KI erfordert Nachdenken über neue Strukturen

Bericht von der Jahrestagung der IG wissenschaftliche Bibliotheken
im Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.,
Frankfurt a. Main, 22./23.April 2026
Fotos: Helga Bergmann
Max Vögler, Elsevier: „Die personenbezogenen Angaben in ORCID
sind nicht mehr sicher.”
Elisabeth Mödden, DNB: „Der Einsatz von LLMs bringt einen qualitativen
Sprung in der Erschließung. Dennoch bleibt die automatische Schlagwortvergabe ein komplexes Problem.”
Helga Bergmann
„Wie können wir ein Publikationssystem aufbauen, das vertrauenswürdig,
nachhaltig und transparent bleibt und auch weiterhin der Wissenschaft
dient?”, fragte sich Dr. Max Vögler, VP Global Strategic Networks – DACH
Elsevier auf Instagram in einem Rückblick auf die diesjährige Jahrestagung der
IG wissenschaftliche Bibliotheken des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels
e.V (BoeV). „Wissenschaftliches Publizieren im Wandel” war einmal mehr das
übergeordnete Thema.
Nach einer Keynote, in der Bilanz gezogen wurde zum
Wandel des Publikationsprozesses, standen die veränderten Finanzströme beim
wissenschaftlichen Publizieren im Mittelpunkt und, so Heiko Brandstätter, Wiley
VCH GmbH, in seiner Begrüßung, „wie sie sich vielleicht noch weiter verschieben
werden”. Künstliche Intelligenz (KI) kam am ersten Veranstaltungstag immer
wieder zur Sprache.
Der zweite Tag war dann ausschließlich der KI gewidmet. Er
zeigte anhand von Beispielen, wie KI in einem wissenschaftlichen Verlag, in der
universitären Lehre und in einer Bibliothek bereits eingesetzt wird und in
welchem rechtlichen Rahmen sich die Nutzenden derzeit bewegen. Die Tagung
richtete sich an wissenschaftliche Verlage, Intermediäre und Bibliotheken und
bot neben den Vorträgen reichlich Gelegenheit zum Austausch. Judith Hoffmann,
Leitung Weiterbildung und Projekte am Mediacampus Frankfurt, moderierte die
Veranstaltung.