26. November 2020

b.i.t.online   4 / 2018
Bibliothekartag

Der 3. Ort – Bibliotheken als offene Räume der Zivilgesellschaft

Die Nutzungszahlen steigen. Die Transformation ist in vollem Gange. Aber so richtig Freude mag noch nicht aufkommen.
Zum Durchstarten fehlen die Mittel, sowohl für Räume und Ausstattung wie für Gehälter und Fortbildung.
Qualifikation gerät zur Herkulesaufgabe. Bericht vom 107. Bibliothekartag, Berlin, 12.-15. Juni 2018

Vera Münch
Der 107. Bibliothekartag war nichts für Orientierungsschwache und Fußlahme. Im weitläufigen Estrel Congress Center geriet so manche Raumsuche zum Langstreckenlauf, und wer wirklich finden wollte, was zum persönlichen Fortbildungsinteresse passte, musste das Programm am besten schon vor der Konferenz intensiv studiert haben.
Von Anfang bis Ende mit Minute Madness, Podiums- und Publikumsdiskussionen, Community Spaces, Workshops, World-of-Learning-Project-Lab und zahlreichen anderen Laboren kreativ und interessant gestaltet, fehlten dem 107. Bibliothekartag die deutlichen Schwerpunkte.
Verliert sich die Bibliothekswelt in der Transformation?

Preisverleihung des TIP – Team Award Information Professionals

Am Donnerstag, den 14. Juni 2018, erhielten die drei siegreichen Teams ihre Auszeichnung


20 Jahre Innovationspreis

Karin Holste-Flinspach
Mit dem diesjährigen Innovationspreis wurden zwei Bachelorarbeiten ausgezeichnet, die in den bibliotheksaffinen Studiengängen an den Hochschulen in Köln und Hamburg geschrieben wurden, sowie eine Masterarbeit aus dem Fernstudium Organisationsentwicklung an der TU Kaiserslautern.
Die Preisträger stellen ihre Arbeiten im Rahmen des Innovationsforums einem zahlreich erschienenen überwiegend jungen Publikum in einem allerdings etwas überdimensionierten Vortragssaal auf dem Bibliothekartag vor.
Die Moderation hatte Karin Holste-Flinspach.

Qualifiziert, motiviert und befristet

Unzufriedenheit mit der Beschäftigungs- und Vergütungssituation in öffentlichen Bibliotheken

Elgin Helen Jakisch
„Qualifiziert, motiviert und befristet – wie prekär ist das Bibliothekswesen?“, das war die Ausgangsfrage zu einer Podiums- und Publikumsdiskussion auf dem diesjährigen Bibliothekartag.
Das Thema brennt deutschen wie auch österreichischen
Bibliotheksangestellten angesichts von Digitalisierung und Arbeitsverdichtung auf den Nägeln. Die Teilnehmenden erörterten Aspekte zu Befristungen, Teilzeit und die Frage nach der angemessenen Bezahlung.