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11. Februar 2026
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In der Ausgabe 10/202501/2026 (Dezember – Januar 2025–2026) lesen Sie u.a.:

  • Soziale Medien und Aufmerksamkeits­entwicklung bei Kindern: Neue Lang­zeitdaten zur ADHS-Risikodiskussion
  • Repositorien im Wandel: Analyse zentraler Einflussfaktoren für die nächsten Jahre
  • Wie inklusiv Sammlungen in Bibliotheken und Archiven wirklich sind
  • Synergien von KI-Chat und Suche:
    Wie unterschiedliche Altersgruppen
    Information Retrieval neu gestalten
  • Kulturerbe-Daten im Zeitalter der KI:
    Ein neues Zugangsmodell für Institutionen
  • Jugendliche, soziale Medien und KI-Chatbots: Digitale Nutzungsrealitäten 2025
  • Buchclubs als unterschätzte Brücke zwischen Campusleben und Bibliothek: Neue Impulse aus US-Hochschulbibliotheken
  • AI Librarian in Japan
  • Altersgrenzen für soziale Medien:
    Europas nächste Regulierungsdebatte
  • KI und Journalismus:
    Neue Machtverschiebungen
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  • Print ist tot, es lebe Print!
u.v.m.
  fachbuchjournal

Der »Goldene Brief« des birmanischen Königs Alaungphaya an Georg II.

Präsentation eines bedeutenden Kulturschatzes am Dienstag, 18. Januar 2011,
um 16:00 Uhr in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek

Am 18. Januar 2011 wird in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Anwesenheit des Niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister in einer geschlossenen Veranstaltung erstmalig eine der großen Kostbarkeiten aus der Zeit der englisch-hannoverschen Personalunion präsentiert: der so genannte Goldene Brief.  

Am 28. März des Jahres 1758 wies der Geheime Rat Gerlach Adolf von Münchhausen im Auftrag von König Georg II. der Bibliothek in Hannover einen Brief zu. Dieser vorgeblich aus Indien, tatsächlich aus Birma stammende Brief ist auf Goldblech geschrieben, mit Rubinen verziert und direkt an den König gerichtet.  

Bis zu seiner wissenschaftlichen Erforschung in den vergangenen drei Jahren waren dies die einzigen konkreten Informationen zu dem überaus kostbaren Brief. Im Zuge der Forschungen durch den luxemburgischen Historiker Dr. Jacques Leider von der École Française d'Extrême Orient hat sich herausgestellt, dass es sich bei dem Brief um ein in seiner Art einmaliges Stück der Kolonial- und Weltgeschichte handelt. Der Goldene Brief ist das letzte bedeutende Stück, das das Welfenhaus von London aus nach Hannover gesandt hat. Dr. Leider wird seine Forschungsergebnisse und die daraus folgende Neubewertung vorstellen.  

Der Direktor der Bibliothek, Dr. Georg Ruppelt: „Mit dieser Präsentation setzt die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek konsequent ihr Programm zur Reanimation der ehemals Königlichen Bibliothek fort. Anders als die zentralen Bibliotheken vieler ehemaliger deutscher Einzelstaaten verlor die Königliche Bibliothek Hannovers 1866 durch die Okkupation des Königreiches ihre Identität. – Ihre späteren Aufgaben als Niedersächsische Landesbibliothek entsprachen zwar ihrer Bedeutung, doch standen ihre reichen historischen Bestände nur selten im Mittelpunkt. Es geriet dabei in der Öffentlichkeit wie in der Wissenschaft und bei den Fachkollegen ein wenig in Vergessenheit, dass diese Bibliothek eine bedeutende Sammlung von nationalem und internationalem Rang ist.  

Der Goldene Brief ist als Dokument im Rahmen der weltpolitischen Einflussnahme der Welfen im 18. Jahrhundert zu sehen, aber es ist nicht nur dieser Brief, der dieses Thema hier dokumentiert. Die Fülle kostbarer Urkunden, Karten, Bücher und Handschriften, die die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek aus der Zeit der Personalunion besitzt, ist ebenfalls bedeutend.“  

Mit der Präsentation des Goldenen Briefes wird nunmehr ein singuläres Stück des kulturellen Erbes der Welt erstmalig vorgestellt. Der Niedersächsische Ministerpräsident David McAllister verleiht diesem Ereignis durch seine Anwesenheit und sein Grußwort einen besonderen Glanz.