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27. Februar 2026
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In der Ausgabe 10/202501/2026 (Dezember – Januar 2025–2026) lesen Sie u.a.:

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  • Repositorien im Wandel: Analyse zentraler Einflussfaktoren für die nächsten Jahre
  • Wie inklusiv Sammlungen in Bibliotheken und Archiven wirklich sind
  • Synergien von KI-Chat und Suche:
    Wie unterschiedliche Altersgruppen
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  • Kulturerbe-Daten im Zeitalter der KI:
    Ein neues Zugangsmodell für Institutionen
  • Jugendliche, soziale Medien und KI-Chatbots: Digitale Nutzungsrealitäten 2025
  • Buchclubs als unterschätzte Brücke zwischen Campusleben und Bibliothek: Neue Impulse aus US-Hochschulbibliotheken
  • AI Librarian in Japan
  • Altersgrenzen für soziale Medien:
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Ein Stardichter wird dreihundert

Jubiläumsausstellung in der SUB widmet sich Klopstock und der Musik

Der Nachlass Friedrich Gottlieb Klopstocks (1724–1803) gehört zu den bedeutendsten Beständen in den Sondersammlungen der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. Am 300. Geburtstag des Dichters, dem 2. Juli 2024, eröffnet die SUB nun eine multimediale Ausstellung, die nachgelassene Objekte präsentiert und dabei einen besonderen Aspekt in den Fokus rückt: Unter der Überschrift „Vom Klang der Dichtung. Klopstock und die Musik“ nähert sich die Schau der Klanglichkeit von Klopstocks Dichtung und der musikalischen Rezeption des Autors.

Mit diesem Fokus veranschaulicht die Ausstellung auch die kulturgeschichtliche Bedeutung eines großen Dichters, der heute fast ausschließlich Insidern ein Begriff ist. Das war zu Klopstocks Lebzeiten und bis weit ins 20. Jahrhundert hinein anders: Mit seinem neuen Ton wurde er zu einer Vaterfigur für die nachfolgende Generation und zum Vorbild für Dichtergrößen wie Goethe oder Hölderlin. Die klangliche Komponente in seinem Werk – Friedrich Schiller nannte Klopstock einen „musikalischen Dichter“ – war ein entscheidender Impuls für die Entwicklung einer neuen Dichtersprache.

Zudem inspirierte der Rhythmus seiner Texte etliche Komponisten wie Georg Philipp Telemann oder Carl Philipp Emanuel Bach zu Kompositionen. Einige seiner Dichtungen fanden eine weite Verbreitung über Liedvertonungen, die zum Teil noch heute in (Kirchen-)Liederbüchern zu finden sind.

Von Klopstocks Breitenwirkung zeugt nicht zuletzt sein Begräbnis: Als der Stardichter am 14. März 1803 starb, zogen Zehntausende im Bestattungszug von der Innenstadt übers Millerntor ins damals noch dänische Altona. Neben einer literarisch-musikalischen Werkschau präsentiert die Ausstellung auch eine experimentelle, künstlerisch-klangforschende Perspektive auf zentrale Aspekte Klopstock'scher Dichtung.

Begleitet wird die Ausstellung in der SUB von einem Veranstaltungsprogramm, das neben thematisch passenden Vorträgen führender Expert:innen aus der Klopstock-Forschung auch zwei Konzerte beinhaltet, eines davon bestritten von Studierenden der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Auch abseits der Ausstellung bleibt der Dichter ein Thema in der Bibliothek: In der historisch-kritischen Gesamtausgabe, die in einer 1962 eingerichteten Klopstock-Arbeitsstelle entsteht, sind mittlerweile 44 Bände erschienen. In den nächsten Jahren wird die Edition mit den Bänden 45/46 der „Grammatischen Gespräche“ ihren Abschluss finden.

Die Ausstellung „Vom Klang der Dichtung. Klopstock und die Musik“
ist täglich bis 24 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Ausstellungsdaten:

Vom Klang der Dichtung. Klopstock und die Musik

Im Ausstellungsraum der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg

3.7.–15.9.24, Mo.–Fr. 9–24 Uhr, Sa. u. So. 10–24 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Eröffnung:

Am Dienstag, dem 2.7., um 18 Uhr im Vortragsraum der Stabi.

Musikalische Eröffnung durch Studierende der HfMT

Prof. Robert Zepf (Direktor SUB): Grußwort

Dr. Kevin Hilliard (Oxford): 300 Jahre Klopstock

Dr. Mark Emanuel Amtstätter, Dr. Mirijam Beier, Christian Märkl (Kurator:innen-Team):
Einführung in die Ausstellung

Im Anschluss Empfang und Besichtigung der Ausstellung

Um eine Anmeldung unter pr@sub.uni-hamburg.de wird gebeten.