INNOVATIV
Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
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24. April 2026
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Essentials

In der Ausgabe 03/2026 (April 2026) lesen Sie u.a.:

  • Nationales Kultur­erbe unter Druck: Der Stopp des DNB-Erweiterungsbaus und seine Folgen
  • Entwicklungen im Medienalltag
  • Vom Datenhype zur Datenkompetenz: Warum Data Literacy zur Kernaufgabe
    von Bibliotheken wird
  • Warum Bibliotheken bei KI, Lizenzen
    und Fair Use mitreden müssen
  • Entwicklungen für die Zukunft
    von Bibliotheken
  • Forschungsdaten als Publikationsform
  • Wie Forschende mit KI-gestützten Recherchetools arbeiten
  • KI-Erschöpfung und „Vocational Awe“
    in wissenschaftlichen Bibliotheken
  • Aufmerksamkeitskrise oder Designproblem? Was Bibliotheken aus der Debatte über Lesen und Bildschirme lernen können
  • Die Stiftsbibliothek St. Gallen:
    Ein 1.300 Jahre altes Wissensarchiv
  • Bibliotheken als Räume für Wohlbefinden
    im Gesundheitswesen
  • Das Ende eines Formats: Der Niedergang des Massenmarkt-Paperbacks
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Aktueller Bericht zur Lage der Bibliotheken 2019/2020 erschienen

Bibliotheken sind öffentliche Räume, die 2018 über 220 Mio. Mal besucht wurden. Sie sind Treffpunkt der Bürger*innen und weit mehr als nur Orte des Ausleihens von Büchern und E-Books. Zum Kernauftrag von Bibliotheken gehört es, mit der Bereitstellung von Informationen und professioneller Beratung zur Meinungs- und Informationsfreiheit beizutragen. Bibliotheken ermöglichen ihren Nutzer*innen, sich über Positionen und Gegenpositionen zu informieren und eigene Meinungen zu entwickeln. Dadurch tragen Bibliotheken zur politischen Willensbildung und zur gesellschaftlichen Teilhabe bei. Versuche, politischen Einfluss auf Bibliotheken zu nehmen, sind zunehmend zu beobachten. Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) fordert daher Träger von Bibliotheken und politisch Verantwortliche auf, den Auftrag der bibliothekarischen Arbeit nachhaltig zu fördern und zu unterstützen.

Einmal im Jahr veröffentlicht der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) den „Bericht zur Lage der Bibliotheken“. Darin legt er Zahlen und Fakten zur Entwicklungen und der Arbeit der Bibliotheken vor und formuliert bibliothekspolitische Forderungen.

In diesem Jahr legt der Bericht seinen Schwerpunkt auf den Ausbau der Netzinfrastruktur vor allem in ländlichen Gebieten, die verstärkte Finanzierung der Fort- und Weiterbildung von Bibliothekar*innen sowie auf die Ausweitung der Bibliothekstantieme auf E-Books. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Umsetzung der europäischen Richtlinie für Urheberrecht, die Entfristung der sogenannten Schrankenregelung im Urheberwissensgesellschaftsgesetz und in der weiteren Umsetzung von Open Access. Das Projekt DEAL zur bundesweiten Lizenzierung von Zeitschriften-Angeboten großer Wissenschaftsverlage konnte 2019 beispielsweise mit dem Wiley-Vertrag einen wichtigen Beitrag zur Open-Access-Transformation leisten.

Dazu Prof. Dr. Andreas Degkwitz, Bundesvorsitzender des Deutschen Bibliotheksverbandes: „Bibliotheken stehen für das im Grundgesetz verankerte Recht auf Informationsfreiheit ein und tragen zur politischen Willensbildung und zur gesellschaftlichen Teilhabe bei. In Zeiten von Falschinformationen und Populismus sind Bibliotheken als Orte freier Information und freier Meinungsäußerung wichtiger denn je. Mit Sorge sehen wir, dass immer häufiger versucht wird, politischen Einfluss auf Bibliotheken zu nehmen. Um diesen Entwicklungen spürbar entgegenzuwirken, tun wir gut daran, unsere Bibliotheken in ihrer Arbeit zu stärken.“

„Bericht zur Lage der Bibliotheken 2019/2020“ als pdf-Download