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28. März 2026
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In der Ausgabe 02/2026 (März 2026) lesen Sie u.a.:

  • Seniorinnen und Senioren entdecken soziale Netzwerke – Chancen und Aufgaben für Bibliotheken
  • Chatbots im Auskunftsdienst wissenschaftlicher Bibliotheken
  • Bibliotheken unter Druck – Was der Hamburger Sparkurs über den Zustand
    des Wissenschaftssystems verrät
  • Die „Big Three“ der Wissenschaftsinformation – Web of Science, Scopus und OpenAlex im systematischen Vergleich
  • Der Strukturwandel im italienischen Buchmarkt – Lehren für Europa,
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  • GenAI in der Hochschulbildung –
    Wer forscht weltweit zu ChatGPT und Co.?
  • Jenseits des Akronyms –
    Wie wissenschaftliche Bibliotheken DEI
    unter politischem Druck neu verankern
  • Kann Bibliotherapie helfen, die Krisen
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  • Web-Barrierefreiheit pragmatisch umsetzen – Kleine Schritte mit großer Wirkung
  • Wenn die KI die Nachrichten auswählt, verändert sich die öffentliche Wahrnehmung
  • Zwischen Plattformökonomie und kulturellem Gedächtnis – Hat das physische Medium noch eine Zukunft?
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2009 bis 2023

40 Jahre Computervirus:
Anklicken, Schädling installieren, weiterverbreiten

Am 10. November 1983 wurde der erste Computervirus vorgestellt – als Studienprojekt

Wenn der PC sich merkwürdig verhält, der Mauszeiger plötzlich nicht mehr macht, was er soll, oder einfach nichts mehr geht lautet oft die Diagnose: Computervirus! Ein Fünftel der Internetnutzerinnen und Internetnutzer in Deutschland (20 Prozent) wurde in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von Computerviren und anderen Schadprogrammen. . Und das, obwohl Virenschutzprogramme inzwischen zum Standard gehören. 9 von 10 (89 Prozent) derjenigen, die einen privaten Computer nutzen, haben entsprechende Schutz-Software installiert. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.186 Personen ab 16 Jahren in Deutschland.

Vor 40 Jahren, am 10. November 1983, hat der damalige Informatik-Student Fred Cohen in einem Uni-Seminar den ersten Computervirus gezeigt, der alle heute üblichen, schädlichen Funktionen vereint: Unabsichtlich auf dem PC ausgeführt installiert sich das Programm und vermehrt sich, in dem es sich an andere Dateien anhängt. Dabei verändert es sich selbst, so dass auch die Erkennung schwieriger wird. Ein Jahr später hat Cohen in seiner Dissertation den Begriff „Computervirus“ geprägt.

„In den Anfangsjahren der Personal Computer waren Viren & Co. eher eine Fingerübung von Leuten, die beweisen wollten, wozu sie technisch in der Lage sind. Heute haben wir es mit einer Vielzahl unterschiedlicher Schadsoftware zu tun, die von Kriminellen eingesetzt wird, um sich damit zu bereichern. Trojaner versuchen Zugangsdaten etwa für das Online-Banking zu stehlen oder Zugang zum Computer von außen zu ermöglichen, Ransomware verschlüsselt die Daten und fordert Lösegeld für die Wiederherstellung.“, sagt Simran Mann, Sicherheitsexpertin beim Bitkom.

Wer sich heute vor Computerviren und anderer Schadsoftware schützen will, sollte zumindest diese drei Tipps beherzigen:

  • Virenschutz nutzen: Mindestens den Virenschutz des Betriebssystems nutzen und aktivieren oder aktiviert lassen. Die Programme werden regelmäßig mit neuen Informationen versorgt, so dass sie Schadprogramme erkennen können, die sich auf dem Computer einnisten wollen.

  • Vorsicht bei E-Mails und Anhängen: Wurden Computerviren in den Anfangsjahren vor allem über Datenträger wie Disketten verbreitet, ist heute das Internet und vor allem die E-Mail der Verbreitungsweg Nummer eins. Dabei können die meisten Schadprogramme nur dann aktiviert werden, wenn die Nutzerinnen und Nutzer – unwissentlich – die Software ausführen. Wichtigste Regel ist deshalb: Nicht auf Anhänge von E-Mails klicken, wenn man nicht genau weiß, um was es sich handelt – auch wenn die Datei auf den ersten Blick harmlos wirkt.

  • Betriebssystem und Software aktuell halten: Wenn für das Betriebssystem oder einzelne Programme Updates bereitgestellt werden, sollten diese so schnell wie möglich installiert werden – im Idealfall erlaubt man das in den Systemeinstellungen automatisch. Mit Updates stellen Hersteller häufig nicht nur neue Programmfunktionen zur Verfügung, sondern schließen vor allem aufgedeckte Sicherheitslücken, über die sich auch Schadprogramme in den Computer einnisten können.

Bereits vor Cohens Studienprojekt gab es im Übrigen Schadsoftware, die sich ähnlich verhielt, etwa 1971 der sogenannte „Creeper“. Allerdings hatte Cohen erstmals die „Mutation“ des Programmcodes eingebaut, so dass damit die Funktionsweise eines Virus digital nachgebaut wurde.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.186 Personen ab 16 Jahren in Deutschland befragt. Die Befragung fand im Zeitraum von KW 37 bis KW 42 2023 statt. Die Gesamtumfrage ist repräsentativ.