19. Mai 2022
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ibrary
Essentials

In der Ausgabe 3/2022 (Mai 2022) lesen Sie u.a.:

  • Bücherverbote und Bedrohungen nehmen in US-Bib­lio­theken rasant zu
  • Ukraine-Krieg verstärkt Informationsbedürfnis und erhöht die Sorge vor Cyberangriffen?
  • Die Auswirkungen von nicht-linearen Texten, Hyperlinks und oberflächlichem Lesen auf das Textverständnis
  • Mobiltechnologie und ihre Folgen für den Lärmpegel in wissenschaftlichen Bibliotheken
  • KI: immer schneller, besser und kostengünstiger, aber ethische Bedenken nehmen ebenfalls zu
  • Mögliche Folgen der KI auf die Bibliotheksarbeit
  • Studie zu Predatory Journals und Konferenzen: kein marginales Thema
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 2 / 2022

BUCHWISSEN­SCHAFTEN
Bedroht! Geschichte der Zerstörung und Bewahrung des Wissens

RECHT
Juristen jüdischer Herkunft | Betriebs­verfassungsgesetz | Insolvenzrecht | Zivilprozessrecht| Arbeitsrecht | Bürgerliches Recht

LANDESKUNDE
Russland und Zentralasien | Türkei | Japan | Iran | Bangladesch

MEDIZIN | GESUNDHEIT
Ernährungspolitik. Lebensmittellobby

uvm

Konjunkturpaket der Bundesregierung:

Deutscher Bibliotheksverband fordert Investitionen
in Digitalisierung und Innovation von Bibliotheken

Anfang Juni hat sich die Bundesregierung auf das Maßnahmenpaket „Corona – Folgen bekämpfen, Wohlstand sichern, Zukunftsfähigkeit stärken“ geeinigt. Die vorgesehenen Entlastungen der Kommunen wirken sich unmittelbar auf Bibliotheken in kommunaler Trägerschaft aus. In einem Positionspapier nimmt der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) nun Stellung zum Konjunkturpaket.

Der dbv begrüßt die Entlastung der Kommunen. Bibliotheken müssen jedoch stärker in die Maßnahmen des Pakets eingebunden werden. Der dbv fordert daher die Bundesregierung auf:

  1. Bibliotheken müssen in die Initiative „NEUSTART Kultur“ für Corona-bedingte Investitionen im Kulturbereich aufgenommen werden;
  2. Bibliotheken müssen in Maßnahmen zur Digitalisierung einbezogen werden, speziell in den „DigitalPakt Schule“;
  3. Der geplante Breitbandausbau muss insbesondere auch Bibliotheken in ländlichen Räumen zugutekommen.

Zusätzlich müssen Bund, Länder und Kommunen in die Digitalisierung, Innovation und Nachhaltigkeit der Bibliotheken investieren:

  1. Das Programm der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) „Vor Ort für Alle – Soforthilfeprogramm für Bibliotheken“ zur Stärkung der digitalen Infrastruktur von Bibliotheken in ländlichen Räumen muss fortgeführt werden;
  2. Bibliotheken müssen in kommunale, landesweite und bundesweite Strategien zur Digitalisierung, Kultur, Bildung, Inklusion und Nachhaltigkeit einbezogen werden;
  3. In Bibliotheken, die ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten, muss verstärkt investiert werden;
  4. Bibliotheksmitarbeitende sollen mit einer Fortbildungsoffensive unterstützt werden.

Prof. Dr. Andreas Degkwitz, Bundesvorsitzender des Deutschen Bibliotheksverbandes sagt: „Bibliotheken versorgen die Bevölkerung mit Informationen und Wissen und vermitteln Lese-, Informations- und Medienkompetenz. Damit ermöglichen sie gesellschaftliche Teilhabe. Als generationsübergreifende Treffpunkte, Veranstaltungsorte für gesellschaftlichen Diskurs, und Lern- und Erfahrungsräume leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zur Bewältigung der Folgen aus der Corona-Krise. Gerade in Krisenzeiten, in denen viele Menschen von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit betroffen sind, Schüler*innen und Studierende Schulen oder Hochschulen nur eingeschränkt besuchen können, bieten Bibliotheken die Infrastruktur und die notwendige Unterstützung für die Teilhabe aller. Daher fordert der dbv Bund, Länder und Kommunen auf, jetzt in die Digitalisierung, Innovation und Nachhaltigkeit von Bibliotheken zu investieren.“

Das ausführliche Positionspapier des dbv kann hier angerufen werden:

https://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/DBV/positionen/2020_06_09_Stellungnahme_Konjunkturpaket_final.pdf