24. Juni 2021
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In der Ausgabe 4/2021 (Juni 2021) lesen Sie u.a.:

  • Zum Nutzen von Big Deals
  • Verändert sich der Publikationsprozess bei den Megajournals?
  • Neue Ansätze zur Informations­kompetenzvermittlung
  • Außen- und Selbstwahrnehmung von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren als wichtiges Steuerungsinstrument
  • Die Folgen des Wissenschaftstracking – unbekannt, aber nicht ungefährlich
  • Best Practices für den Umgang mit dem Coronavirus in Bibliotheken
u.v.m.
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Ausgabe 3 / 2021

IM FOKUS
Über das Sterben reden

  • Dr. Henning Scherf im Gespräch
  • Eine Buchauswahl zum Thema

LANDESKUNDE
Indien: Geschichte und Gegenwart

KUNST | BIOGRAFIEN
Malerinnen: Talent ist keine Frage des Geschlechts

BETRIEBSWIRTSCHAFT
„Leadership“ ist hip

RECHT
Steuerrecht | Umwelt- und Planungsrecht | Kommentare zum Bürgerlichen Recht | Strafrecht | Juristendeutsch? | Rechtsgeschichten

uvm

Deutschland bleibt eine der führenden Forschungsnationen

Gleichstellung der Geschlechter und Diversität stellen in der Wissenschaft jedoch weiterhin eine große Herausforderung dar

Das Beiheft Nature Index Germany zeigt, dass Deutschlands Erfolg als Forschungsnation auf einer soliden und beständigen Wissenschaftsförderung sowie langfristigen Investitionen in die Grundlagenforschung basiert.

© Springer Nature

Deutschland behauptet seine Position als weltweit führende Forschungsnation nach den USA und China. Zu diesem Ergebnis kommt das neueste Beiheft Nature Index Germany, das den Output qualitativ hochwertiger Veröffentlichungen auf Grundlage der Kriterien des Nature Index erfasst. Deutschlands Erfolg lässt sich auf eine solide und beständige Wissenschaftsförderung sowie langfristige Investitionen in die Grundlagenforschung zurückführen. Damit Deutschland seine Erfolgsgeschichte fortsetzen kann, gilt es allerdings mehr Vielfalt zu ermöglichen und aktuelle Forschungstrends besser und schneller aufzugreifen. Weitere Ergebnisse und Analysen sind in dem heute veröffentlichten Beiheft Nature Index Germany dokumentiert.

In Deutschland stechen drei Forschungseinrichtungen hinsichtlich ihrer qualitativ hochwertigen Forschungsergebnisse besonders hervor: die Max-Planck-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren und die Leibniz-Gemeinschaft. Auf sie folgen drei Universitäten: die Ludwig-Maximilians-Universität München, die Technische Universität München sowie die Universität Heidelberg. Das Beiheft beinhaltet eine vollständige Liste der 50 besten Institute und beleuchtet außerdem die florierende deutsche Start-up-Szene, die Fördermittel in Rekordhöhe erzielt. Bei zahlreichen dieser Start-ups handelt es sich um Ausgründungen aus Hochschulen. Im Beiheft Nature Index Germany werden die Köpfe hinter einigen der spannendsten deutschen Technologie-Start-ups vorgestellt.

Auch wenn Wissenschaftsorganisationen in Deutschland eine weitgehende Finanzierungssicherheit genießen, gibt es Bedenken, dass nicht alle Universitäten gleichermaßen davon profitieren. Das Thema Diversität in der Forschungslandschaft bleibt nach wie vor aktuell - 2016 waren nur 19,4 Prozent der wissenschaftlichen Führungskräfte weiblich und 2020 wurden unter den Gründer*innen von Start-Ups lediglich 15,4 Prozent Frauen verzeichnet. Es gab aber auch positive Impulse, wie die deutsche Initiative „Exzellenzcluster“, die dazu beiträgt, internationale Forscher*innen für Deutschland zu gewinnen.

Weitere Daten, Analysen und Infografiken sind ebenfalls in dem Beiheft Nature Index Germany enthalten.

David Swinbanks, Gründer des Nature Index, sagt: „Das Beiheft des diesjährigen Nature Index zeigt erneut, dass Deutschland eine zentrale Rolle in der internationalen Spitzenforschung spielt. Der Erfolg Deutschlands demonstriert, wie vorteilhaft langfristige Investitionen in die Grundlagenforschung und eine solide Wissenschaftsförderung sind. Unsere Analyse zeigt außerdem, wie wichtig innovative wissenschaftliche Spin-offs für die Forschung und die Kommerzialisierung von Forschungsergebnissen sind. Doch auch Deutschland steht vor Herausforderungen. Um den Forschungsstandort Deutschland auch in den kommenden Jahren zu sichern, ist es dringend notwendig, die Diversität innerhalb der Forschungseinrichtungen und Hochschulen zu verbessern.“

Anmerkung: Der Nature Index ist ein Indikator für die Leistungsstärke institutioneller Forschung. Die Ermittlung der Zahlen und Anteile, die als Grundlage der Nature Index-Listen dienen, basiert auf den veröffentlichten Forschungsergebnissen einer Institution oder eines Landes in 82 naturwissenschaftlichen Fachzeitschriften, die von einem unabhängigen Gremium führender Wissenschaftler*innen in dem jeweiligen Gebiet ausgewählt wurden. Da viele andere Faktoren, die für die Bewertung der Forschungsqualität und der institutionellen Leistung wichtig sind, so nicht berücksichtigt werden können, sollte der Nature Index nicht als einziges Instrument für die Bewertung von Institutionen oder Einzelpersonen herangezogen werden. Die Daten und Verfahren des Nature Index sind transparent und stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz auf natureindex.com zur Verfügung.