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25. Mai 2026
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In der Ausgabe 04/2026 (Mai 2026) lesen Sie u.a.:

  • Wie verlässlich sind Metadaten für Forschungsdaten wirklich?
  • Erfundene Quellen – wie KI-Zitationen die Wissenschaft unter Druck setzen
  • Zwischen Bildschirmzeit, Stress und Lernverlust
  • Warum Bibliotheken im Zeitalter von KI wichtiger werden und mit einem Vertrauensparadox zu kämpfen haben
  • Schweden setzt in Schulen wieder auf Bücher
  • Warum KI-Kompetenz mehr sein muss als Toolwissen
  • Wie stark KI-Texte das Netz schon prägen
  • Open Access bringt Vorteile, aber nicht in jedem Fach auf die gleiche Weise
  • Was ChatGPT und Ghostwriting über Autorschaft verraten
  • Warum E-Books in US-Schulen zur Kostenfrage werden
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Qualamos – das neue deutschlandweite Portal für Handschriften
aus asiatischen und afrikanischen Schrifttraditionen geht live

Am 28. Juni 2022 startete Qalamos, das Portal für Handschriften aus asiatischen und afrikanischen Schrifttraditionen. Erstmalig sind nun die Metadaten und Digitalisate von orientalischen Handschriften aus mehr als 20 deutschen Institutionen in einem gemeinsamen Portal zugänglich.

Mit Qalamos steht der Wissenschaft und der interessierten Öffentlichkeit eine neue Infrastruktur zur Verfügung, die einen direkten Zugang zu Metadaten und Digitalisaten aller orientalischen Handschriftensammlungen in Deutschland ermöglicht. Insgesamt werden derzeit ca. 135.000 Handschriftendatensätze zu mehr als 120.000 physischen Objekten aus asiatischen und afrikanischen Schrifttraditionen in mehr als 160 Sprachen und 80 Schriften präsentiert. Damit hat die mühsame Suche verschiedener Abschriften eines Werkes in gedruckten Katalogen oder sehr disparaten Datenbanken ein Ende. Auf einen Blick ist zu sehen, wie viele Abschriften von einer Handschrift existieren. Ebenso sind die einzelnen Teile eines Werkes rasch zu finden, wenn diese über verschiedene Institutionen verteilt sind. Darüber hinaus bietet das neue Portal die Möglichkeit, miteinander in Beziehung stehende Texte, wie beispielsweise Werk und Kommentar oder Übersetzung, ausfindig zu machen.

Angestrebt ist der möglichst vollständige Nachweis der in deutschen Gedächtnisinstitutionen (Bibliotheken, Museen etc.) bewahrten orientalischen Bestände und ihrer Digitalisate – aber auch Offenheit für internationale Kooperation. In Qalamos werden heute schon Sammlungen aus Indonesien, Mauretanien und dem Jemen präsentiert, die aus Forschungskooperationen mit deutschen Einrichtungen hervorgegangen sind.

Am 28. Juni 2022 wurde der Launch von Qalamos mit einer Abendveranstaltung an der Staatsbibliothek zu Berlin gefeiert. Nähere Informationen hierzu finden Sie auf dem SBB-Blog.

Das Portal wird im Rahmen des DFG-Projekts „Orient-Digital“ (Laufzeit 2020–2023) entwickelt. Projektpartner sind die Staatsbibliothek zu Berlin, die Bayerische Staatsbibliothek in München, die Forschungsbibliothek Gotha und das Universitätsrechenzentrum Leipzig. Aktuell stehen die Sprachgruppen Arabisch, Persisch und Osmanisch-Türkisch im Mittelpunkt. In einer geplanten zweiten Projektphase werden südasiatische Sprachgruppen den Schwerpunkt bilden.

„Qalamos“ kommt aus dem Altgriechischen und ist ein Begriff, der abgewandelt in vielen Sprachen – vom Arabischen bis zum Altäthiopischen über das Swahili bis zum Sanskrit – Schreibrohr bedeutet. Er steht für die Vielfalt aber auch die Verbundenheit der Schriftkulturen. Im Portal werden 1500 Jahre unschätzbares Schrift- und Kulturerbe der Menschheit bewahrt, erforscht und für eine gemeinsame Zukunft nutzbar gemacht.

Qalamos ist eine MyCoRe-Anwendung des Universitätsrechenzentrums der Universität Leipzig. Die Gesamtverantwortung liegt bei der Orientabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz.