19. Juli 2019
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Nature Index 2019: Größe allein nicht entscheidend

Große Einrichtungen aus den USA und China dominieren die Spitzenplätze, doch das neue
normalisierte Nature-Index-Ranking zeigt, dass auch kleinere Institute vorne mitspielen können.

© Springer Nature

Im Nature Index 2019 liegen die USA klar vor China und Deutschland. Die drei wichtigsten Institutionen - die Chinesische Akademie der Wissenschaften, die Harvard-Universität und die Max-Planck-Gesellschaft - behaupten im Ranking der Einrichtungen ihre Führungspositionen. Erstmals wird in diesem Jahr auch ein normalisiertes Ranking veröffentlicht, das die Zahl der veröffentlichten Spitzen-Artikel zur gesamten Veröffentlichungsleistung eines Instituts in Beziehung setzt und damit ein anderes Bild der Top-Institute zeichnet.

Die Top 100 des Nature Index werden über die Metriken Article Count (AC) und Fractional Count (FC) ermittelt, die die Anzahl der Artikel und den Beitrag messen, den eine Institution zu einem Artikel leistet. Im Gegensatz dazu wird im neuen normalisierten Ranking der FC zu der gesamten naturwissenschaftlichen Artikelproduktion des Instituts in Beziehung gesetzt. Datengrundlage für diese Berechnung ist die ‚Dimensions‘-Datenbank von Digital Science. Eine normalisierte Berechnung erlaubt den Vergleich von Instituten unterschiedlicher Größe auf derselben Basis. AC und FC beziehen sich auf etwa 60.000 Artikel, die 2018 in den 82 Fachzeitschriften des Nature Index veröffentlicht wurden. Die Vergleichszahl der naturwissenschaftlichen Artikel in der ‚Dimensions‘-Datenbank beläuft sich für 2018 auf rund 3,88 Millionen Artikel.

Die ersten drei Plätze der normalisierten Rangliste belegen das Cold Spring Harbor Laboratory in den USA, das Institute of Science and Technology Austria und das Weizmann Institute of Science in Israel. Im Vergleich zum Standard-Ranking verschlechtern sich einige Einrichtungen in der normalisierten Berechnung leicht.

David Swinbanks, Gründer des Nature Index: „Die neue Veröffentlichung eines normalisierten Rankings parallel zur Standard-Tabelle des Nature Index ist besonders interessant, da das normalisierte Ranking die Leistung kleinerer Institute hervorhebt, die im Standard-Ranking kaum Beachtung finden würden. Zwischen den kleinsten Instituten in der Top Ten gibt es einige Gemeinsamkeiten wie den Ehrgeiz, zu den Besten der Welt zu zählen, ein hohes Maß an Interdisziplinarität und in mehreren Fällen auch die Unterstützung durch Nobelpreisträger."

Anlässlich der Veröffentlichung des diesjährigen Nature Index wird Nature in der Ausgabe vom 20. Juni eine Sonder-Beilage veröffentlichen, die die verschiedenen Ergebnisse und Rankings visualisiert. Auf nature.com werden Top Ten-Listen zu sieben Kategorien veröffentlicht, zu denen die Biowissenschaften, Chemie, Physik, Geo- und Umweltwissenschaften sowie die normalisierten Top Ten zählen. Listen zu weiteren Kategorien werden im Anschluss auf natureindex.com veröffentlicht.

 



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