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Band 79: Janet Wagner Band 78: Philip Franklin Orr Band 77: Carina Dony Band 76:
Linda Freyberg
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Band 75: Denise Rudolph Band 74: Sophia Paplowski Band 73: Carmen Krause Band 72:
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23. Oktober 2026
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In der Ausgabe 08/2026 (Oktober 2026) lesen Sie u.a.:

  • Mehrheit der Jugendlichen befürwortet Social-Media-Verbot
  • Zwischen Überforderung und Verantwortung:
    Was Eltern über die digitale Welt ihrer Kinder wissen und was nicht
  • Der Informationsschock und
    die Zukunft des Bibliotheksberufs
  • Tim Coates analysiert 15 Jahre
    IMLS-Daten zu US-amerikanischen öffentlichen Bibliotheken
  • Was der Clarivate-Bericht 2026 über
    den KI-Stand in Bibliotheken verrät
  • Wie öffentliche Bibliotheken in den USA
    und Kanada mit KI-Policies umgehen
  • Schadet das digitale Ausleihen von Bibliotheken dem Buchmarkt?
  • PEN America dokumentiert eskalierende Zensur in US-amerikanischen
    öffentlichen Bibliotheken
  • Wie sich das Publikationsverhalten wissenschaftlicher Bibliothekar:innen wandelt
  • US-Hochschulbibliotheken fördern zunehmend das Wohlbefinden
    von Studierenden
  • Klage gegen Elsevier auf Rückzug einer Studie geht in Richtung Gerichtsverhandlung
  • Unabhängige Buchläden in Hongkong
u.v.m.
  fachbuchjournal
2009 bis 2023

Meilenstein für Forschungsprojekte: TIB bringt den
Research Activity Identifier (RAiD) nach Deutschland

Kooperation zwischen TIB und ARDC:
Aufbau einer nationalen Registrierungsagentur für RAiD-Vergabe geplant

Die Australian Research Data Commons (ARDC) und die TIB – Leibniz-Informations­zentrum Technik und Naturwissenschaften haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Darin verständigen sich beide Einrichtungen auf den gemeinsamen Aufbau einer nationalen Registrierungsagentur, die den Research Activity Identifier (RAiD) für Forschungsprojekte von Einrichtungen in Deutschland vergibt. Zum Start ist zunächst ein Pilotbetrieb vorgesehen, für den in den kommenden Monaten interessierte Einrichtungen identifiziert werden sollen.

Research Activity Identifier (RAiD):
ein persistenter Identifier für den gesamten Projektlebenszyklus

Was bisher oft an verschiedenen Stellen dokumentiert wurde, führt der Research Activity Identifier (RAiD) zusammen. Als persistenter Identifier (PID) begleitet er Forschungsprojekte über den gesamten Lebenszyklus hinweg – von der ersten Projektskizze bis zum Projektende. Das System verknüpft beteiligte Personen und Organisationen, erhaltene Förderungen, publizierte Ergebnisse sowie genutzte Infrastrukturen auf einer einzigen Plattform. Ziel der Partner ARDC und TIB ist es, RAiD als neuen PID-Standard für Forschungsprojekte in Deutschland zu etablieren.

TIB baut nationale Registrierungsagentur für RAiD auf

Die TIB übernimmt die Trägerschaft für die neue deutsche Registrierungsagentur für die RAiD-Vergabe, die im Pilotbetrieb starten wird. Deutsche Einrichtungen können RAiDs damit künftig eigenständig vergeben und erhalten einen direkten, souveränen Zugang zu dem international wachsenden System. Vergleichbare Strukturen werden bereits in Ländern wie den USA, Kanada und den Niederlanden aufgebaut.

„Mit RAiD schließen wir eine entscheidende Lücke in der Forschungsdokumentation: Projektverläufe werden dadurch über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg transparent auffindbar. Ein wichtiger Schritt ist dabei der Aufbau einer nationalen Registrierungs­agentur für die RAiD-Vergabe, über die deutsche Einrichtungen den direkten und unabhängigen Zugang zu einem globalen System erhalten. Das stärkt nicht nur die Resilienz unserer Forschungsdateninfrastrukturen, sondern verbessert auch die Nachvollziehbarkeit von Forschung und trägt damit insgesamt zur Integrität der Forschung bei“, sagt Prof. Dr. Irina Sens, stellvertretende Direktorin der TIB.

Gemeinsam für nachhaltige PID-Strukturen

Beide Partner ergänzen sich in der Kooperation durch ihre jeweilige Expertise im Bereich Forschungsdateninfrastrukturen. Die ARDC, die RAiD entwickelt hat, die australische RAiD-Agentur betreibt und den Aufbau der globalen RAiD-Infrastruktur eng begleitet, bringt ihr technisches Know-how und Betriebserfahrung ein. Die TIB verfügt über umfangreiche Erfahrungen im Bereich der persistenten Identifier: Sie betreibt das weltweit größte DataCite-Konsortium für die Vergabe von Digital Object Identifiern (DOI), ist DataCite-Gründungsmitglied und leitet das ORCID Deutschland Konsortium.

„Diese spannende Zusammenarbeit baut auf der führenden Rolle und dem Vertrauen auf, die sich sowohl TIB als auch ARDC über Jahrzehnte hinweg im Bereich der persistenten Identifikatoren erarbeitet haben. Projekte sind das Herzstück wissen­schaft­licher Arbeit, doch bis vor Kurzem fehlte ihnen noch der entscheidende Identifikator im PID-Puzzle. Die Ausweitung von RAiD auf Deutschland wird die offene Forschung stärken, indem sie sicherstellt, dass Forschende, Förderstellen und Institutionen einen besseren Einblick in Forschungsprojekte und deren gesamte Bedeutung erhalten“, erklärt Natasha Simons, Direktorin für nationale Koordination bei der ARDC.

Die nächsten Schritte der Kooperation

In den kommenden Monaten stehen nun der Aufbau und Pilotbetrieb der nationalen Registrierungsagentur für die RAiD-Vergabe unter der Führung der TIB an. Außerdem wollen ARDC und TIB laut dem Memorandum of Understanding ein tragfähiges Betriebs- und Servicemodell für die RAiD-Vergabe in Deutschland entwickeln, am Aufbau einer nachhaltigen globalen RAiD Operating Alliance mitwirken sowie mit gemeinsamen Aktivitäten die PID-Infrastrukturen weiter stärken.

https://www.raid.org/