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20. Oktober 2026
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In der Ausgabe 08/2026 (Oktober 2026) lesen Sie u.a.:

  • Mehrheit der Jugendlichen befürwortet Social-Media-Verbot
  • Zwischen Überforderung und Verantwortung:
    Was Eltern über die digitale Welt ihrer Kinder wissen und was nicht
  • Der Informationsschock und
    die Zukunft des Bibliotheksberufs
  • Tim Coates analysiert 15 Jahre
    IMLS-Daten zu US-amerikanischen öffentlichen Bibliotheken
  • Was der Clarivate-Bericht 2026 über
    den KI-Stand in Bibliotheken verrät
  • Wie öffentliche Bibliotheken in den USA
    und Kanada mit KI-Policies umgehen
  • Schadet das digitale Ausleihen von Bibliotheken dem Buchmarkt?
  • PEN America dokumentiert eskalierende Zensur in US-amerikanischen
    öffentlichen Bibliotheken
  • Wie sich das Publikationsverhalten wissenschaftlicher Bibliothekar:innen wandelt
  • US-Hochschulbibliotheken fördern zunehmend das Wohlbefinden
    von Studierenden
  • Klage gegen Elsevier auf Rückzug einer Studie geht in Richtung Gerichtsverhandlung
  • Unabhängige Buchläden in Hongkong
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Geisteswissenschaften International: Monika Dommanns Geschichte des Urheberrechts ausgezeichnet

Insgesamt 15 geisteswissenschaftliche Werke erhalten Übersetzungsförderung

Der Sonderpreis im Rahmen des Programms „Geisteswissenschaften International“ geht in diesem Frühjahr an ein Werk über die Geschichte des Urheberrechts. Monika Dommann erhält für ihr Buch „Autoren und Apparate. Die Geschichte des Copyrights im Medienwandel“ (S. Fischer Verlag) den Preis zur Förderung exzellenter geistes- und sozial¬wissen-schaftlicher Publikationen. Insgesamt 15 geisteswissenschaftliche Werke erhalten im Frühjahr 2015 eine Übersetzungsförderung. Der Börsen¬verein des Deutschen Buchhandels, die Fritz Thyssen Stiftung, die VG WORT und das Auswärtige Amt zeichnen zweimal im Jahr hervorragende geistes- und sozialwissenschaftliche Werke aus und finanzieren deren Übersetzung ins Englische.

In ihrer Begründung sagt die Jury: „Die besondere Leistung des Buches liegt darin, uns die Geschichte des Copyrights ,in the making‘ vor Augen zu führen und damit das komplexe Geflecht der Rechte und Interessen aller beteiligten Akteure anschaulich zu machen. Monika Dommann leistet die längst überfällige Historisierung der aktuellen Debatten um Urheber- und Verwertungsrechte unter dem Druck neuer Verbreitungsmedien – um Google Library, Open Access und File Sharing von Musik. In ihrer Geschichte des Copyrights im Medienwandel der letzten 150 Jahre erfahren wir, wie alt die neuen Probleme sind und wie fragil der rechtliche Schutz geistigen Eigentums ist. Damit ermöglicht es einen unverzichtbaren Blick in die Geschichte, um die Gegenwart zu begreifen.“

Die Übersetzung der ausgezeichneten Werke ins Englische wird mit der Summe von insgesamt 250.000 Euro finanziert. Ziel der Auszeichnung ist die stärkere internationale Verbreitung deutscher Forschungsergebnisse in den Sozial- und Geisteswissenschaften und die globale Vernetzung deutscher Wissenschaft. Die Zahl der in den englischen Sprachraum vergebenen Lizenzen soll so dauerhaft erhöht werden.

Neben Monika Dommann wurden im Frühjahr 2015 ausgezeichnet:

  •  Katajun Amirpur: Den Islam neu denken (C.H. Beck)
  •  Klaus Böldl: Götter und Mythen des Nordens (C.H. Beck)
  •  Tim Buchen: Antisemitismus in Galizien: Agitation, Gewalt und Politik gegen Juden in der Habsburgermonarchie um 1900 (Metropol Verlag)
  •  Marlene Crüsemann: Die pseudepigraphen Briefe an die Gemeinde in Thessaloniki (W. Kohlhammer)
  •  Markus Friedrich: Die Geburt des Archivs (De Gruyter Oldenbourg)
  •  Thomas Kaufmann: Luthers Juden (Philipp Reclam jun. Verlag)
  •  Stefan Kühl: Ganz normale Organisationen. Zur Soziologie des Holocaust (Suhrkamp Verlag)
  •  Jörn Leonhard: Die Büchse der Pandora. Geschichte des Ersten Weltkriegs (C.H. Beck)
  •  Michael Riekenberg: Staatsferne Gewalt. Eine Geschichte Lateinamerikas 1500–1930 (Campus Verlag)
  •  Irme Schaber: Gerda Taro, Fotoreporterin (Jonas Verlag für Kunst u. Literatur)
  •  Karl Schlögel: Im Raume lesen wir die Zeit. Über Zivilisationsgeschichte und Geopolitik (Carl Hanser Verlag)
  •  Reiner Stach: Kafka - Die frühen Jahre (S. Fischer Verlag)
  •  Philipp Ther: Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent (Suhrkamp Verlag)
  •  Mirjam Zadoff: Der rote Hiob. Das Leben des Werner Scholem (Carl Hanser Verlag)

Neben dem Juryvorsitzenden Prof. Dr. Luca Giuliani (Wissenschaftskolleg zu Berlin) gehören der Jury an: Prof. Dr. Tilman Allert (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Julika Griem (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Hans Günter Hockerts (Universität München, emeritiert), Prof. Dr. Doris Kaufmann (Universität Bremen), Prof. Dr. Christoph Menke (Universität Frankfurt), Prof. Dr. Claus Pias (Universität Lüneburg), Dr. Thomas Sparr (Suhrkamp Verlag), Dr. Julia Voss (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Dr. Judith Wilke-Primavesi (Campus Verlag).

Die nächste Ausschreibung startet am 1. Juni 2015 und endet am 31. Juli 2015. Dann stehen wieder Fördermittel in Höhe von 200.000 Euro zur Verfügung.