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Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
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Sabine Wolf (Hrsg.)
Band 75: Denise Rudolph Band 74: Sophia Paplowski Band 73: Carmen Krause Band 72:
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24. April 2026
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In der Ausgabe 03/2026 (April 2026) lesen Sie u.a.:

  • Nationales Kultur­erbe unter Druck: Der Stopp des DNB-Erweiterungsbaus und seine Folgen
  • Entwicklungen im Medienalltag
  • Vom Datenhype zur Datenkompetenz: Warum Data Literacy zur Kernaufgabe
    von Bibliotheken wird
  • Warum Bibliotheken bei KI, Lizenzen
    und Fair Use mitreden müssen
  • Entwicklungen für die Zukunft
    von Bibliotheken
  • Forschungsdaten als Publikationsform
  • Wie Forschende mit KI-gestützten Recherchetools arbeiten
  • KI-Erschöpfung und „Vocational Awe“
    in wissenschaftlichen Bibliotheken
  • Aufmerksamkeitskrise oder Designproblem? Was Bibliotheken aus der Debatte über Lesen und Bildschirme lernen können
  • Die Stiftsbibliothek St. Gallen:
    Ein 1.300 Jahre altes Wissensarchiv
  • Bibliotheken als Räume für Wohlbefinden
    im Gesundheitswesen
  • Das Ende eines Formats: Der Niedergang des Massenmarkt-Paperbacks
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Bücher und Medizin vor 400 Jahren

Vortragsreihe zur Ausstellung „Beyers Bücherschatz“
in der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main

Im Rahmenprogramm zur Ausstellung „Beyers Bücherschatz. Vom Sammeln und Stiften vor Senckenberg“ finden drei Vorträge statt, in denen Büchersammler aus Frankfurt und Florenz sowie die Heilkunst der frühen Neuzeit beleuchtet werden.

Am 20. März 2025 spricht Frank Fürbeth (Goethe-Universität) über „Die Büchersammlung von Johann Hartmann Beyer im geschichtlichen Kontext Frankfurter Privatbibliotheken“. Er stellt sich die Frage: Aus welchen Gründen wurden Bücher gesammelt und wie können diese Sammlungen in den politischen und geistesgeschichtlichen Kontext der Reichsstadt Frankfurt eingeordnet werden? Zusammen besehen wir private Bibliotheken in Frankfurt im 16. Jahrhundert. Mit Claus Stalburg, Adolf von Glauburg und Johann Hartmann Beyer werden einige für die Geschichte Frankfurts herausragende Personen vorgestellt, die jeweils große Sammlungen angelegt haben.

Am 3. April 2025 lässt Andrea Baldan (Goethe-Universität) den Blick nach Italien schweifen und berichtet über „Antonio Magliabechi (1633-1714) und die Gründung der Biblioteca Nazionale Centrale di Firenze“. Der Florentiner Gelehrte Magliabechi, Bibliothekar des Großherzogs Cosimo III. von Toskana, sammelte im Laufe seines Lebens etwa 30.000 Bücher, darunter fast 3.000 Handschriften, die er der Stadt Florenz unter der Bedingung vermachte, dass sie seinen Mitbürgern in einer Bibliothek zugänglich gemacht würden. Diese Sammlung wurde zum Grundstein der ersten öffentlichen Bibliothek Italiens und zum Kern der heutigen Biblioteca Nazionale Centrale di Firenze. Der Vortrag widmet sich der Figur dieses exzentrischen Bibliothekars und seiner Rolle in der wissenschaftlichen Vermittlung seiner Zeit sowie der Geschichte der öffentlichen Bibliothek in Italien und der Entstehung der italienischen Nationalbibliothek.

Und schließlich öffnet am 10. April 2025 Jana Schreiber (Philipps-Universität Marburg) das Themenspektrum der Reihe mit dem Vortrag „Zwischen Heilkunst und Konkurrenz - Ein Blick auf die Frankfurter Barbierzunft in der Frühen Neuzeit“. Die Frankfurter Barbiere übernahmen als handwerkliche Chirurgen zentrale Aufgaben im städtischen Medizinalwesen. Ihre Kompetenzen, Aufgabengebiete und auch ihr Rang wurden jedoch im weiten und sehr diversen Feld der frühneuzeitlichen Heilkunde immer wieder von Konkurrent*innen bedroht und umkämpft. Der Vortrag stellt die Frankfurter Barbierzunft vor und beleuchtet ihr Agieren auf dem medizinischen Markt.

Die Vorträge finden jeweils um 19 Uhr im Lesesaal 2. OG der Zentralbibliothek in Bockenheim statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich und der Eintritt ist frei.

Über die Ausstellung

Die Ausstellung „Beyers Bücherschatz. Vom Sammeln und Stiften vor Senckenberg“ porträtiert den Frankfurter Mediziner und Politiker Johann Hartmann Beyer und lädt ein, dem Gewöhnlichen wie dem Außergewöhnlichen eines Lebens im frühneuzeitlichen Frankfurt zu begegnen. Die Ausstellung läuft bis zum 27. April 2025 und ist dienstags bis freitags von 13.00 bis 20.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.30 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

https://www.ub.uni-frankfurt.de/ausstellung/jh-beyer.html