b.i.t.online 6 / 2025
EDITORIAL
Chefredakteur Dr. Rafael Ball,
Direktor der ETH-Bibliothek Zürich
Direktor der ETH-Bibliothek Zürich
Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten ...
Vielleicht ist es auch schon das dreizehnte Mal, wir wissen es nicht genau. Erneut hat eine Gruppe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine Deklaration veröffentlicht, die eine umfassende Reform des wissenschaftlichen Publikationssystems fordert: Reformation of science publishing: the Stockholm Declaration.Die Erklärung wurde bei einer Konferenz der Royal Swedish Academy of Sciences ausgearbeitet. Darin wird beklagt, dass die Integrität der Forschung zunehmend durch Fake-Publikationen, Predatory Journals, die Gewinnorientierung großer Verlage und ein fehlgeleitetes Anreizsystem bedroht sei.
Auch der massive Anstieg gefälschter Artikel – häufig von „paper mills“ produziert und durch KI unterstützt – führe zu verzerrten Forschungsgrundlagen, Vertrauensverlust in die Wissenschaft, unnötigen Kosten und einer Überlastung von Herausgebern und Gutachtern. So weit, so bekannt.
Auch die vier zentralen Handlungsfelder wie „Rückführung der Kontrolle über das Publizieren an die Wissenschaft“, „Anreizsysteme auf Qualität statt Quantität ausrichten“, „Unabhängige Mechanismen zur Betrugserkennung etablieren“ und „Nationale und internationale Regelwerke zur Integrität stärken“, haben wir schon an vielen anderen Stellen gelesen und gehört.
Nun ist es nicht verwerflich, auf Missstände im Publikationssystem hinzuweisen und Reformen anzumahnen, aber ...[mehr
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FACHBEITRÄGE
CORNER
NACHRICHTENBEITRÄGE
INTERVIEW
Foto: Reinhard Altenhöner
Petra Gehring: https://www.philosophie.tu-darmstadt.de/ institut_phil/mitarbeiter_innen_phil/gehring.de.jsp
Stefan Lange: https://www.wissenschaftsmanagement-online.de/users/dr-stefan-lange
Infrastrukturen als Orte der Entscheidung und
Ermöglichung. Die NFDI auf dem Prüfstand

Interview mit Prof. Dr. Petra Gehring, TU Darmstadt, Institut für Philosophie, Vorsitzende des Rates für Informationsinfrastrukturen (RfII) und Dr. Stefan Lange, Leiter der Geschäftsstelle des RfII
Wie geht es weiter mit der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI)? 2016
vom Rat für Informationsinfrastrukturen (RfII) vorgeschlagen und seit fünf
Jahren von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlicher
Disziplinen weitverzweigt in verschiedenen Einrichtungen und Organisationen der
Wissenschaft und Forschung entwickelt, hat der Wissenschaftsrat (WR) im Juli
2025 die nachhaltige Finanzierung bei gleichzeitiger Verbesserung der Governance
der NFDI empfohlen.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat nach der Evaluierung 26 Konsortien ausgewählt, die durch Bund und Länder gefördert und vom Verein NFDI koordiniert werden sollen. Ebenfalls im Juli 2025 hat der RfII sein jüngstes Positionspapier „Leistung in Verantwortung“ vorgelegt, in dem er erneut Empfehlungen zur Zukunft der wissenschaftlichen Informationsinfrastrukturen in Deutschland gibt.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat nach der Evaluierung 26 Konsortien ausgewählt, die durch Bund und Länder gefördert und vom Verein NFDI koordiniert werden sollen. Ebenfalls im Juli 2025 hat der RfII sein jüngstes Positionspapier „Leistung in Verantwortung“ vorgelegt, in dem er erneut Empfehlungen zur Zukunft der wissenschaftlichen Informationsinfrastrukturen in Deutschland gibt.

Die Freiberger Bibliothek mit Campusturm
Nutzerbefragung der Stadtbibliothek Duisburg:
Fachbibliothek Philologicum an der UB der
National Implementation Status of „Provision of Institutional Repository” (by institution type, 2024)
Drei Spielabschnitte entsprechen verschiedene historische Epochen
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Stadtbibliothek Schwabing, Hohenzollernstr. 16. Heute.
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