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Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
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Sabine Wolf (Hrsg.)
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10. Juli 2026
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In der Ausgabe 05/2026 (Juni/Juli 2026) lesen Sie u.a.:

  • Bürgerforum fordert mehr Medienbildung, Plattformregeln und lokale Öffentlichkeit
  • Jugendliche wollen besseren Schutz, aber keine einfachen Social-Media-Verbote
  • Digitale Langzeit­archi­vierung braucht klare Regeln
  • KI-Chatbots werden Teil der wissenschaftlichen Informationssuche
  • Offene Infrastrukturen für
    wissenschaftliche Informationssysteme
  • Warum die Debatte über KI-Texte
    zu kurz greift
  • Lesen als Grundlage
    demokratischer Resilienz
  • Erfundene Quellen
  • US-Bibliotheken neue Lieferwege
  • Warum Hardcover mehr sind
    als schöne Schutzumschläge
  • Lesen auf Papier oder auf dem Bildschirm?
  • Bibliotheksverbände fordern neue
    E-Book-Modelle von großen Verlagen
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Auftakt der Frankfurter Buchmesse:
„KI muss dem Menschen dienen – nicht umgekehrt“

Stabile Branchenlage, zahlreiche Herausforderungen –
darunter die Gefahr unzureichender Regulierung von KI

Mit dem Eintrittsticket zur Frankfurter Buchmesse entscheiden sich die Besucher*innen für Vielfalt, Entdecken und Erleben, für Diskussion und Diskurs – so Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels heute bei der Pressekonferenz zur Messe-Eröffnung: „Auf der Frankfurter Buchmesse, einer der wichtigsten Kulturveranstaltungen der Welt, geht es um nicht weniger als die Frage, wie wir miteinander leben wollen. Wie wollen wir uns informieren? Wie unsere Meinung bilden? Auf welcher Basis entscheiden? Wer darf entscheiden, welche Informationen uns zur Verfügung stehen? Und was heißt das für unser Miteinander in Demokratie und Freiheit?“

Die Buchbranche behauptet sich aktuell in einer schwierigen Wirtschaftslage. Der Branchenumsatz stieg 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent. Befördert wird die positive Entwicklung am Buchmarkt weiterhin durch die Buchbegeisterung junger Menschen zwischen 16 und 29 Jahren, für die die Branche attraktive und passgenaue Angebote macht. Trotz allem steht die Branche zahlreichen Herausforderungen gegenüber, etwa dem ungehemmten Content-Raub durch Big-Tech-Firmen, dem anhaltenden Kostendruck, überbordenden Bürokratie-Anforderungen und einem wachsenden Defizit bei der Lesekompetenz.

Größte Herausforderung für die Zukunft unserer Gesellschaft sei, so Karin Schmidt-Friderichs, der Umgang mit Künstlicher Intelligenz: „Die Grundsäulen einer demokra­tischen Gesellschaft müssen auch im KI-Zeitalter geschützt werden. Neben all den positiven Effekten birgt KI, wie jede bahnbrechende Technik, auch Gefahren. Wir dürfen dieses mächtige Werkzeug nicht einer Handvoll Big-Tech-Firmen überlassen. Die Politik muss die großen Tech-Unternehmen endlich durch klare Regeln zu Fair Play verpflichten, damit KI dem Menschen und der Gesellschaft dient – und nicht umgekehrt.“

Was heißt das konkret? Karin Schmidt-Friderichs: „Bei den Inhalten, die KI ausgibt oder zurückhält, müssen auf politischer Ebene zentrale Fragen in Bezug auf Transparenz, Nutzungsrecht, Verantwortlichkeiten und Haftung geklärt werden. Nur so können Big Tech und die Kreativbranche nachhaltig ineinandergreifen und nur so kann freie Meinungsbildung stattfinden.“

Außerdem müsse Medienkompetenz in Verbindung mit Leseförderung stärker in der Gesellschaft und besonders im Lehrprogramm der Schulen verankert werden. Karin Schmidt-Friderichs sagte dazu: „Aktuell kann nicht einmal jedes vierte Kind nach der Grundschule sinnerfassend lesen und jeder fünfte Erwachsene liest auf dem Niveau eines zehnjährigen Kindes. Wie kann man ohne diese grundlegende Kompetenz beurteilen, ob eine KI halluziniert bzw. manipuliert oder nicht. Wir brauchen dringend eine Lösung für den dramatischen Bildungsnotstand in Deutschland.“ Auf der Frankfurter Buchmesse greift der Börsenverein die Themen KI, Meinungsbildung und Demokratie in einigen Veranstaltungen auf. Hier eine Auswahl:

Diskussion: Kotau vor der Tech-Wirtschaft oder Fair Play?
Der AI Act und die Zukunft der Kreativität in Europa

Donnerstag, 16. Oktober, 14 Uhr | Center Stage (Halle 4.1 B68)
Wie geht es weiter mit der europäischen KI-Regulierung, wie kann eine
faire KI-Politik aussehen, was braucht es, um schöpferische Arbeit zu schützen?

Diskussion: Täuschend echt:
Deepfakes – Auswege im Kampf um die Wirklichkeit

Freitag, 17. Oktober, 14 Uhr | Center Stage (Halle 4.1 B68)
Wie schützen wir unsere Demokratie, unsere Informationsfreiheit
und die Kreativität des Menschen vor KI-generierten Manipulationen?

Diskussion: Wessen Wahrheit zählt?

Samstag, 18. Oktober, 15 Uhr | Center Stage (Halle 4.1 B68)
Über die Anziehungskraft von Verschwörungsideologien und die
Auswirkungen auf die Demokratie. Aladin El-Mafaalani im Gespräch.

Alle Veranstaltungen des Börsenvereins sind abrufbar unter: www.boersenverein.de/buchmesse