17. April 2024
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In der Ausgabe 2/2024 (März 2024) lesen Sie u.a.:

  • „Need to have”
    statt „nice to have”.
    Die Evolution
    der Daten in der Forschungsliteratur
  • Open-Access-Publikationen: Schlüssel zu höheren Zitationsraten
  • Gen Z und Millennials lieben
    digitale Medien UND Bibliotheken
  • Verliert Google seinen Kompass?
    Durch SEO-Spam werden
    Suchmaschinen zum Bingospiel
  • Die Renaissance des gedruckten Buches: Warum physische Bücher in der digitalen Welt relevant bleiben
  • KI-Halluzinationen: Ein Verwirrspiel
  • Die Technologie-Trends des Jahres 2024
  • KI-Policies und Bibliotheken: Ein globaler Überblick und Handlungsempfehlungen
  • Warum Bücherklauen aus der Mode gekommen ist
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 6 / 2023

BIOGRAFIEN
Vergessene Frauen werden sichtbar

FOTOGRAFIE
„In Lothars Bücherwelt walten magische Kräfte.“
Glamour Collection, Lothar Schirmer, Katalog einer Sammlung

WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Hingabe an die Sache des Wissens

MUSIK
Klaus Pringsheim aus Tokyo
Ein Wanderer zwischen den Welten

MAKE METAL SMALL AGAIN
20 Jahre Malmzeit

ASTRONOMIE
Sonne, Mond, Sterne

LANDESKUNDE
Vietnam – der aufsteigende Drache

MEDIZIN | FOTOGRAFIE
„Und ja, mein einziger Bezugspunkt
bin ich jetzt selbst“

RECHT
Stiftungsrecht und Steuerrecht I Verfassungsrecht I Medizinrecht I Strafprozessrecht

uvm

Publizistenpreis der deutschen Bibliotheken 2020 geht an
den freien Journalisten Johannes Nichelmann

© Niklas Vogt
Johannes Nichelmann, Preisträger des Publizistenpreises der deutschen Bibliotheken 2020.

Der mit 7.500 Euro dotierte Publizistenpreis der deutschen Bibliotheken (Helmut-Sontag-Preis) geht in diesem Jahr an den freien Journalisten Johannes Nichelmann. Ausgezeichnet wird seine Reportage „Obdach Stadtbibliothek“, die in der Sendung Mikrokosmos des Deutschlandfunks erstmals am 01. Juni 2018 gesendet wurde. In der Jurybegründung heißt es:

„Johannes Nichelmann möchte den Bibliotheken auf den Grund gehen: In seiner Reportage „Obdach Stadtbibliothek“ begibt er sich in den Alltag der Hamburger Bücherhalle am Hühnerposten und spricht mit ganz unterschiedlichen Besucher*innen und Mitarbeiter*innen. Da ist zum Beispiel Wolfgang, der seinen Job verloren hat und teilweise auf der Straße lebt. Oder Anneliese, die sich in der Bibliothek regelmäßig mit einer jungen Frau aus Afghanistan trifft und sie beim Deutschlernen unterstützt. Im anschließenden Gespräch diskutiert Nichelmann seine Eindrücke mit Simon Fregin, Jugendsozialarbeiter in der Stadtbibliothek am Mailänder Platz in Stuttgart, und Jonas Fansa von der Berliner Zentral- und Landesbibliothek, und fragt, wie sich Bibliotheken in Zeiten der Digitalisierung und gesellschaftlichen Veränderungen entwickeln.

Für die Jury zeichnet sich Nichelmanns Arbeit insbesondere dadurch aus, dass er seinen Protagonist*innen sehr nahe kommt und Fragen stellt, die für Bibliotheken relevant sind, sich aber nicht allein auf Bibliotheken beziehen: Welche Bedeutung haben öffentliche Räume für eine Stadtgesellschaft und wie müssen diese gestaltet sein, damit sie für die Besucher*innen auch soziale Orte sein können. Durch die Mischung aus O-Tönen der Besucher*innen und Mitarbeiter*innen, dem Interviewgespräch sowie seiner eigenen Eindrücke vermittelt Johannes Nichelmann unterschiedliche Perspektiven der Arbeit und Herausforderungen von Bibliotheken und bietet ein einfühlsames Abbild der Stadtgesellschaft, in der Bibliotheken viel mehr als Orte für Bücher sind.“

Der Beitrag „Obdach Stadtbibliothek“ ist nachzuhören auf der Webseite von Deutschlandfunk.
Autor und Moderator: Johannes Nichelmann
Redaktion der Sendung: Marietta Schwarz
Erstausstrahlung: 1. Juni 2018

Zum Preisträger
Johannes Nichelmann, geboren 1989 in Berlin, studierte Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Seit 2008 arbeitet er als freier Reporter, Autor und Moderator für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Zunächst für die rbb-Jugendwelle „Fritz“, später vor allem für Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur sowie zahlreiche ARD-Anstalten, ZDF und ARTE. Im Ullstein-Verlag erschien im September 2019 sein Sachbuch „Nachwendekinder – Die DDR, unsere Eltern und das große Schweigen".