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26. April 2026
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In der Ausgabe 03/2026 (April 2026) lesen Sie u.a.:

  • Nationales Kultur­erbe unter Druck: Der Stopp des DNB-Erweiterungsbaus und seine Folgen
  • Entwicklungen im Medienalltag
  • Vom Datenhype zur Datenkompetenz: Warum Data Literacy zur Kernaufgabe
    von Bibliotheken wird
  • Warum Bibliotheken bei KI, Lizenzen
    und Fair Use mitreden müssen
  • Entwicklungen für die Zukunft
    von Bibliotheken
  • Forschungsdaten als Publikationsform
  • Wie Forschende mit KI-gestützten Recherchetools arbeiten
  • KI-Erschöpfung und „Vocational Awe“
    in wissenschaftlichen Bibliotheken
  • Aufmerksamkeitskrise oder Designproblem? Was Bibliotheken aus der Debatte über Lesen und Bildschirme lernen können
  • Die Stiftsbibliothek St. Gallen:
    Ein 1.300 Jahre altes Wissensarchiv
  • Bibliotheken als Räume für Wohlbefinden
    im Gesundheitswesen
  • Das Ende eines Formats: Der Niedergang des Massenmarkt-Paperbacks
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Das E-Book 2020:
Corona führt vorübergehend zu mehr Nachfrage

Umsatz und Absatz von E-Books am Publikumsbuchmarkt
nehmen im Pandemie-Jahr 2020 zu

Im Zuge der Corona-Pandemie ist der E-Book-Markt in Deutschland im vergangenen Jahr zeitweilig gewachsen: Der Umsatz von E-Books am Publikumsbuchmarkt stieg im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 16,2 Prozent, der Absatz kletterte um 10,8 Prozent von 32,4 auf 35,8 Millionen verkaufte Exemplare. Das Wachstum setzte im Frühjahr mit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland ein, flachte aber zum Ende des Jahres trotz erneut größerer Einschränkungen wieder ab. Der Umsatzanteil von E-Books am Publikumsbuchmarkt stieg unterm Strich von 5,0 Prozent in 2019 auf 5,9 Prozent in 2020: Die Zahl der Käufer*innen wuchs leicht um 3,3 Prozent auf rund 3,8 Millionen.

„Die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen haben dem E-Book vorübergehend zu einem Aufschwung verholfen. Bestehende E-Book-Käufer*innen intensivierten vom ersten Shutdown bis in den Herbst ihre Nutzung, gleichzeitig erwarben etliche Leser*innen, die sonst Printbücher kaufen, in dieser Zeit auch E-Books. Dass das Wachstum nicht noch größer und nicht nachhaltig war, hängt sicherlich mit der im Vergleich stärkeren Nutzung von kostenlosen Leihangeboten von E-Books in Bibliotheken zusammen. So stieg die Zahl der E-Book-Ausleihen 2020 um 17,7 Prozent auf über 30 Millionen – und damit wesentlich stärker als die Zahl der Käufe. Die Wachstumsrate der Nutzer*innen war bei der Onleihe sogar sechsmal so hoch wie bei den Käufer*innen. Und Untersuchungen belegen, dass viele Onleihe-Nutzer*innen weniger oder gar keine Bücher mehr kaufen, seitdem sie bei ihrer Bibliothek E-Books ausleihen“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Entwicklung der Umsätze verkaufter E-Books in den Quartalen

Während die Nachfrage nach E-Books im ersten Quartal noch weitgehend auf Vorjahresniveau blieb (Umsatz: -0,4 Prozent, Absatz: +0,5 Prozent), legte sie im Zeitraum April bis Juni 2020 deutlich zu: Der Umsatz stieg in diesem zweiten Quartal um 38,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahrszeitraum, der Absatz um 32,4 Prozent. Von Juli bis Oktober hielt das Wachstum an, wenn auch etwas weniger ausgeprägt (Umsatz: +32,2 Prozent, Absatz: +27,2 Prozent). Im letzten Quartal des Jahres reduzierte sich das Wachstum deutlich auf ein kleines Umsatzplus von 0,7 Prozent. Der Absatz rutschte von Oktober bis Dezember jedoch mit 10,8 Prozent ins Minus.

Kaufintensität und Warengruppen

Die Zuwächse im Laufe des Jahres sind vorwiegend darauf zurückzuführen, dass bestehende Nutzer*innen mehr E-Books kauften: Mit 9,6 Exemplaren pro Kopf (2019: 8,9 Exemplare) stieg die Kaufintensität um 7,2 Prozent. Die Pro-Kopf-Ausgaben nahmen um 12,5 Prozent zu. Wachstumstreiber waren die Belletristik und Kinder- und Jugendbücher. Belletristische Titel verzeichneten ein Umsatzplus von 20 Prozent (Umsatzanteil am E-Book-Publikumsmarkt: 85,6 Prozent), Titel für die junge Zielgruppe ein Plus von 17,9 Prozent (Umsatzanteil: 4,6 Prozent).

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels meldet in Kooperation mit GfK Entertainment halbjährlich die Entwicklung auf dem E-Book-Markt. Zahlen zum ersten Halbjahr 2021, aus denen sich dann auch die Auswirkungen des zweiten Shutdowns in Gänze ablesen lassen, liegen im August vor.

Quelle

Die Hochrechnungen der E-Book-Absätze und -Umsätze stammen aus dem GfK Consumer Panel Media*Scope Buch mit insgesamt 20.000 Personen. Sie sind repräsentativ für die deutsche Wohnbevölkerung ab zehn Jahren, für insgesamt 66,7 Mio. Menschen. Erfasst werden alle Käufe einzelner E-Books ab einem Verkaufspreis von 0,49 Euro.

Die Zahlen zur E-Book-Leihe über das Portal Onleihe stammen von Divibib/ekz und sind im Magazin „Buchreport Express“ 4/2021 veröffentlicht.

Eine Übersicht über die Zahlen ist abrufbar unter www.boersenverein.de/ebook-markt