27. Februar 2024
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Essentials

In der Ausgabe 10/2023-1/2024 (Dez. 2023/Jan. 2024) lesen Sie u.a.:

  • AI Literacy in Bibliotheken und Wissenschaft
  • Bibliotheken und das Metaversum
  • Library Publishing und das Problem der Langzeitarchivierung von
    Open-Access-Publikationen
  • Gender und Sexualität in Bibliotheken
  • Entwicklungen im Bereich Open Science
    im Jahr 2023
  • Auskunfts- und Informationsdienste
    in Bibliotheken
  • Die transparente Dokumentation
    von Cultural Heritage Datasets
  • Die Rolle der Bibliotheken
    im Bereich reproduzierbarer Forschung
  • Bibliothekstrends 2023 in UK
  • Open Acces und DEAL
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 6 / 2023

BIOGRAFIEN
Vergessene Frauen werden sichtbar

FOTOGRAFIE
„In Lothars Bücherwelt walten magische Kräfte.“
Glamour Collection, Lothar Schirmer, Katalog einer Sammlung

WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Hingabe an die Sache des Wissens

MUSIK
Klaus Pringsheim aus Tokyo
Ein Wanderer zwischen den Welten

MAKE METAL SMALL AGAIN
20 Jahre Malmzeit

ASTRONOMIE
Sonne, Mond, Sterne

LANDESKUNDE
Vietnam – der aufsteigende Drache

MEDIZIN | FOTOGRAFIE
„Und ja, mein einziger Bezugspunkt
bin ich jetzt selbst“

RECHT
Stiftungsrecht und Steuerrecht I Verfassungsrecht I Medizinrecht I Strafprozessrecht

uvm

Der »Goldene Brief« des birmanischen Königs Alaungphaya an Georg II.

Präsentation eines bedeutenden Kulturschatzes am Dienstag, 18. Januar 2011,
um 16:00 Uhr in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek

Am 18. Januar 2011 wird in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Anwesenheit des Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister in einer geschlossenen Veranstaltung erstmalig eine der großen Kostbarkeiten aus der Zeit der englisch-hannoverschen Personalunion präsentiert: der so genannte Goldene Brief.  

Am 28. März des Jahres 1758 wies der Geheime Rat Gerlach Adolf von Münchhausen im Auftrag von König Georg II. der Bibliothek in Hannover einen Brief zu. Dieser vorgeblich aus Indien, tatsächlich aus Birma stammende Brief ist auf Goldblech geschrieben, mit Rubinen verziert und direkt an den König gerichtet.  

Bis zu seiner wissenschaftlichen Erforschung in den vergangenen drei Jahren waren dies die einzigen konkreten Informationen zu dem überaus kostbaren Brief. Im Zuge der Forschungen durch den luxemburgischen Historiker Dr. Jacques Leider von der École Française d'Extrême Orient hat sich herausgestellt, dass es sich bei dem Brief um ein in seiner Art einmaliges Stück der Kolonial- und Weltgeschichte handelt. Der Goldene Brief ist das letzte bedeutende Stück, das das Welfenhaus von London aus nach Hannover gesandt hat. Dr. Leider wird seine Forschungsergebnisse und die daraus folgende Neubewertung vorstellen.  

Der Direktor der Bibliothek, Dr. Georg Ruppelt: „Mit dieser Präsentation setzt die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek konsequent ihr Programm zur Reanimation der ehemals Königlichen Bibliothek fort. Anders als die zentralen Bibliotheken vieler ehemaliger deutscher Einzelstaaten verlor die Königliche Bibliothek Hannovers 1866 durch die Okkupation des Königreiches ihre Identität. – Ihre späteren Aufgaben als Niedersächsische Landesbibliothek entsprachen zwar ihrer Bedeutung, doch standen ihre reichen historischen Bestände nur selten im Mittelpunkt. Es geriet dabei in der Öffentlichkeit wie in der Wissenschaft und bei den Fachkollegen ein wenig in Vergessenheit, dass diese Bibliothek eine bedeutende Sammlung von nationalem und internationalem Rang ist.  

Der Goldene Brief ist als Dokument im Rahmen der weltpolitischen Einflussnahme der Welfen im 18. Jahrhundert zu sehen, aber es ist nicht nur dieser Brief, der dieses Thema hier dokumentiert. Die Fülle kostbarer Urkunden, Karten, Bücher und Handschriften, die die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek aus der Zeit der Personalunion besitzt, ist ebenfalls bedeutend.“  

Mit der Präsentation des Goldenen Briefes wird nunmehr ein singuläres Stück des kulturellen Erbes der Welt erstmalig vorgestellt. Der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister verleiht diesem Ereignis durch seine Anwesenheit und sein Grußwort einen besonderen Glanz.