19. Juni 2024
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ibrary
Essentials

In der Ausgabe 3/2024 (Mai-Juni 2024) lesen Sie u.a.:

  • KI verursacht immer mehr Besorgnis bei Kreativen, Arbeit­nehmern – und Hochschulen
  • Audio-Nutzung in Deutschland: Weniger Radio, mehr Podcasts, mehr Streaming – Bibliotheken noch zurückhaltend
  • Neue wissenschaftliche Zeitschriften: Ein internationaler Überblick
  • Künstliche Intelligenz: Wie sie die Arbeits­märkte revolutioniert und wer davon profitiert
  • Übersicht der europäischen institutionellen Verlagslandschaft: Einblicke aus der DIAMAS-Umfrage
  • Google Scholar unter der Lupe: Eine Analyse der Anfälligkeit für Manipulationen
  • Welche Vorteile haben digitale Ausstellungen von wissenschaftlichen Bibliotheken?
  • Generation Z entdeckt die Liebe zum physischen Buch: Lesen ist sexy
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 6 / 2023

BIOGRAFIEN
Vergessene Frauen werden sichtbar

FOTOGRAFIE
„In Lothars Bücherwelt walten magische Kräfte.“
Glamour Collection, Lothar Schirmer, Katalog einer Sammlung

WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Hingabe an die Sache des Wissens

MUSIK
Klaus Pringsheim aus Tokyo
Ein Wanderer zwischen den Welten

MAKE METAL SMALL AGAIN
20 Jahre Malmzeit

ASTRONOMIE
Sonne, Mond, Sterne

LANDESKUNDE
Vietnam – der aufsteigende Drache

MEDIZIN | FOTOGRAFIE
„Und ja, mein einziger Bezugspunkt
bin ich jetzt selbst“

RECHT
Stiftungsrecht und Steuerrecht I Verfassungsrecht I Medizinrecht I Strafprozessrecht

uvm

Archivzentrum der Universitätsbibliothek übernimmt
den Nachlass des Frankfurter Philosophen Karl Heinz Haag

Unterlagen eines intellektuellen Weggefährten von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno
kommen ins Frankfurter Archiv der Kritischen Theorie

Anlässlich des diesjährigen 10. Todestags des Frankfurter Philosophen Karl Heinz Haag hat das Archivzentrum der Universitätsbibliothek J. C. Senckenberg seinen Nachlass erhalten. Er erweitert den bedeutenden Sammelschwerpunkt „Frankfurter Schule“ mit Unterlagen nach deren Rückkehr aus dem Exil. Haags langjährige Vertraute Friderun Fein, zugleich Mitherausgeberin von Texten von Caspar Nink – Haags Lehrer an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt-Oberrad –, übergab dem Archivzentrum zahlreiche bislang unveröffentlichte Korrespondenzen, wissenschaftliche Typoskripte sowie Unterlagen zum Habilitations- und Berufungsverfahren der 1950er bis Anfang der 1970er Jahre.

Der 1924 geborene Haag absolvierte zunächst die Jesuitenhochschule in Frankfurt-Oberrad, wurde 1951 an der Goethe-Universität von Max Horkheimer mit einer Arbeit über „Die Seinsdialektik bei Hegel und in der scholastischen Philosophie“ promoviert und 1956 mit seinem Werk „Kritik der neueren Ontologie“ habilitiert, in dem neben einer eingehenden Betrachtung zur historischen Genese der zeitgenössischen Ontologien u. a. scharfe Kritik an Heidegger enthalten ist. Theodor W. Adorno widmete ihm seine Hegel-Studien. Neben Horkheimer und Adorno war Haag profunder Wegbereiter der Kritischen Theorie. Von 1972 bis zu seinem Tod 2011 widmete er sich ausschließlich der philosophischen Forschung.

Der Nachlass von Karl-Heinz Haag umfasst viele bislang unveröffentlichte Korrespondenzen (u.a. mit Max Horkheimer und Jürgen Habermas), frühe Studienunterlagen und Typoskripte, die im Archivzentrum in den nächsten Wochen systematisch aufgearbeitet und der interessierten Wissenschaft nach Voranmeldung zugänglich gemacht werden. In diesem Zusammenhang ist im Frühjahr 2022 eine öffentliche Vortragsveranstaltung im Institut für Sozialforschung zum Leben und Wirken Karl Heinz Haags geplant. Weitere Informationen senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu.

http://www.ub.uni-frankfurt.de/