5. März 2021
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In der Ausgabe
10/2020 - 1/2021 (Jan./Feb. 2021)
lesen Sie u.a.:

  • Vergleichsstudie zu Abstract-Datenbanken
  • Untersuchung zur bibliothekarischen Berufspraxis in Deutschland
  • Eine neue Generation von Metadaten für Bibliotheken wird gesucht
  • Künstliche Intelligenz aus der Sicht von Informationsfachleuten
  • It was twenty years ago... Happy Birthday, Wikipedia!
  • Zurückgezogene wissenschaftliche Arbeiten leben häufig weiter
u.v.m.
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Ausgabe 1 / 2021

RECHT

  • Covid-19-Pandemie im Spiegel juristischer Fachliteratur
  • Pandemiestrafrecht
  • Arbeitsrecht

ZEITGESCHICHTE

  • Fritz Bauer und Achtundsechzig
  • Josef Wirmer – Die Wiederherstellung der Herrschaft des Rechts

MEDIEN | ZEITUNGEN

  • Neue Zürcher Zeitung
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung
  • Hannoverscher Anzeiger

LANDESKUNDE

    Japan

VERLAGE

  • Schott Music Group
  • S. Fischer
  • 75 Jahre Evangelische Verlagsanstalt

BUCH- UND BIBLIOTHEKSWISSENSCHAFTEN

uvm

Simuliertes Recherchieren – Forscherteam optimiert Literatursuche

DFG-Projekt SINIR beschleunigt die Entwicklung digitaler Bibliotheken

Am 1. Oktober startete das Projekt SINIR, eine Kooperation der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft mit den Universitäten Weimar und Passau. SINIR entwickelt Simulationsumgebungen für digitale Bibliotheken, die ihre Innovationszyklen durch simuliertes Nutzerberhalten verkürzen wollen. SINIR steht für „Simulating Interactive Information Retrieval“. Projektpartner sind neben der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (www.zbw.eu) die Universitäten Passau und Weimar.

Um das Nutzererlebnis für verschiedene Nutzertypen bei der Literaturrecherche zu verbessern, fahren die Entwickler*innen von Informationssystemen und Suchmaschinen in der Regel umfangreiche Vergleichstests mit echten Menschen. Umfangreich deshalb, weil es nahezu unendlich viele Suchszenarien gibt. Diese sogenannten A/B-Tests sind jedoch langwierig und benötigen für jedes Szenario große Testgruppen.

Einen Lösungsansatz bieten hier Simulationen von Nutzerinteraktionen – sie lassen sich vergleichsweise schnell und massenhaft generieren.

Das DFG-Projekt SINIR („Simulating Interactive Information Retrieval“) erforscht, entwickelt und erprobt in den kommenden drei Jahren Verfahren zur Simulation von Nutzerinteraktionen im Kontext des wirtschaftswissenschaftlichen Fachportals EconBiz (www.econbiz.de). Sehr geehrter Herr König,SINIR will die Entwicklungsaufwände sowie Innovationszyklen für tatsächliche Anpassungen weitestgehend zu reduzieren helfen. Ziel des Projekts ist es, eine methodische und datentechnische Basis für die Simulation von Änderungen im Suchinterface, in der Anfrageformulierung oder in der Trefferdarstellung zu schaffen, ohne hierzu das Produktivsystem direkt selbst immer gleich anpassen zu müssen. Auf diese Weise sollen aufwändige Anpassungen oder Erweiterungen eines Informationsangebots wie EconBiz hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Nutzerinteraktionen im Vorfeld möglichst antizipiert werden, bevor sie in das Produktivsystem tatsächlich Eingang finden.

ZBW-Direktor Prof. Dr. Klaus Tochtermann: „Wir bauen mit SINIR an der Zukunft der digitalen Bibliothek und werden am Ende der Projektlaufzeit forschungsbasierte Empfehlungen aussprechen und offen bereitgestellte Software für andere Retrieval-Systeme bereitstellen können.“

Über das SINIR-Projektkonsortium:
Das SINIR-Projektkonsortium setzt sich zusammen aus zwei Informatik-Professuren der Bauhaus-Universität Weimar bzw. der Universität Passau: Sie betreiben Informatik-Forschung auf den Gebieten des interaktiven Information Retrieval und liefern die Modelle und Verfahren zur Simulation von Nutzerinteraktionen. Komplementär hierzu trägt die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft die bibliografischen Titeldaten sowie die Anwendungs- und Nutzungsumgebung bei, ferner die fachwissenschaftliche Expertise zur Beurteilung der durch (simulierte) Suchanfragen erzeugten Treffermengen.
Unterstützt wird das Projekt von der Universität Twente als assoziiertem Partner. Projektverantwortliche ist hierbei Prof. Dr. Christin Seifert, die bis 2018 als Lehrstuhlvertretung des Lehrstuhls Complex Systems Engineering an der Fakultät für Informatik der Universität Passau tätig war.

ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW)