13. April 2024
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ibrary
Essentials

In der Ausgabe 2/2024 (März 2024) lesen Sie u.a.:

  • „Need to have”
    statt „nice to have”.
    Die Evolution
    der Daten in der Forschungsliteratur
  • Open-Access-Publikationen: Schlüssel zu höheren Zitationsraten
  • Gen Z und Millennials lieben
    digitale Medien UND Bibliotheken
  • Verliert Google seinen Kompass?
    Durch SEO-Spam werden
    Suchmaschinen zum Bingospiel
  • Die Renaissance des gedruckten Buches: Warum physische Bücher in der digitalen Welt relevant bleiben
  • KI-Halluzinationen: Ein Verwirrspiel
  • Die Technologie-Trends des Jahres 2024
  • KI-Policies und Bibliotheken: Ein globaler Überblick und Handlungsempfehlungen
  • Warum Bücherklauen aus der Mode gekommen ist
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 6 / 2023

BIOGRAFIEN
Vergessene Frauen werden sichtbar

FOTOGRAFIE
„In Lothars Bücherwelt walten magische Kräfte.“
Glamour Collection, Lothar Schirmer, Katalog einer Sammlung

WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Hingabe an die Sache des Wissens

MUSIK
Klaus Pringsheim aus Tokyo
Ein Wanderer zwischen den Welten

MAKE METAL SMALL AGAIN
20 Jahre Malmzeit

ASTRONOMIE
Sonne, Mond, Sterne

LANDESKUNDE
Vietnam – der aufsteigende Drache

MEDIZIN | FOTOGRAFIE
„Und ja, mein einziger Bezugspunkt
bin ich jetzt selbst“

RECHT
Stiftungsrecht und Steuerrecht I Verfassungsrecht I Medizinrecht I Strafprozessrecht

uvm

Ökonomie vs. Wissenschaft:
ROARA analysiert Konflikte in der Forschungsbewertung

Forschungsprojekt unter Leitung der ZBW beleuchtet
die Kollision von Interessen im Wissenschaftssystem

Im Januar 2024 startet die ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft zusammen mit einem internationalen Forschungsteam das Projekt „Auswirkungen von Open Access auf die Forschungsbewertung“ – genannt ROARA. Das Projekt ROARA analysiert Konflikte zwischen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Interessen und deren Auswirkungen auf die Forschungsbewertung. Prof. Dr. Isabella Peters von der ZBW leitet das Projekt, welches von der VolkswagenStiftung für vier Jahre gefördert wird.

Publikationen spielen eine zentrale Rolle in der Wissenschaft. Mit ihrer Hilfe verbreiten Forschende ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse. Publikationen entscheiden aber auch über Karrieren, da sie zur Bewertung von Forschenden herangezogen werden. Artikel in renommierten Fachzeitschriften helfen Wissenschaftler:innen beispielsweise, sich um eine Professur zu bewerben oder einen Antrag auf Fördermittel zu stellen.

Als Zeitschriften noch gedruckt wurden, finanzierten Verlagshäuser sich durch Abonnements wissenschaftlicher Bibliotheken. Seitdem Zeitschriften im Rahmen der Digitalisierung online vertrieben werden, setzt sich die Open-Access-Bewegung für die Beseitigung von Bezahlschranken ein, um wissenschaftliche Veröffentlichungen frei zugänglich zu machen.

Viele wissenschaftliche Institutionen unterstützen dies und Forschungsförderer verlangen zunehmend, dass die Ergebnisse geförderter Projekte via Open Access frei zugänglich sind. Darauf reagieren Wissenschaftsverlage, indem sie ihre Geschäftsmodelle anpassen. Statt Gebühren für das Lesen zu verlangen, bitten viele nun die Autor:innen für das Veröffentlichen zur Kasse. Diese Publikationen können dabei eine Größenordnung von mehreren Tausend Euro pro Artikel erreichen.

Das Projekt ROARA – Repercussions of Open Access on Research Assessment analysiert jetzt, wo ökonomische und wissenschaftliche Interessen kollidieren. Das kann etwa der Fall sein, wenn Verlage mehr publizieren, um Einnahmen zu erhöhen, dabei aber auf eine ausreichende Qualitätskontrolle verzichten. Diese Kollisionen und ihre Auswirkungen auf die Bewertung von Forschung sollen in diesem Projekt umfassend untersucht werden. Die Ergebnisse des Projekts werden von großer Bedeutung sein für Akteure in den Bereichen Wissenschaftspolitik, wissenschaftliche Kommunikation und Forschungsevaluation.

Das interdisziplinäre Projekt wird von Prof. Dr. Isabella Peters von der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft geleitet und für vier Jahre von der VolkswagenStiftung gefördert. Das Team der Universität Bielefeld unter der Leitung von Dr. Niels Taubert (Arbeitsgruppe Bibliometrie und Institute for Interdisciplinary Studies of Science), sowie das Team der Universität Ottawa (Kanada) unter der Leitung von Prof. Dr. Stefanie Haustein, Professorin an der School of Information Studies und Kodirektorin des ScholCommLab, bringen umfassende Erfahrungen in der Mixed-Methods-Forschung im Bereich der wissenschaftlichen Kommunikation und Bibliometrie mit. Das ROARA-Team vereint disziplinäre Perspektiven aus den Bereichen Bibliometrie, Bibliotheks- und Informationswissenschaften, Web Science, Wirtschaftswissenschaften und Wissenschaftssoziologie.

www.zbw.eu