INNOVATIV
Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
Linda Freyberg
Sabine Wolf (Hrsg.)
Band 75: Denise Rudolph Band 74: Sophia Paplowski Band 73: Carmen Krause Band 72:
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Dirk Wissen
Band 71: Rahel Zoller Band 70: Sabrina Lorenz Band 69: Jennifer Hale Band 68:
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22. September 2026
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In der Ausgabe 07/2026 (September 2026) lesen Sie u.a.:

  • Je früher Kinder Social Media nutzen, desto schlechter sind ihre schulischen Leistungen
  • Wie KI-gestützte Datenkompetenz-Schulungen das Selbstvertrauen von Ingenieurstudierenden verändern
  • Wie rechtsalternative Medien
    systematisch Klimaskepsis verbreiten
  • Über 15 Mrd. Dollar für Open-Access-Gebühren an nur 14 Verlage
  • Verlage ringen um Regeln,
    während KI-Verdacht
    ganze Buchveröffentlichungen stoppt
  • Wenn ChatGPT zum Bibliothekskatalog wird
  • US-Bibliotheksverband
    veröffentlicht Leitfaden
    zum Umgang mit künstlicher Intelligenz
  • Warum viele Zeitschriftenredaktionen
    trotz Sympathie für Open Access
    bei kommerziellen Verlagen bleiben
  • Über zehntausend Paper-Mill-Artikel zurückgezogen
  • Warum KI nach Ansicht eines US-Forschers einen neuen Informationsschock auslöst
  • IFLA meldet Mitgliederwachstum
    und blickt auf ihr Jubiläumsjahr 2027
  • Warum das Ende physischer Medien
    auch Bibliotheken betrifft
  • Antiquarische Bücher werden für KI-Training gekauft und danach zerstört
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

„Hochschulstandort Baden-Württemberg
braucht Wissenschaftsfreiheit“

Kritik: Vorgenommene Änderungen unzureichend

Der Deutsche Hochschulverband (DHV) und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels appellieren an die Abgeordneten des baden-württembergischen Landtags, den jetzt vorgelegten Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung hochschulrechtlicher Vorschriften zu ändern. Die Kritik richtet sich gegen eine geplante Norm im Landeshochschulgesetz, nach der baden-württembergische Hochschulangehörige durch die Satzung der Hochschule gezwungen werden können, Beiträge zu Fachzeitschriften oder Festschriften in sogenannten Open-Access-Repositorien ein zweites Mal zu veröffentlichen.

„Wer wissenschaftlichen Autoren die freie Entscheidung nimmt, Forschungsergebnisse so zu veröffentlichen, wie sie es selbst für richtig halten, gefährdet Wissenschaft und Forschung. Der Hochschulstandort Baden-Württemberg schadet seiner Attraktivität, wenn Zwang an die Stelle von Wissenschaftsfreiheit und Urheberrecht tritt“, sagt Professor Dr. Bernhard Kempen, Präsident des DHV.

„Wird die geplante Regelung umgesetzt, können deutschsprachige wissenschaftliche Zeitschriften in vielen Bereichen gar nicht mehr oder nur noch ohne Beiträge baden-württembergischer Wissenschaftler erscheinen. Die Wissenschaftsverlage im Börsenverein stehen dem Publikationsweg Open Access offen und aktiv gegenüber. Nicht akzeptabel ist für uns jedoch, dass das Land Baden-Württemberg flächendeckend Leistungen von Wissenschaftsverlagen nutzen will, ohne sich an deren Finanzierung angemessen zu beteiligen“, sagt der Vorsitzende des Verleger-Ausschuss des Börsenvereins, der Stuttgarter Verleger Matthias Ulmer.

Eine ausführliche Stellungnahme des Börsenvereins zu der von der baden-württembergischen Landesregierung geplanten Regelung in ihrer aktuellen Fassung ist abrufbar unter:

Stellungnahme drittes Hochschulrahmengesetz BaWü (PDF)