„Rund 110 Millionen Menschen nutzten im vergangenenen Jahr die Bibliotheken” schrieben die Zeitungen nach der BiblioCon in Bremen 2025. Gemeint waren die Besuche in Öffentlichen Bibliotheken. Das ist eine Zahl, die Politiker und Öffentlichkeit sicherlich beeindruckt. Was sie nicht aussagt:
- Wieviel Prozent der Bevölkerung erreichen Bibliotheken eigentlich mit ihren Diensten? Wie viele Menschen in einer Stadt nutzen „ihre” Stadtbibliothek?
- Und wer genau sind diese „Nutzenden” (Alter, Status, etc)?
Weil die tatsächlichen „Nutzenden”, ob physisch oder virtuell, schwer zu identifizieren sind, werden meist nur die
Bibliotheksbesuche gezählt und daraus dann Besuche pro Einwohner oder pro Mitglied der Zielgruppe berechnet. Aber welche Personen haben tatsächlich die Bibliothek benutzt, ob nur einmal oder hundertmal im Jahr?