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  • Warum Bibliotheken im Zeitalter von KI wichtiger werden und mit einem Vertrauensparadox zu kämpfen haben
  • Schweden setzt in Schulen wieder auf Bücher
  • Warum KI-Kompetenz mehr sein muss als Toolwissen
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  • Open Access bringt Vorteile, aber nicht in jedem Fach auf die gleiche Weise
  • Was ChatGPT und Ghostwriting über Autorschaft verraten
  • Warum E-Books in US-Schulen zur Kostenfrage werden
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2009 bis 2023

Internationale Konferenz mit Koranforschern und Islamwissenschaftlern an der Staatsbibliothek zu Berlin

Studies on Johann Gottfried Wetzstein: Manuscripts, Politics an Oriental Studies

Von heute Abend bis Samstag treffen in der Staatsbibliothek zu Berlin Koranforscher und Islamwissenschaftler aus dem Libanon, Algerien, Frankreich, den U.S.A., aus Kanada, Russland, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und anderen Ländern zusammen. Im Zentrum ihrer Betrachtungen steht das wissenschaftliche und politische Wirken von Johann Gottfried Wetzstein (1815-1905), dem die Staatsbibliothek zu Berlin unter anderem wesentliche Bestandteile ihrer überaus wertvollen Sammlung orientalischer Handschriften verdankt. Den Eröffnungsvortrag The Qur'anic Collections Acquired by Wetzstein hält der Koran-Forscher Francois Déroche vom Collège de France in Paris. Die Veranstalter der Konferenz, Orientalisches Institut der Universität Leipzig und Staatsbibliothek zu Berlin, danken der Fritz-Thyssen-Stiftung und den Freunden der Staatsbibliothek zu Berlin e.V. für ihre großzügige finanzielle Unterstützung.  

Berater der deutschen Außenpolitik, preußischer Konsul in Damaskus, vorzüglicher Kenner der arabischen und semitischen Sprachen und Kulturen, Briefpartner von Alexander von Humboldt, Carl Ritter und anderen Gelehrten jener Zeit, und Wahl-Berliner - Johann Gottfried Wetzstein (1815-1905), dessen Geburtstag sich zum 200. Mal jährt, war eine jener bestens mit dem Vorderen Orient vertrauten Persönlichkeiten, die sowohl in politischer wie auch kultureller Hinsicht ihrer Zeit einen deutlichen Stempel aufdrückten.

Als Konsul in Damaskus (1849-1861) erlebte er die Aufstände gegen die syrischen Christen und konnte sich erfolgreich für sie einsetzen; Während des Deutsch-Französischen Krieges reiste er 1870 nach Tunesien, um diplomatisch auf die Kriegsgegner einzuwirken. Von 1867 bis 1875 lehrte er an der Berliner Universität und an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums, zugleich war er ein geschätzter Berater der preußischen und deutschen Regierungen unter Bismarck in Fragen der Orientpolitik. In den Jahren, die er im arabischen Raum verlebte, legte Wetzstein eine äußerst wertvolle Sammlung mit 2.500 Handschriften an, darunter zahlreiche Koran-Schriften, die er der Königlichen Bibliothek, heute Staatsbibliothek zu Berlin, verkaufte. Später gelangte auch sein wissenschaftlicher Nachlass dorthin.

Gemeinsam mit dem Orientalischen Institut der Universität Leipzig lud die Staatsbibliothek zu Berlin zu einer international besetzten Tagung ein, deren Teilnehmer das Leben und Wirken Wetzsteins näher beleuchten werden. Orientalisten und Historiker kommen aus dem Libanon, Algerien, Frankreich, den U.S.A., aus Kanada, Russland, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und anderen Ländern.

Zur Eröffnung am Donnerstag, 19. Februar, 18 Uhr, spricht der renommierte Koran-Forscher Francois Déroche, vom Collège de France in Paris, über The Qur'anic Collections Acquired by Wetzstein. Die bekannte Musikerin und 1001-Nachtübersetzerin Claudia Ott wird mit ihrem Ensemble poetische arabische Texte rezitieren und auf arabischen Instrumenten begleiten. An diesem Abend werden aus der Sammlung Wetzstein Handschriften präsentiert.

Das Tagungsprogramm für Freitag/Samstag, 20./21. Februar finden Sie unter http://tinyurl.com/q6se57w

Während der Tagung wird um Spenden für die Restaurierung des Grabes Johann Gottfried Wetzsteins gebeten, es befindet sich auf dem Friedhof II der Sophien-Gemeinde in Berlin-Mitte.  

Donnerstag - Samstag, 19. - 21. 2. 2015
Haus Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin
Simón-Bolivár-Saal