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15. Juni 2026
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In der Ausgabe 04/2026 (Mai 2026) lesen Sie u.a.:

  • Wie verlässlich sind Metadaten für Forschungsdaten wirklich?
  • Erfundene Quellen – wie KI-Zitationen die Wissenschaft unter Druck setzen
  • Zwischen Bildschirmzeit, Stress und Lernverlust
  • Warum Bibliotheken im Zeitalter von KI wichtiger werden und mit einem Vertrauensparadox zu kämpfen haben
  • Schweden setzt in Schulen wieder auf Bücher
  • Warum KI-Kompetenz mehr sein muss als Toolwissen
  • Wie stark KI-Texte das Netz schon prägen
  • Open Access bringt Vorteile, aber nicht in jedem Fach auf die gleiche Weise
  • Was ChatGPT und Ghostwriting über Autorschaft verraten
  • Warum E-Books in US-Schulen zur Kostenfrage werden
u.v.m.
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2009 bis 2023

Noch 12 Tage bis zur Bundestagswahl: Parteien antworten
auf die Wahlprüfsteine des Deutschen Bibliotheksverbands

Augsburg/Berlin. Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) begrüßt, dass alle Parteien die wichtige Rolle von Bibliotheken als Kultur- und Bildungseinrichtungen anerkennen und die Notwendigkeit einer zukunftsgerechten Weiterentwicklung der Bibliotheken u.a. vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung, des demografischen Wandels, der Migration und der Notwendigkeit des nachhaltigen Handelns sehen. Grundsätzlich befürworten die Parteien die Aufnahme von Bibliotheken als zentrale Infrastruktureinrichtungen in nationale Strategien für Digitalisierung, Bildung, Integration und Nachhaltigkeit.

Die Bundesvorsitzende Barbara Lison erklärt auf der heute in der Stadtbücherei Augsburg stattfindenden Beiratssitzung mit 50 Spitzenvertretern des Verbandes: „Für die künftige Rolle der Bibliotheken ist eine nationale Strategie dringend erforderlich, denn das Fehlen einer bundesweit koordinierten Innovations- und Entwicklungspolitik für Bibliotheken ist problematisch. Die Aussagen der Parteien sind hier an einigen Stellen allerdings enttäuschend, eine Beteiligung des Bundes wird z.B. von CDU/CSU und FDP ganz abgelehnt. Nur durch eine verlässliche Mitwirkung und einen gesetzlichen Rahmen des Bundes auch bei der digitalen Ausstattung, dem Verleih von E-Books sowie der Ermöglichung der Sonntagsöffnung, können die Bibliotheken auch in Zukunft leistungsstark weiterarbeiten“.

Der dbv hat seine Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl an die Spitzen der im Bundestag vertretenen Parteien und weiterer Parteien verschickt, die voraussichtlich in den nächsten Bundestag einziehen. Der dbv hat die Parteien befragt, was sie in der Regierungsverantwortung oder als parlamentarische Opposition für die Förderung kultur- wissenschafts- und bildungspolitischer Belange der Bibliotheken tun wollen. Die bibliothekspolitischen Positionen der Parteien dokumentiert der dbv auf seiner Website.

„Wer forscht, braucht hochmoderne, gut ausgebaute und nachhaltige Informationsinfrastrukturen. Es bedarf dringend der verlässlichen Finanzierung zum weiteren Ausbau und Koordination dieser Informationsinfrastrukturen, konkrete Maßnahmen werden von den Parteien aber nur zum Teil benannt. Bibliotheken müssten von ihnen mehr als Bestandteil von Wissenschaftseinrichtungen und als wichtige Akteure der Transformation des wissenschaftlichen Publikationsmarktes (Open Access) wahrgenommen werden. Die Antworten der Parteien, wie sie hier unterstützend wirken können, sind nicht sehr aussagekräftig. Einigkeit besteht lediglich bei der Erhaltung des schriftlichen Kulturerbes als wichtige gesamtstaatliche Aufgabe, die weiterhin gefördert werden soll“, so die Vize-Bundesvorsitzende und Direktorin der ULB Münster, Beate Tröger.

http://www.bibliotheksverband.de
http://www.bibliotheksportal.de