26. November 2020

b.i.t.online   6 / 2019
Fachbeiträge

Domänenspezifische hybride automatische Indexierung
von bibliographischen Metadaten

Dimitri Busch
Im Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau (IRB) wird Fachliteratur im Bereich Planen und Bauen bibliographisch erschlossen. Die daraus resultierenden Dokumente (Metadaten-Einträge) werden u.a. bei der Produktion der bibliographischen Datenbanken des IRB verwendet. Die Dokumente werden mit Deskriptoren von einer Nomenklatur (Schlagwortliste IRB) indexiert. Ein Deskriptor ist „eine Benennung..., die für sich allein verwendbar, eindeutig zur Inhaltskennzeichnung geeignet und im betreffenden Dokumentationssystem zugelassen ist”. Momentan wird die
Indexierung intellektuell von menschlichen Experten durchgeführt. Die intellektuelle Indexierung ist zeitaufwendig und teuer. Eine Lösung des Problems besteht in der automatischen Indexierung, bei der die Zuordnung von Deskriptoren durch ein Computerprogramm erfolgt. Solche Computerprogramme werden im Folgenden auch als Klassifikatoren bezeichnet. In diesem Beitrag geht es um ein System zur automatischen Indexierung von deutschsprachigen Dokumenten im Bereich Bauwesen mit Deskriptoren aus der Schlagwortliste IRB.

A Review
WEB 3D Technologies in Digital Heritage

Marina Đurovka
The digitalisation of Cultural Heritage i.e. Digital Heritage is a growing field that makes use of a wide variety of digital tools and techniques. Three main areas where digital technologies have become important in cultural heritage correspond to different stages in the process of digitalisation: documenting and collecting, processing and analysing, and archiving and presenting of the data.
   This paper discusses the data presentation, which is at the very end of this process; however, it has to take the requirements of the previous stages into account.
Techniques such as laser scanning and photogrammetry have made it much easier to generate detailed 3D models. As a consequence, there is now a growing need to adequately present this type of data and make the heritage more visible and accessible to the broad audience.
   This paper reviews state-of-the-art web 3D technologies used for digital presentation in the field of Digital Heritage; and presents a comparative analysis of the different tools. A broader overview of 3D graphics on the web, in general, is provided by Evans.

Medienkonvergenz-Konzept für eine Loseblattsammlung

Sabrina Laich, Patricia Schöler und Jennifer Weller
Die Medienwelt und das Mediennutzungsverhalten sind im stetigen Wandel. Davon betroffen sind auch Loseblattsammlungen und Handbücher. Wie kann man der Herausforderung begegnen, für diese Medienarten trotzdem einen Platz in der heutigen Medienwelt zu finden? Das studentische Team der Hochschule der Medien Stuttgart erarbeitete im Rahmen des Wahlmoduls „Berufs- und Fachkommunikation im LIS-Sektor” im Wintersemester 2018/2019
einen Vorschlag für den Dashöfer Verlag aus Hamburg: Für das Onlineportal dasbibliothekswissen.de, welches die Loseblattsammlung „Erfolgreiches Management von Bibliotheken und Informationseinrichtungen” flankiert, wurde ein Konzept erstellt, das nicht nur für den Verlag und den Kunden passgenau ist, sondern auch die Medienkonvergenz und das veränderte Mediennutzungsverhalten der Zielgruppe berücksichtigt.

Open Access zwischen kollektivem Handeln,
(un-)sichtbaren Infrastrukturen und neoliberalen Verwandlungen

Elena Šimukovič
Unter dem Stichwort „100% Open Access” werden derzeit viele Initiativen verfolgt, die einen vollständigen Übergang vom herkömmlichen Subskriptionssystem hin zum kostenfreien Zugang zu wissenschaftlichen Fachzeitschriften anstreben. Eines der prominentesten Beispiele dafür ist der „Plan S”, hinter dem eine Gruppe von Förderorganisationen sich vorgenommen hat, alle Publikationen aus den geförderten Forschungsprojekten nur noch in vorgesehenen Open Access-Formaten zu akzeptieren.
Doch was wie eine radikal anmutende – und seither viel diskutierte – Forderung erscheinen mag, ist bereits von Beginn an Teil der Zielsetzung von Open Access. Die „Budapester Open Access Initiative” (BOAI), die nach eigenen Angaben als erste den Begriff und die Umsetzungsstrategien von Open Access definiert hat, sah eine Umstellung auf ein flächendeckendes Open-Access-System bereits in ihrer im Februar 2002 verabschiedeten Erklärung vor.