20. Mai 2022
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In der Ausgabe 3/2022 (Mai 2022) lesen Sie u.a.:

  • Bücherverbote und Bedrohungen nehmen in US-Bib­lio­theken rasant zu
  • Ukraine-Krieg verstärkt Informationsbedürfnis und erhöht die Sorge vor Cyberangriffen?
  • Die Auswirkungen von nicht-linearen Texten, Hyperlinks und oberflächlichem Lesen auf das Textverständnis
  • Mobiltechnologie und ihre Folgen für den Lärmpegel in wissenschaftlichen Bibliotheken
  • KI: immer schneller, besser und kostengünstiger, aber ethische Bedenken nehmen ebenfalls zu
  • Mögliche Folgen der KI auf die Bibliotheksarbeit
  • Studie zu Predatory Journals und Konferenzen: kein marginales Thema
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 2 / 2022

BUCHWISSEN­SCHAFTEN
Bedroht! Geschichte der Zerstörung und Bewahrung des Wissens

RECHT
Juristen jüdischer Herkunft | Betriebs­verfassungsgesetz | Insolvenzrecht | Zivilprozessrecht| Arbeitsrecht | Bürgerliches Recht

LANDESKUNDE
Russland und Zentralasien | Türkei | Japan | Iran | Bangladesch

MEDIZIN | GESUNDHEIT
Ernährungspolitik. Lebensmittellobby

uvm

Publizistenpreis der deutschen Bibliotheken 2020 geht an
den freien Journalisten Johannes Nichelmann

© Niklas Vogt
Johannes Nichelmann, Preisträger des Publizistenpreises der deutschen Bibliotheken 2020.

Der mit 7.500 Euro dotierte Publizistenpreis der deutschen Bibliotheken (Helmut-Sontag-Preis) geht in diesem Jahr an den freien Journalisten Johannes Nichelmann. Ausgezeichnet wird seine Reportage „Obdach Stadtbibliothek“, die in der Sendung Mikrokosmos des Deutschlandfunks erstmals am 01. Juni 2018 gesendet wurde. In der Jurybegründung heißt es:

„Johannes Nichelmann möchte den Bibliotheken auf den Grund gehen: In seiner Reportage „Obdach Stadtbibliothek“ begibt er sich in den Alltag der Hamburger Bücherhalle am Hühnerposten und spricht mit ganz unterschiedlichen Besucher*innen und Mitarbeiter*innen. Da ist zum Beispiel Wolfgang, der seinen Job verloren hat und teilweise auf der Straße lebt. Oder Anneliese, die sich in der Bibliothek regelmäßig mit einer jungen Frau aus Afghanistan trifft und sie beim Deutschlernen unterstützt. Im anschließenden Gespräch diskutiert Nichelmann seine Eindrücke mit Simon Fregin, Jugendsozialarbeiter in der Stadtbibliothek am Mailänder Platz in Stuttgart, und Jonas Fansa von der Berliner Zentral- und Landesbibliothek, und fragt, wie sich Bibliotheken in Zeiten der Digitalisierung und gesellschaftlichen Veränderungen entwickeln.

Für die Jury zeichnet sich Nichelmanns Arbeit insbesondere dadurch aus, dass er seinen Protagonist*innen sehr nahe kommt und Fragen stellt, die für Bibliotheken relevant sind, sich aber nicht allein auf Bibliotheken beziehen: Welche Bedeutung haben öffentliche Räume für eine Stadtgesellschaft und wie müssen diese gestaltet sein, damit sie für die Besucher*innen auch soziale Orte sein können. Durch die Mischung aus O-Tönen der Besucher*innen und Mitarbeiter*innen, dem Interviewgespräch sowie seiner eigenen Eindrücke vermittelt Johannes Nichelmann unterschiedliche Perspektiven der Arbeit und Herausforderungen von Bibliotheken und bietet ein einfühlsames Abbild der Stadtgesellschaft, in der Bibliotheken viel mehr als Orte für Bücher sind.“

Der Beitrag „Obdach Stadtbibliothek“ ist nachzuhören auf der Webseite von Deutschlandfunk.
Autor und Moderator: Johannes Nichelmann
Redaktion der Sendung: Marietta Schwarz
Erstausstrahlung: 1. Juni 2018

Zum Preisträger
Johannes Nichelmann, geboren 1989 in Berlin, studierte Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Seit 2008 arbeitet er als freier Reporter, Autor und Moderator für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Zunächst für die rbb-Jugendwelle „Fritz“, später vor allem für Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur sowie zahlreiche ARD-Anstalten, ZDF und ARTE. Im Ullstein-Verlag erschien im September 2019 sein Sachbuch „Nachwendekinder – Die DDR, unsere Eltern und das große Schweigen".