26. Februar 2021
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10/2020 - 1/2021 (Jan./Feb. 2021)
lesen Sie u.a.:

  • Vergleichsstudie zu Abstract-Datenbanken
  • Untersuchung zur bibliothekarischen Berufspraxis in Deutschland
  • Eine neue Generation von Metadaten für Bibliotheken wird gesucht
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  • It was twenty years ago... Happy Birthday, Wikipedia!
  • Zurückgezogene wissenschaftliche Arbeiten leben häufig weiter
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Ausgabe 1 / 2021

RECHT

  • Covid-19-Pandemie im Spiegel juristischer Fachliteratur
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ZEITGESCHICHTE

  • Fritz Bauer und Achtundsechzig
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BUCH- UND BIBLIOTHEKSWISSENSCHAFTEN

uvm

Nationaler Bildungsbericht 2020: dbv fordert Breitbandnetzausbau
und Investitionen in die Ausstattung von Bibliotheken

Am 23.6.2020 ist der Nationale Bildungsbericht mit dem Schwerpunkt „Bildung in einer digitalisierten Welt“ erschienen. Der Bericht zeigt, dass immer noch 20 % der einkommensschwächsten Haushalte keinen Internetzugang haben. Zudem gebe es Regionen, in denen nur ein unzureichendes Breitbandangebot zur Verfügung stehe. „Während über 90 % der städtischen Gemeinden über einen Anschluss mit einer Geschwindigkeit über 100 Mbit/s verfügen, sind es in ländlichen Gemeinden nur knapp die Hälfte (49,6 %).“

Das betrifft auch viele Bibliotheken. Während von den hauptamtlich geführten Bibliotheken ca. 80 % über einen Internetzugang verfügen, sind von den ehren- oder nebenamtlich geführten, und meist im ländlichen Raum liegenden, Bibliotheken nur ca. ein Fünftel ans Internet angeschlossen.

Ein Fazit des Berichts: „Für einkommensschwächere Bevölkerungsschichten ist die Förderung der staatlich finanzierten Gelegenheitsstrukturen für digitales Lernen in Bibliotheken oder Volkshochschulen also von besonderer Bedeutung.“ Daher gelte es nicht nur den „Breitbandnetzausbau weiter voranzutreiben, sondern auch individuelle Nutzungsmöglichkeiten in Bildungseinrichtungen und im öffentlichen Raum auszubauen“.

Bibliotheken ermöglichen nicht nur den Zugang zum Internet, sondern vermitteln als außerschulische Bildungseinrichtungen auch Medienkompetenzen an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Damit tragen sie als öffentliche Einrichtungen der Informationsversorgung maßgeblich zur digitalen Teilhabe bei.

Entscheidend für die Unterstützung von Bildungsprozessen seien nach der Studie aber nicht nur die digitalen Medien selbst, sondern auch deren didaktische Einbindung in den Lernkontext. Für die Vermittlung digitaler Kompetenzen müsse vor allem das pädagogische Personal „über ein hohes Maß an fachlich-reflexiven und medienpädagogischen Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien verfügen“.

Prof. Dr. Andreas Degkwitz, Bundesvorsitzender des Deutschen Bibliotheksverbandes: „Der Nationale Bildungsbericht 2020 zeigt, wie wichtig die Nutzung und der Umgang mit digitalen Medien sind. Gleichzeitig wird deutlich, dass das Breitbandnetz insbesondere in ländlichen Regionen ausgebaut werden muss. Bibliotheken bieten allen Alters- und Bevölkerungsgruppen Zugang zum Internet und zu digitalen Medien und tragen maßgeblich zur digitalen Teilhabe bei. Diesen gesamtgesellschaftlichen Auftrag können sie nur bei entsprechender Netzinfrastruktur und bedarfsgerechter technischer Ausstattung erfüllen.“

Der Nationale Bildungsbericht 2020 kann hier heruntergeladen werden:
https://www.bildungsbericht.de/static_pdfs/bildungsbericht-2020.pdf

Zum Hintergrund:
Der nationale Bildungsbericht erscheint alle zwei Jahre. Er beleuchtet und dokumentiert die verschiedenen Bereiche des deutschen Bildungssystems. Der Bericht wird gemeinsam von Bund und Ländern gefördert und unter Federführung des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation erstellt.

www.bibliotheksverband.de