14. April 2024
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Essentials

In der Ausgabe 2/2024 (März 2024) lesen Sie u.a.:

  • „Need to have”
    statt „nice to have”.
    Die Evolution
    der Daten in der Forschungsliteratur
  • Open-Access-Publikationen: Schlüssel zu höheren Zitationsraten
  • Gen Z und Millennials lieben
    digitale Medien UND Bibliotheken
  • Verliert Google seinen Kompass?
    Durch SEO-Spam werden
    Suchmaschinen zum Bingospiel
  • Die Renaissance des gedruckten Buches: Warum physische Bücher in der digitalen Welt relevant bleiben
  • KI-Halluzinationen: Ein Verwirrspiel
  • Die Technologie-Trends des Jahres 2024
  • KI-Policies und Bibliotheken: Ein globaler Überblick und Handlungsempfehlungen
  • Warum Bücherklauen aus der Mode gekommen ist
u.v.m.
  fachbuchjournal
Ausgabe 6 / 2023

BIOGRAFIEN
Vergessene Frauen werden sichtbar

FOTOGRAFIE
„In Lothars Bücherwelt walten magische Kräfte.“
Glamour Collection, Lothar Schirmer, Katalog einer Sammlung

WISSENSCHAFTSGESCHICHTE
Hingabe an die Sache des Wissens

MUSIK
Klaus Pringsheim aus Tokyo
Ein Wanderer zwischen den Welten

MAKE METAL SMALL AGAIN
20 Jahre Malmzeit

ASTRONOMIE
Sonne, Mond, Sterne

LANDESKUNDE
Vietnam – der aufsteigende Drache

MEDIZIN | FOTOGRAFIE
„Und ja, mein einziger Bezugspunkt
bin ich jetzt selbst“

RECHT
Stiftungsrecht und Steuerrecht I Verfassungsrecht I Medizinrecht I Strafprozessrecht

uvm

ESG erhöht die Anforderungen an Rechtsabteilungen und Kanzleien –
Future Ready Lawyer Studie 2022 von Wolters Kluwer

Rechtsfragen zum Themenbereich ESG stellen Jurist:innen vor immer größer werdende Herausforderungen. Das zeigt die Studie „Future Ready Lawyer 2022“ von Wolters Kluwer, führender Anbieter von Fachinformationen, Software und Services. Unter ESG versteht man die Bereiche Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance). Die der Studie zugrundeliegende Umfrage, an der 751 Jurist:innen aus den USA und Europa teilgenommen haben, untersucht aktuelle Herausforderungen an Organisationen im Rechtsmarkt und wie gut diese darauf vorbereitet sind.

77 % der Befragten geben an, dass die Bewältigung neuer und wachsender Compliance-Bereiche wie ESG und Datenschutz ein wichtiger Trend ist, doch nur 35 % sind insgesamt sehr gut auf die Bewältigung dieser neuen Anforderungen vorbereitet.

Rechtsabteilungen und ESG: Der Druck nimmt stark zu

Für die oftmals ohnehin bereits stark belasteten Rechtsabteilungen von Unternehmen bedeuten die wachsenden ESG-Anforderungen zusätzlichen Druck. Dieser steigt zusätzlich, da auch der unternehmensweite Bedarf an ESG-Beratung deutlich zunimmt.

  • Laut der Studie „Future Ready Lawyer 2022“ geben 56 % der Rechtsabteilungen an, dass der Beratungsbedarf von Unternehmen im Bereich ESG im letzten Jahr zugenommen hat;
  • 64 % erwarten, dass die Nachfrage ihres Unternehmens nach ESG-Beratung in den nächsten drei Jahren steigen wird;
  • und nur 39 % der Unternehmensjurist:innen sagen, dass ihre Organisation sehr gut darauf vorbereitet ist, um dieser gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden.

Kanzleien und ESG: Nachfrage übersteigt Kompetenzen und Ressourcen

Die Kanzleien reagieren auf die steigende Nachfrage nach Fachwissen rund um ESG, viele von ihnen räumen jedoch ein, dass sie Schwierigkeiten haben, mit der Entwicklung Schritt zu halten.

  • Fast 80 % der Kanzleien geben an, dass sie über ESG-Fachwissen verfügen.
  • Im Einzelnen sagen 27 % der Kanzleien, dass sie seit mehr als drei Jahren einen speziellen Bereich für ESG-Standards haben, 50 % haben einen solchen Bereich in den vergangenen drei Jahren gegründet und 18 % planen, diesen in den kommenden drei Jahren zu gründen.

Allerdings übersteigt die Nachfrage der Mandant:innen im Bereich ESG die Möglichkeiten der Kanzleien, angemessen zu reagieren. 45 % der Kanzleien geben an, dass die Nachfrage von Unternehmensmandant:innen nach Beratung im Bereich ESG im vergangenen Jahr gestiegen ist. 59 % sehen in den kommenden drei Jahren einen zunehmenden Beratungsbedarf. Nur 20 % aller Kanzleien betrachten jedoch ihr Know-how aktuell als ausreichend, um sehr gut auf die Mandant:innennachfrage nach ESG-Services reagieren zu können.

Rechtsexpert:innen setzen auf Legal Tech,
um Produktivität und Effizienz zu steigern

Mehr denn je setzen Jurist:innen auf Technologie, um der auch durch ESG-Themen weiter wachsenden Arbeitsbelastung gerecht zu werden und ihre Produktivität und Effizienz zu steigern.

Die überwiegende Mehrheit der Rechtsabteilungen (85 %) gibt an, dass eine der größten Veränderungen, die sie in den nächsten drei Jahren erleben werden, der verstärkte Einsatz von Technologie zur Verbesserung der Produktivität ist. 64 % aller Unternehmensjurist:innen erwarten im kommenden Jahr erhöhte Investitionen ihrer Rechtsabteilung in Software zur Unterstützung juristischer Arbeit.

Da die meisten Rechtsabteilungen verstärkt auf Technologie setzen, wächst der Druck auf Kanzleien, es ihnen gleichzutun: 82 % der Rechtsabteilungen erwarten von Kanzleien, dass diese zur Optimierung ihrer Leistungen die technologischen Möglichkeiten voll ausschöpfen. Erfüllen Kanzleien diese Erwartungen nicht, so sind die Unternehmen auch bereit, die Kanzlei zu wechseln. Für einen solchen Wechsel ist der Hauptgrund, dass die Kanzlei eben nicht auf Technologie setzt, um die bestmögliche Leistung zu bringen.

Folglich erwarten 82 % der Kanzleien in den nächsten drei Jahren einen verstärkten Einsatz von Technologie zur Verbesserung der Produktivität und 63 % erhöhte Investitionen in Software zur Unterstützung ihrer juristischen Arbeit.

Den vollständigen Studienbericht „Future Ready Lawyer 2022“ mit allen Ergebnissen zu Kanzleien, Rechtsabteilungen, Technologie, Talenten und Trends sowie speziellen Erkenntnissen zu den Auswirkungen von ESG gibt es unter Wolters Kluwer Future Ready Lawyer 2022.

www.wolterskluwer.de