt geht mit ungewöhnlichen Partnern wie FabLabs oder dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) Kooperationen ein und beschreitet so neue Wege. Die Stadtbibliothek Köln wurde für ihre wegweisende strategische Arbeit 2015 mit dem Prädikat „Bibliothek des Jahres“ ausgezeichnet, Hannelore Vogt selbst erhielt im selben Jahr vom Kölner Kulturrat den Titel „Kulturmanagerin des Jahres“. Vorher wurde unter ihrer Leitung auch die Stadtbücherei Würzburg als „Bibliothek des Jahres“ prämiert und mit dem branchenübergreifenden „Bayern-Online-Preis“ gewürdigt. Als unermüdliche Botschafterin für Kultur- und Bildungsarbeit und für das Lebenslange Lernen tritt sie unter anderem als Referentin des Goethe-Instituts weltweit in Erscheinung und war für die Bill & Melinda Gates Foundation als strategische Beraterin tätig.

Indem sie Bibliothek anders denkt und neue Ideen proaktiv umsetzt, hat Dr. Hannelore Vogt einen herausragenden Beitrag zur Entwicklung des deutschen Bibliothekswesens geleistet. Sie wird die Karl-Preusker-Medaille am 31. Oktober 2019 in Köln entgegennehmen. Die Laudatio wird der Intendant der Kölner Philharmonie, Louwrens Langevoort, halten.

Die Karl-Preusker-Medaille erinnert an Karl Benjamin Preusker (1786-1871), der am 24. Oktober 1828 im sächsischen Großenhain eine Schulbibliothek gründete, aus der wenig später die erste Öffentliche Bibliothek in Deutschland hervorging.

Die Auszeichnung wird seit 1996 an Personen und Institutionen verliehen, die den Kultur- und Bildungsauftrag des Bibliothekswesens in herausragender Weise fördern und unterstützen. Zu den Persönlichkeiten, die bisher mit der Medaille geehrt wurden, gehören unter anderem Bundespräsident a. D. Horst Köhler, Ranga Yogeshwar und die Allianz der Wissenschaftsorganisationen.

https://www.bideutschland.de/de_DE/karl-preusker-medaille